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Rooibos Tee
Jens Thume · Aktualisiert: · 13 Min. LesezeitRooibos-Tee – alles über Rotbusch, Herkunft, Geschmack und Zubereitung
Es gibt Tees, die morgens schon ziemlich deutlich machen, dass sie jetzt bitte Aufmerksamkeit möchten.
Und dann gibt es Rooibos.
Der ist eher der entspannte Typ.
Mild, leicht süßlich, angenehm unkompliziert – und vor allem von Natur aus koffeinfrei.
Genau deshalb ist Rooibos bei vielen Teetrinkern so beliebt. Er passt zum Frühstück, zum Nachmittag, zum gemütlichen Sofa-Abend und eigentlich immer dann, wenn man gerne eine schöne Tasse Tee trinken möchte, aber auf Koffein verzichten will.
Und trotzdem ist Rooibos viel interessanter, als man auf den ersten Blick denkt.
Denn hinter dem roten Aufguss steckt eine Pflanze, die mit klassischem Tee zunächst einmal gar nichts zu tun hat.
Also machen wir es uns gemütlich und schauen uns den Rooibos einmal genauer an.
Was ist Rooibos eigentlich?
Rooibos wird auch Rotbuschtee genannt und stammt aus Südafrika.
Botanisch gehört Rooibos zur Pflanze Aspalathus linearis und damit zur Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist also kein Schwarztee, kein Grüntee und auch kein Verwandter der klassischen Teepflanze Camellia sinensis.
Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.
Wenn wir bei Tee von Schwarztee, Grüntee, Weißtee oder Oolong sprechen, geht es um verschiedene Verarbeitungsarten der Teepflanze.
Rooibos spielt in einer anderen Liga.
Er ist ein pflanzlicher Aufguss.
Und genau deshalb ist es eigentlich etwas lustig, dass wir trotzdem ganz selbstverständlich „Rooibos-Tee“ sagen.
Aber keine Sorge: Ich werde jetzt nicht anfangen, euch beim nächsten Besuch im Shop zu erklären, dass ihr eigentlich gar keinen Tee trinkt. 😉
Rooibos bleibt Rooibos.

Woher kommt Rooibos?
Die Heimat des Rooibos liegt in Südafrika, genauer gesagt in der Region der Cederberg-Berge nördlich von Kapstadt.
Dort findet die Pflanze Bedingungen vor, die ihr offenbar ziemlich gut gefallen:
trockene Sommer, besondere Böden, viel Sonne und ein Klima, mit dem andere Pflanzen vermutlich weniger glücklich wären.
Der Rooibos-Anbau ist stark mit dieser Region verbunden.
Das macht ihn auch so interessant.
Während die klassische Teepflanze heute in vielen Teilen der Welt angebaut wird, ist Rooibos deutlich stärker an seine südafrikanische Herkunft gebunden.
Wenn du dich generell für die Herkunft verschiedener Tees interessierst, lohnt sich übrigens auch ein Blick auf meinen Ratgeber über die Tee-Anbaugebiete von Assam bis Japan.
Denn wo eine Pflanze wächst, hat oft erstaunlich viel damit zu tun, wie sie später schmeckt.
Warum heißt Rooibos eigentlich Rotbusch?
Der Name kommt aus dem Afrikaans.
„Rooibos“ bedeutet sinngemäß roter Busch.
Und wenn man sich eine Tasse klassischen Rooibos anschaut, versteht man auch ziemlich schnell, woher der Name kommt.
Der Aufguss leuchtet je nach Sorte in einem warmen Rot- bis Rotbraun.
Diese Farbe entsteht allerdings nicht einfach dadurch, dass die Pflanze von Natur aus rote Blätter besitzt.
Dahinter steckt die Verarbeitung.
Und die ist bei Rooibos besonders interessant.
Wie wird Rooibos hergestellt?
Nach der Ernte werden die Zweige und nadelartigen Blätter zerkleinert.
Beim klassischen Rooibos folgt anschließend die sogenannte Fermentation beziehungsweise Oxidation.
Dabei werden die Pflanzenbestandteile mit Feuchtigkeit und Sauerstoff in Kontakt gebracht.
Das verändert Farbe und Aroma.
Aus dem zunächst grünen Pflanzenmaterial entsteht der typische rötlich-braune Rooibos mit seinem warmen, leicht süßlichen Charakter.
Anschließend wird das Material getrocknet.
Und schon sind wir bei einer wichtigen Unterscheidung:
Roter Rooibos und grüner Rooibos sind nicht dasselbe.
Roter Rooibos oder grüner Rooibos?
Klassischer Rooibos
Beim klassischen Rooibos findet die Oxidation statt.
