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Das Buch über Tee Die Kunst des Tees: Eine Reise durch Aromen und Traditionen
Jens Thume · Aktualisiert: · 6 Min. LesezeitDas Buch über Tee: Die Welt des Tees einfach erklärt
Tee kann unglaublich kompliziert wirken.
Da gibt es Grüntee, Schwarztee, weißen Tee, Oolong, Rooibos, Kräutertee, Früchtetee, Matcha und unzählige Mischungen. Dazu kommen Begriffe wie Oxidation, Ziehzeit, Wassertemperatur, Herkunft und Ernte.
Und irgendwann fragt man sich:
Muss ich eigentlich Teespezialist sein, um eine gute Tasse Tee zu trinken? 😄
Nein.
Genau deshalb schauen wir uns die Welt des Tees einmal ganz entspannt an – ohne großes Fachchinesisch und ohne daraus eine Wissenschaft zu machen.
Denn Tee soll vor allem eines: schmecken.
Was ist Tee eigentlich?
Wenn wir ganz genau sind, stammt echter Tee von einer einzigen Pflanze:
Camellia sinensis.
Aus ihren Blättern entstehen unter anderem grüner Tee, schwarzer Tee, weißer Tee und Oolong.
Der Unterschied liegt vor allem darin, wie die geernteten Blätter verarbeitet werden.
Bei grünem Tee wird die Oxidation möglichst früh gestoppt. Dadurch bleiben die Blätter grün und der Geschmack kann frisch, grasig, pflanzlich oder leicht herb sein.
Schwarztee wird stärker oxidiert. Dadurch entstehen kräftigere, dunklere und häufig malzige oder würzige Geschmacksnoten.
Oolong liegt dazwischen und kann geschmacklich unglaublich vielseitig sein.
Weißer Tee wird besonders schonend verarbeitet und kann entsprechend fein und mild wirken.
Und dann gibt es noch viele andere Getränke, die wir im Alltag ebenfalls einfach „Tee“ nennen – zum Beispiel Rooibos, Kräutertee oder Früchtetee.
Auch die sind spannend, obwohl sie botanisch nicht vom Teestrauch stammen.
Grüner Tee, Schwarztee oder Rooibos?
Die Frage „Welcher Tee ist der beste?“ lässt sich eigentlich ziemlich einfach beantworten:
Der, der dir schmeckt.
Wer frische und eher leichte Aromen mag, könnte bei Grüntee fündig werden.
Wer kräftige und malzige Tassen bevorzugt, fühlt sich vielleicht bei Schwarztee wohl.
Wer abends gerne etwas Warmes trinkt und dabei auf Koffein verzichten möchte, kann beispielsweise zu Rooibos greifen.
Und wer es fruchtig mag, findet bei Früchtetees eine riesige Auswahl.
Es gibt also keinen Gewinner.
Es gibt nur den Tee, der gerade zu dir passt.
Warum schmeckt Tee manchmal bitter?
Das ist eine der Fragen, die uns im Tee-Alltag immer wieder begegnen.
Und häufig liegt es gar nicht am Tee selbst.
Gerade bei grünem Tee spielen Wassertemperatur, Dosierung und Ziehzeit eine wichtige Rolle.
Zu heißes Wasser oder eine zu lange Ziehzeit können dafür sorgen, dass mehr Gerbstoffe und andere lösliche Bestandteile in den Aufguss gelangen.
Das Ergebnis kann deutlich herber schmecken.
Deshalb lohnt es sich gerade bei empfindlicheren Teesorten, nicht einfach nur kochendes Wasser darüberzugießen.
Ein bisschen Aufmerksamkeit bei der Zubereitung kann hier einen ziemlich großen Unterschied machen.
Die richtige Wassertemperatur
Eine einfache Faustregel:
Nicht jeder Tee möchte kochendes Wasser.
Schwarztee verträgt in der Regel höhere Temperaturen.
Grüner Tee wird häufig etwas kühler aufgegossen.
Bei empfindlichen Tees wie manchen weißen Tees kann ebenfalls eine niedrigere Temperatur sinnvoll sein.
Bei Kräuter- und Früchtetees gelten wiederum andere Empfehlungen.
Deshalb ist die Zubereitungsangabe auf der jeweiligen Packung immer ein guter Ausgangspunkt.
Und wenn du deinen Tee nach dem ersten Aufguss zu kräftig findest?
Dann probiere beim nächsten Mal einfach etwas weniger Tee, eine kürzere Ziehzeit oder eine niedrigere Temperatur.
Teezubereitung ist kein Wettbewerb. 😉
Tee aus verschiedenen Regionen
Tee wird heute in vielen Teilen der Welt angebaut.
China, Japan, Indien, Sri Lanka, Taiwan und zahlreiche weitere Regionen sind für unterschiedliche Tees bekannt.
Dabei beeinflussen nicht nur die Teepflanze und ihre Verarbeitung den Geschmack.
Auch Klima, Höhenlage, Boden, Erntezeit und Verarbeitung spielen eine Rolle.
Darum kann Tee aus verschiedenen Anbaugebieten trotz ähnlicher Bezeichnung völlig unterschiedlich schmecken.
