Tasse entkoffeinierter Espresso Classico mit samtiger Crema, umgeben von Arabica- und Robusta-Bohnen auf Holztisch

Entkoffeinierter Espresso Classico: Geschmack ohne Koffein, Genuss ohne Grenzen

Jens Thume · Aktualisiert: · 10 Min. Lesezeit

Entkoffeinierter Espresso: Kann der wirklich schmecken?

Kurz gesagt: Ja – ein guter entkoffeinierter Espresso muss geschmacklich kein Verzicht sein. Unser Espresso Classico verbindet 70 % Arabica mit 30 % Robusta und bringt Nougat, Schokolade und eine kräftige Crema in die Tasse.

☕ Espresso ohne Koffein?

Ich gebe zu: Bei entkoffeiniertem Espresso war ich früher auch etwas skeptisch.

Denn wenn ich an Espresso denke, denke ich an eine kleine, kräftige Tasse, ordentlich Aroma, eine schöne Crema und diesen typischen Espresso-Moment.

Und dann kommt jemand und sagt: „Den gibt es auch ohne Koffein.“

Da war meine erste Reaktion ungefähr: Ja gut – aber schmeckt der dann auch nach Espresso? 😄

Genau darum soll es hier gehen. Nicht um große Werbeversprechen, sondern um die ganz praktische Frage: Was kann ein entkoffeinierter Espresso eigentlich – und für wen kann er eine richtig gute Alternative sein?

Was bedeutet entkoffeinierter Espresso überhaupt?

Entkoffeinierter Espresso ist zunächst einmal ganz normaler Kaffee – nur mit deutlich weniger Koffein.

Das Koffein wird bereits aus der grünen, also noch ungerösteten Kaffeebohne entfernt. Erst danach wird der Kaffee geröstet. Der entscheidende Punkt dabei: Das Ziel ist nicht, aus einer Bohne irgendeinen „Ersatzkaffee“ zu machen, sondern möglichst viel vom ursprünglichen Geschmack zu erhalten.

Und genau hier wird es interessant.

Denn Kaffee besteht natürlich nicht nur aus Koffein. Die Aromen, Säuren, Öle und vielen anderen geschmacksprägenden Bestandteile spielen ebenfalls eine große Rolle. Deshalb kann ein guter entkoffeinierter Kaffee durchaus richtig nach Kaffee schmecken.

Wenn du genauer wissen möchtest, welche Verfahren es bei der Entkoffeinierung gibt und warum „entkoffeiniert“ nicht automatisch „0,0 Koffein“ bedeutet, habe ich das im ausführlichen Artikel erklärt:

👉 Entkoffeinierter Kaffee – wie funktioniert das eigentlich?

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Schmeckt entkoffeinierter Espresso anders?

Die kurze Antwort lautet: Er kann anders schmecken – muss aber deshalb nicht schlechter schmecken.

Und das ist für mich ein wichtiger Unterschied.

Bei einem entkoffeinierten Kaffee können sich Aroma und Körper im Vergleich zur koffeinhaltigen Variante etwas verändern. Deshalb kommt es sehr darauf an, wie der Kaffee zusammengestellt und geröstet wurde.

Gerade beim Espresso spielt außerdem die Röstung eine große Rolle. Ein Espresso soll nicht einfach nur „stark“ schmecken. Er braucht Körper, eine vernünftige Balance und genug Charakter, damit er auch in einer kleinen Tasse funktioniert.

☕ Jensis Gedanke:

Für mich ist ein entkoffeinierter Espresso dann interessant, wenn ich nach dem Koffein nicht unbedingt frage, sondern zuerst nach dem Geschmack.

Denn ganz ehrlich: Wenn ich abends Lust auf einen Cappuccino habe, möchte ich nicht unbedingt noch einen kleinen Koffein-Wecker mitgeliefert bekommen. 😄

Unser Espresso Classico entkoffeiniert

Genau für diesen Zweck haben wir bei TeeBohne den Espresso Classico entkoffeiniert im Sortiment.

Er besteht aus einer Mischung von 70 % Arabica und 30 % Robusta. Die Mischung ist bewusst so aufgebaut, dass der Espresso auch ohne den Koffein-Kick kräftig und charaktervoll in der Tasse steht.