Dadurch entsteht:
- die typische rote bis rotbraune Farbe
- ein weicher, runder Geschmack
- eine leicht süßliche Note
- häufig ein warmer, erdiger Charakter
Grüner Rooibos
Beim grünen Rooibos wird die Oxidation weitgehend verhindert.
Das Pflanzenmaterial wird schneller getrocknet.
Dadurch bleibt der Rooibos heller und geschmacklich etwas frischer.
Er kann pflanzlicher, leichter und teilweise etwas grasiger wirken.
Wenn du bisher nur klassischen Rooibos kennst, lohnt es sich deshalb durchaus, einmal grünen Rooibos zu probieren.
Es ist ein bisschen wie bei Schwarztee und Grüntee:
Die Pflanze beziehungsweise das Ausgangsmaterial kann ähnlich sein – die Verarbeitung verändert aber den Charakter.
Wie schmeckt Rooibos?
Das ist natürlich die Frage, die am Ende zählt.
Denn was bringt uns die schönste Geschichte über eine Pflanze, wenn sie anschließend nicht schmeckt?
Rooibos wird häufig als:
- mild
- weich
- leicht süßlich
- warm
- angenehm rund
- leicht holzig oder erdig
beschrieben.
Dabei hängt der Geschmack natürlich von Qualität, Verarbeitung und Mischung ab.
Und genau hier wird es für uns bei TeeBohne besonders interessant.
Denn Rooibos kann pur getrunken werden – aber er eignet sich auch hervorragend als Grundlage für aromatisierte Mischungen.
Vanille?
Passt wunderbar.
Frucht?
Natürlich.
Sahne?
Warum nicht.
Beeren?
Sehr gerne.
Und plötzlich hat man eine ganz andere Tasse vor sich.
Rooibos natur oder aromatisiert?
Das ist eigentlich eine reine Geschmacksfrage.
Wer den ursprünglichen Charakter kennenlernen möchte, sollte einmal einen Rooibos natur probieren.
Dann bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie die Pflanze selbst schmeckt.
Wer dagegen gerne etwas mehr Aroma in der Tasse hat, findet bei Rooibos unglaublich viele Möglichkeiten.
Bei TeeBohne haben wir deshalb beide Richtungen.
Zum Beispiel unseren Rooibos Tee natur für alle, die es klassisch mögen.
Und auf der anderen Seite aromatisierte Varianten wie Rooibos Vanille / Sahne, Sanddorn / Sahne, Inselkuss, Rhabarber Himbeere oder Himbeer / Vanille.
Gerade Vanille-Sahne zeigt ziemlich schön, was Rooibos kann: Der milde Grundcharakter lässt sich mit warmen, cremigen Aromen wunderbar kombinieren.

Rooibos ist koffeinfrei
Das ist wahrscheinlich einer der größten Gründe, warum Rooibos so beliebt ist.
Rooibos enthält von Natur aus kein Koffein.
Damit unterscheidet er sich deutlich von Schwarztee, Grüntee und anderen koffeinhaltigen Tees aus der Teepflanze.
Wer also abends gerne noch eine Tasse Tee trinkt und Koffein vermeiden möchte, hat mit Rooibos eine unkomplizierte Möglichkeit.
Und hier kommt wieder mein persönlicher TeeBohne-Tipp:
Wenn du abends gerne etwas Warmes in der Tasse hast, aber nicht unbedingt noch einen kräftigen Schwarztee brauchst, ist Rooibos eine schöne Alternative.
Kein großes Drama.
Wasser heiß machen, Tee rein, warten – fertig.
Ist Rooibos wirklich Tee?
Hier kommt die kleine Klugscheißer-Ecke. 😉
Botanisch gesehen: Nein.
Rooibos stammt nicht von der Teepflanze Camellia sinensis.
Deshalb gehört er nicht zu den klassischen Teesorten wie:
- Schwarztee
- Grüntee
- Weißtee
- Oolong
- Pu-Erh
Im Alltag hat sich die Bezeichnung „Rooibos-Tee“ aber längst eingebürgert.
Wenn du mehr über die Unterschiede zwischen Tee und anderen pflanzlichen Aufgüssen erfahren möchtest, ist mein Beitrag über die Inhaltsstoffe und Chemie des Tees ebenfalls interessant.
Denn dort sieht man sehr schön, wie unterschiedlich die einzelnen Teearten eigentlich sind.
Rooibos richtig zubereiten
Hier hat Rooibos einen großen Vorteil:
Er ist ziemlich unkompliziert.
Für eine normale Tasse kannst du ungefähr 1–2 Teelöffel Rooibos verwenden.
Dann:
1. Wasser auf 100 °C erhitzen.
2. Rooibos mit dem kochenden Wasser übergießen.
3. Etwa 5–8 Minuten ziehen lassen.
4. Abseihen und genießen.
Und jetzt kommt der Teil, den Rooibos-Fans gerne hören:
Rooibos ist bei der Ziehzeit relativ tolerant.