Darjeeling kann beispielsweise ganz anders wirken als Assam.
Japanischer Sencha schmeckt anders als ein chinesischer Grüntee.
Und ein kräftiger Assam ist wiederum eine ganz andere Richtung als ein feiner Darjeeling.
Genau diese Vielfalt macht Tee so interessant.
Tee ist auch Kultur
Tee ist in vielen Ländern weit mehr als ein Getränk.
In Japan hat die Teekultur eine lange Tradition.
In China gehören unterschiedliche Formen der Teezubereitung seit Jahrhunderten zur Kultur.
In Großbritannien kennt man den Afternoon Tea.
Und bei uns in Norddeutschland gibt es natürlich die ostfriesische Teekultur mit Kluntje und Wulkje.
Gerade in Ostfriesland merkt man sehr schön, dass Tee nicht nur aus Wasser und Blättern besteht.
Es geht auch um Zeit, Gewohnheiten und gemeinsames Genießen.
Eine Tasse Tee kann eben manchmal einfach der Grund sein, sich kurz hinzusetzen.
Tee verkosten – muss das kompliziert sein?
Nein.
Du brauchst dafür kein professionelles Verkostungsset.
Schau dir den trockenen Tee einmal an.
Riech daran.
Wie sehen die Blätter aus?
Welche Aromen nimmst du beim Aufgießen wahr?
Und vor allem:
Wie schmeckt er dir?
Vielleicht findest du etwas Blumiges.
Vielleicht Frucht.
Vielleicht Gewürze.
Vielleicht etwas Herbes oder Malziges.
Und vielleicht findest du auch überhaupt keine dieser Beschreibungen.
Das ist völlig in Ordnung.
Geschmack ist schließlich persönlich.
Was einer als „wunderbar blumig“ beschreibt, schmeckt für den nächsten vielleicht einfach nach „Tee“. 😂
Tee in der Küche
Tee muss übrigens nicht immer nur aus der Tasse kommen.
Grüner Tee, Schwarztee, Früchtetee und aromatisierte Mischungen können auch interessante Zutaten für Rezepte sein.
Besonders naheliegend ist natürlich selbst gemachter Eistee.
Dazu kommen Desserts, alkoholfreie Teegetränke oder kreative Kombinationen mit Früchten und Gewürzen.
Gerade aromatisierte Tees können hier spannend sein, weil sie bereits unterschiedliche Geschmacksrichtungen mitbringen.
Welcher Tee passt zu dir?
Wenn du noch nicht genau weißt, welche Richtung du ausprobieren möchtest, kannst du dich zunächst an deinem Geschmack orientieren:
| Wenn du gerne magst ... | Dann könnte interessant sein ... |
|---|---|
| frisch und leicht | Grüner Tee |
| kräftig und malzig | Schwarztee |
| fein und mild | Weißer Tee |
| vielseitig und aromatisch | Oolong |
| fruchtig | Früchtetee |
| würzig und kräutrig | Kräutertee |
| mild und koffeinfrei | Rooibos |
| intensiv und besonders | Matcha |
Das ist natürlich keine feste Regel.
Aber ein guter Ausgangspunkt.
Und was hat das alles mit TeeBohne zu tun?
Sehr viel.
Denn genau solche Fragen haben wir früher im Teeladen in Einbeck immer wieder gehört.
„Ich möchte etwas Fruchtiges.“
„Der Tee darf nicht so bitter sein.“
„Ich suche etwas für den Abend.“
„Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Grüntee und Schwarztee?“
Oder einfach:
„Ich weiß gar nicht, was mir schmeckt. Können Sie mir etwas empfehlen?“
Das ist eigentlich die schönste Frage.
Denn dann kann man gemeinsam herausfinden, was passen könnte.
Heute findet diese Beratung nicht mehr hinter einer Ladentheke statt, sondern hier im Online-Shop und im TeeBohne-Blog.
Deshalb schreiben wir über Teesorten, Zubereitung, Geschmack, Herkunft und die vielen kleinen Fragen, die beim Teetrinken entstehen.
Nicht, um aus jedem Leser einen Tee-Sommelier zu machen.
Sondern damit du irgendwann vor deinem Teeregal stehst und denkst:
„Heute hätte ich Lust auf genau diesen.“
Tee muss nicht kompliziert sein
Wenn man eines aus der riesigen Welt des Tees mitnehmen sollte, dann vielleicht dieses:
Du musst nicht alles über Tee wissen.
Du musst auch nicht jede Fachbezeichnung kennen.
Du musst nicht wissen, aus welchem kleinen Teegarten ein Blatt stammt.
Du musst nur herausfinden, was dir schmeckt und wie du es am liebsten zubereitest.
Und genau das macht die Welt des Tees so schön.
Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Eine neue Sorte.
Ein neues Aroma.
Eine andere Zubereitung.
Oder einfach eine Tasse Tee, die heute besser passt als gestern.
Also Wasser aufsetzen, Lieblingstee aussuchen und ausprobieren.
Und wenn der erste Versuch nicht perfekt wird?
Kein Drama.
Beim Tee gibt es schließlich meistens noch einen zweiten Aufguss. 😉🍵
Jens von TeeBohne