Geschmacklich geht es in Richtung Nougat und Schokolade. Dazu kommen ein kräftiger Körper und eine samtige Crema.

Die Arabica-Bohnen stammen aus Brasilien und Honduras. Ergänzt wird die Mischung durch Robusta aus Indien. Anschließend wird der Kaffee passend als Espresso geröstet.

Das Ergebnis soll also nicht nach „Kaffee ohne Koffein“ schmecken.

Es soll einfach nach einem guten Espresso schmecken.

☕ Espresso Classico entkoffeiniert auf einen Blick

  • 70 % Arabica / 30 % Robusta
  • Geschmack: Nougat und Schokolade
  • Charakter: würzig und vollmundig
  • Crema: samtig und kräftig
  • Zubereitung: Vollautomat, Siebträger und Herdkanne
  • Erhältlich: als ganze Bohne in 250 g und 500 g

70 % Arabica und 30 % Robusta – warum diese Mischung?

Bei Espresso ist die Mischung der Bohnen nicht nur eine Zahl auf dem Etikett.

Arabica kann für eine feinere Aromatik und mehr geschmackliche Differenzierung sorgen. Robusta bringt dagegen häufig mehr Körper und Kraft mit und kann außerdem eine wichtige Rolle bei der Crema spielen.

Für einen entkoffeinierten Espresso finde ich diese Kombination deshalb ziemlich spannend.

Denn wenn das Koffein als großer „Wachmacher“ schon weitgehend aus dem Spiel ist, darf der Espresso trotzdem noch ordentlich Charakter haben.

Der Espresso Classico ist deshalb kein zarter Kaffee, der sich vorsichtig in die Tasse schleicht.

Der darf schon nach Espresso schmecken. 😉

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Wie schmeckt der Espresso Classico entkoffeiniert?

Hier wird es natürlich persönlich – denn Geschmack bleibt Geschmack.

Beim Espresso Classico stehen für mich vor allem Nougat und Schokolade im Vordergrund. Dazu kommt eine würzige, kräftige Grundnote.

Das macht ihn interessant für alle, die beim Espresso eher die klassische Richtung mögen: nicht unbedingt fruchtig und filigran, sondern rund, kräftig und schokoladig.

Besonders wichtig finde ich dabei die Frage, was passiert, wenn aus dem Espresso kein kleiner Espresso bleibt.

Denn viele trinken Espresso schließlich gar nicht nur pur.

Entkoffeinierter Espresso im Cappuccino – funktioniert das?

Ja. Und genau hier finde ich entkoffeinierten Espresso besonders interessant.

Ich trinke selbst gerne Cappuccino und Milchkaffee. Und bei Milchgetränken muss ein Espresso meiner Meinung nach etwas entgegenzusetzen haben.

Ein sehr zarter Espresso kann neben warmer Milch schnell untergehen. Ein kräftigerer Espresso mit ordentlich Körper bleibt dagegen auch im Cappuccino erkennbar.

Der Espresso Classico bringt dafür mit seiner 70/30-Mischung und seinem kräftigen Charakter gute Voraussetzungen mit.

❤️ Jensis Tipp:

Wenn du abends noch Lust auf einen Cappuccino hast, aber auf den Koffein-Kick verzichten möchtest, ist ein entkoffeinierter Espresso für mich eine ziemlich schöne Lösung.

Du bekommst weiterhin deinen Cappuccino-Moment – nur eben ohne den normalen Koffeingehalt eines klassischen Espressos.

Für Vollautomat, Siebträger oder Herdkanne?

Der Espresso Classico entkoffeiniert ist als ganze Bohne für verschiedene Espressozubereitungen geeignet.

☕ Kaffeevollautomat

Hier ist er besonders unkompliziert: Bohnen einfüllen, Espresso auswählen und los geht's.

Wenn dein Kaffee zu dünn, bitter oder sauer schmeckt, liegt das übrigens nicht automatisch an der Bohne. Mahlgrad, Kaffeestärke, Wassermenge und Temperatur können bei einem Vollautomaten einen erheblichen Unterschied machen.

Wenn du deinen Vollautomaten besser einstellen möchtest, findest du hier meinen ausführlichen Ratgeber:

👉 Kaffeevollautomat richtig einstellen – Mahlgrad, Kaffeestärke & Co.