Du musst also nicht mit der Stoppuhr danebenstehen.
Wenn der Tee einmal eine Minute länger zieht, ist nicht gleich alles verloren.
Das ist bei empfindlicheren Teesorten teilweise anders.
Bei Rooibos darf es ruhig etwas entspannter zugehen.

Warum wird Rooibos kaum bitter?
Rooibos enthält deutlich weniger Gerbstoffe als klassische Teesorten wie Schwarztee.
Deshalb wird er auch bei längerer Ziehzeit normalerweise nicht so schnell bitter oder adstringierend.
Das bedeutet aber nicht, dass man ihn beliebig lange ziehen lassen muss.
Denn irgendwann wird auch Rooibos einfach sehr kräftig.
Und „je länger, desto besser“ ist beim Tee sowieso selten eine gute allgemeine Regel.
Rooibos mit Milch – funktioniert das?
Oh ja.
Und zwar erstaunlich gut.
Vor allem bei aromatisierten Sorten mit Vanille, Sahne oder Karamell kann ein kleiner Schuss Milch wunderbar passen.
Unser Rooibos Vanille / Sahne ist dafür ein schönes Beispiel.
Die Mischung enthält unter anderem echte Vanillestücke und ist bereits von ihrer Aromatik her weich und cremig angelegt.
Wer mag, kann ihn pur trinken.
Oder eben mit etwas Milch.
Und wenn jemand jetzt sagt:
„Milch gehört nicht in Tee!“
Dann darf er das natürlich gerne so sehen.
Ich werde deswegen jedenfalls keinen Teeprozess einleiten. 😉
Rooibos als Eistee
Rooibos kann nicht nur warm.
Gerade im Sommer funktioniert er hervorragend als kaltes Getränk.
Dafür würde ich den Tee etwas kräftiger aufbrühen, anschließend abkühlen lassen und über Eis geben.
Dazu passen zum Beispiel:
- Apfelsaft
- Orange
- Zitrone
- Beeren
- frische Minze
Oder einfach nur Eis.
Auch hier gilt:
Erlaubt ist, was schmeckt.
Und wer seinen Rooibos normalerweise nur heiß kennt, sollte die kalte Variante wirklich einmal ausprobieren.
Rooibos und der Abend
Hier kommt einer der praktischsten Punkte:
Rooibos ist koffeinfrei.
Deshalb passt er grundsätzlich gut in einen koffeinfreien Abend.
Dabei würde ich aber einen Unterschied machen zwischen:
„Rooibos enthält kein Koffein“
und
„Rooibos macht müde oder verbessert den Schlaf.“
Das sind zwei völlig unterschiedliche Aussagen.
Dass Rooibos kein Koffein enthält, lässt sich klar sagen.
Eine medizinische Wirkung auf den Schlaf würde ich ihm dagegen nicht einfach zuschreiben.
Manchmal reicht es ja auch schon, wenn man abends eine warme Tasse Tee in der Hand hält und für zehn Minuten nicht auf den Bildschirm schaut.
Das soll angeblich ebenfalls ziemlich hilfreich sein. 😉
Ist Rooibos gesund?
Hier möchte ich heute etwas vorsichtiger formulieren als in meinem älteren Artikel.
Rooibos enthält verschiedene natürliche Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole und Flavonoide.
Diese Stoffe sind wissenschaftlich interessant und werden untersucht.
Aber daraus sollte man nicht automatisch machen:
„Rooibos heilt dieses.“
Oder:
„Rooibos senkt jenes.“
Oder gar:
„Trink drei Tassen und dein Problem ist weg.“
So funktioniert Ernährung nun einmal nicht.
Ich finde es sinnvoller, Rooibos zunächst als das zu sehen, was er ganz sicher ist:
ein koffeinfreier, aromatischer und vielseitiger Aufguss.
Und wenn dazu noch interessante Pflanzenstoffe enthalten sind, umso schöner.
Mehr muss eine Tasse Tee manchmal gar nicht leisten.
Rooibos und empfindlicher Magen
Rooibos wird häufig als milder Aufguss wahrgenommen und enthält weniger Gerbstoffe als viele klassische Tees.
Deshalb empfinden manche Menschen ihn als angenehm mild.
Aber auch hier gilt:
Was der eine wunderbar verträgt, kann beim nächsten Menschen anders sein.
Deshalb würde ich nicht pauschal versprechen, dass Rooibos für jeden Menschen mit empfindlichem Magen geeignet ist.
Tee ist schließlich keine Einheitsgröße.
Rooibos für Kinder?
Da Rooibos von Natur aus koffeinfrei ist, wird er häufig als Alternative zu koffeinhaltigem Schwarz- oder Grüntee gewählt.