☕ Siebträger

Auch im Siebträger lässt sich der Espresso Classico zubereiten. Hier hast du natürlich deutlich mehr Einfluss auf Mahlgrad, Menge und Extraktion.

Gerade bei entkoffeiniertem Kaffee würde ich mich dabei nicht blind an irgendeine Einstellung aus dem Internet halten. Jede Maschine, jede Mühle und jede Bohne reagieren ein bisschen anders.

Lieber langsam herantasten und nach Geschmack einstellen.

☕ Herdkanne

Auch in der klassischen Herdkanne kannst du die Bohnen verwenden. Das Ergebnis ist natürlich kein klassischer Siebträger-Espresso, aber die kräftige Richtung des Kaffees passt gut zu dieser Zubereitungsart.

Wie wird dieser Espresso entkoffeiniert?

Bei unserem Espresso Classico wird das Koffein durch ein schonendes Verfahren weitgehend entfernt.

Dabei wird das Koffein aus dem Rohkaffee entzogen. Die verbleibenden Spuren des verwendeten Lösungsmittels werden spätestens während der späteren Röstung entfernt.

Ich finde es wichtig, das so sachlich zu sagen, statt mit dem Begriff „ohne Chemie“ um sich zu werfen.

Denn „Chemie“ ist kein sinnvoller Gegensatz zu „natürlich“. Auch Wasser ist Chemie, genauso wie Koffein selbst ein chemischer Stoff ist. Entscheidend ist vielmehr, welches Verfahren eingesetzt wird und welche Rückstände am Ende tatsächlich vorhanden sind.

Wenn dich genau dieses Thema interessiert, findest du in unserem ausführlichen Decaf-Ratgeber eine Erklärung der verschiedenen Verfahren und ihrer Unterschiede:

Entkoffeinierter Kaffee: Herstellung, Wirkung & Geschmack

Ist entkoffeinierter Espresso komplett koffeinfrei?

Nein – und genau deshalb verwende ich lieber den Begriff entkoffeiniert als „koffeinfrei“.

Durch die Entkoffeinierung wird der größte Teil des Koffeins entfernt. Es können jedoch geringe Restmengen vorhanden sein.

Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.

Wenn du also wirklich möglichst wenig Koffein aufnehmen möchtest, solltest du bei entkoffeiniertem Kaffee trotzdem daran denken, dass „entkoffeiniert“ nicht dasselbe bedeutet wie „absolut 0,0 Koffein“.

☕ Kleiner Kaffee-Merksatz:

Entkoffeiniert heißt nicht koffeinfrei.

Aber es bedeutet, dass der Kaffee so verarbeitet wurde, dass der Koffeingehalt deutlich reduziert wird.

Für wen ist entkoffeinierter Espresso interessant?

Eigentlich für jeden, der Espresso mag und seinen Koffeinkonsum reduzieren möchte.

Zum Beispiel:

  • ☕ wenn du nachmittags noch Espresso trinken möchtest
  • ☕ wenn du abends Lust auf einen Cappuccino hast
  • ☕ wenn du den Geschmack von Espresso liebst, aber weniger Koffein möchtest
  • ☕ wenn du zwischen koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee wechseln möchtest
  • ☕ wenn du deinen Kaffeegenuss stärker nach Tageszeit auswählen möchtest

Das Schöne daran: Du musst nicht komplett auf Kaffee verzichten.

Du kannst einfach entscheiden, welcher Kaffee gerade zu dir und zur Tageszeit passt.

Entkoffeinierter Espresso ist kein Verzicht

Vielleicht ist das überhaupt die schönste Art, das Thema zusammenzufassen.

Entkoffeinierter Espresso muss nicht die traurige Alternative zum „richtigen“ Espresso sein.

Wenn die Mischung, die Röstung und die Zubereitung stimmen, kann daraus ein kräftiger, aromatischer Espresso entstehen, der auch als Cappuccino oder Milchkaffee funktioniert.

Und manchmal ist genau das praktisch:

Es ist 20 Uhr.

Du hast Lust auf einen Cappuccino.

Aber du möchtest danach nicht noch drei Stunden hellwach im Bett liegen und deine komplette Lebensplanung überdenken. 😂

Dann kann ein entkoffeinierter Espresso genau das Richtige sein.

❤️ Mein Jensi-Fazit

Ich finde, bei entkoffeiniertem Kaffee sollte man nicht zuerst fragen: „Fehlt da nicht etwas?“

Die bessere Frage lautet für mich:

„Schmeckt er mir?“

Beim Espresso Classico entkoffeiniert bekommst du eine kräftige Mischung aus 70 % Arabica und 30 % Robusta mit Nougat- und Schokoladennoten, ordentlich Körper und einer samtigen Crema.

Für mich ist das deshalb kein Ersatz-Espresso, sondern einfach eine andere Möglichkeit, Espresso zu genießen – besonders dann, wenn der Koffein-Kick gerade nicht mehr auf dem Wunschzettel steht.

Und genau darum geht es bei Kaffee doch eigentlich: Die Tasse soll schmecken. ☕❤️

Häufige Fragen zum entkoffeinierten Espresso

Ist entkoffeinierter Espresso komplett koffeinfrei?

Nein. Durch die Entkoffeinierung wird der größte Teil des Koffeins entfernt, geringe Restmengen können jedoch vorhanden sein. Deshalb ist „entkoffeiniert“ nicht gleichbedeutend mit „0,0 Koffein“.

Schmeckt entkoffeinierter Espresso anders?

Das kann vorkommen. Die geschmackliche Qualität hängt unter anderem von Bohnenmischung, Entkoffeinierungsverfahren und Röstung ab. Ein gut abgestimmter entkoffeinierter Espresso kann trotzdem kräftig und aromatisch schmecken.

Welche Bohnen enthält der Espresso Classico entkoffeiniert?

Die Mischung besteht aus 70 % Arabica und 30 % Robusta. Die Arabica-Bohnen stammen aus Brasilien und Honduras, der Robusta aus Indien.

Wie schmeckt der Espresso Classico entkoffeiniert?

Er ist würzig und vollmundig mit Noten von Nougat und Schokolade. Dazu kommt eine kräftige Textur und eine samtige Crema.

Kann man den entkoffeinierten Espresso im Vollautomaten verwenden?

Ja. Der Espresso Classico entkoffeiniert eignet sich für Kaffeevollautomaten, Siebträger und die klassische Herdkanne.

Eignet sich entkoffeinierter Espresso für Cappuccino?

Ja. Durch seinen kräftigen Charakter und die 70/30-Mischung eignet er sich auch als Basis für Cappuccino und andere Milchkaffeegetränke.

Warum trinkt man entkoffeinierten Espresso?

Zum Beispiel, wenn man den Geschmack von Espresso genießen, aber weniger Koffein aufnehmen möchte. Besonders am Nachmittag oder Abend kann entkoffeinierter Kaffee eine interessante Alternative sein.

Ist entkoffeinierter Espresso eine gute Alternative zu normalem Espresso?

Das hängt vom persönlichen Geschmack und vom gewünschten Koffeingehalt ab. Wer Espresso-Geschmack möchte und gleichzeitig seinen Koffeinkonsum reduzieren will, kann mit einem guten entkoffeinierten Espresso eine passende Alternative finden.

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Jens Thume von TeeBohne – Autor und Shop-Betreiber

✍️ Über den Autor: Jens Thume

Ich beschäftige mich bei TeeBohne seit vielen Jahren mit Kaffee – und natürlich auch mit der Frage, was am Ende tatsächlich in der Tasse landet.

Beim Thema entkoffeinierter Kaffee interessiert mich besonders die Kombination aus Geschmack und Alltag. Denn warum sollte man auf einen guten Espresso verzichten, nur weil man gerade weniger Koffein möchte?

Ich trinke selbst gerne Cappuccino und Milchkaffee und probiere unterschiedliche Kaffees und Röstungen aus. Deshalb schaue ich bei einem entkoffeinierten Espresso nicht nur auf die Beschreibung auf der Packung, sondern vor allem darauf, wie er sich in der Tasse macht: Wie kräftig ist er? Wie schmeckt er? Wie funktioniert er mit Milch?

Ich bin dabei weder Arzt noch Kaffeewissenschaftler. Ich bin Kaffeehändler, langjähriger Kaffeetrinker und jemand, der Kaffee gerne ausprobiert und verständlich erklärt – mit dem Blick auf das, was für Kaffeetrinker im Alltag tatsächlich interessant ist.

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