Bei kleinen Kindern sollte natürlich immer darauf geachtet werden, dass das Getränk nicht zu heiß ist.
Und auch bei Kindern gilt:
Tee ist eine Ergänzung und kein Ersatz für Wasser als alltägliches Getränk.
Für konkrete Fragen zur Ernährung von Säuglingen oder kleinen Kindern sollte man sich im Zweifel an Kinderarzt oder Hebamme wenden.
Rooibos in der Schwangerschaft
Auch hier gilt:
Koffeinfrei bedeutet nicht automatisch „für jeden in jeder Situation bedenkenlos“.
Wer schwanger ist, sollte bei größeren Mengen oder speziellen Fragen zur Ernährung am besten ärztlichen Rat beziehungsweise die Empfehlung der Hebamme berücksichtigen.
Für den normalen Genuss ist vor allem interessant, dass Rooibos kein Koffein enthält.
Mehr würde ich daraus nicht machen.
Denn seriöse Beratung bedeutet manchmal auch, eine Grenze zu kennen.
Welche Rooibos-Sorte passt zu mir?
Jetzt wird es praktisch.
Wenn du Rooibos bisher kaum kennst, würde ich ungefähr so anfangen:
Du magst es klassisch?
Dann probiere Rooibos natur.
Du magst Vanille und cremige Aromen?
Dann ist Rooibos Vanille / Sahne ein Kandidat.
Du magst fruchtige Tees?
Dann könnten Rhabarber Himbeere, Himbeer / Vanille oder Inselkuss interessant sein.
Du magst Sanddorn?
Dann schau dir Rooibos Sanddorn / Sahne an.
Du möchtest etwas Besonderes?
Dann darf es auch einmal eine ungewöhnlichere Mischung sein.
Genau dafür finde ich eine größere Rooibos-Auswahl schön.
Man kann sich langsam durchprobieren, ohne jedes Mal gleich eine riesige Menge kaufen zu müssen.
Meine Rooibos-Favoriten bei TeeBohne
Unsere Rooibos-Auswahl ist inzwischen ziemlich vielseitig.
Von klassisch bis ordentlich aromatisch.
Besonders interessant finde ich:
Rooibos natur
Für alle, die den eigentlichen Charakter des Rotbuschs kennenlernen möchten.
Rooibos Vanille / Sahne
Mild, cremig und wunderbar gemütlich.
Rooibos Sanddorn / Sahne
Fruchtige Sanddornnoten treffen auf die weiche Rooibos-Basis.
Rooibos Inselkuss
Fruchtiger und etwas exotischer.
Rooibos Rhabarber Himbeere
Eine schöne Kombination aus Frucht und Rooibos.
Und genau deshalb gibt es bei TeeBohne nicht nur einen Rooibos.
Geschmack ist schließlich individuell.
Wie lagere ich Rooibos richtig?
Auch Rooibos möchte vernünftig behandelt werden.
Am besten:
- trocken
- dunkel
- gut verschlossen
- möglichst luftdicht
- fern von stark riechenden Lebensmitteln
Gerade loser Tee nimmt fremde Gerüche gerne an.
Deshalb würde ich die Teedose nicht unbedingt direkt neben Knoblauch, Gewürzen oder der offenen Kaffeebohnenpackung lagern.
Tee speichert Aromen.
Leider auch die, die er gar nicht bestellt hat. 😄
Loser Rooibos oder Teebeutel?
Ich bin natürlich ein Freund von losem Tee.
Das dürfte bei einem Teehandel wie TeeBohne niemanden überraschen.
Der große Vorteil von losem Rooibos ist, dass du die Menge selbst bestimmen kannst.
Eine Tasse etwas leichter?
Weniger Tee.
Eine große Kanne für den Nachmittag?
Mehr Tee.
Und du siehst außerdem, was tatsächlich in deiner Mischung steckt.
Bei einer aromatisierten Mischung können das beispielsweise Fruchtstücke, Blüten oder andere sichtbare Zutaten sein.
Das macht Tee für mich auch ein bisschen zum Erlebnis. Hier mal ein Artikel über die Geschichte des Teebeutels
Rooibos und die verschiedenen Aromen
Eine der schönsten Eigenschaften von Rooibos ist seine Vielseitigkeit.
Die natürliche, leicht süßliche Basis harmoniert mit sehr vielen Aromen.
Besonders gut funktionieren beispielsweise:
Vanille
Warm, weich und cremig.
Früchte
Erdbeere, Himbeere, Sanddorn oder andere Fruchtnoten bringen Frische.
Karamell
Passt hervorragend zum warmen Grundcharakter des Rooibos.
Sahne
Macht die Mischung noch weicher und gemütlicher.
Gewürze
Zimt und ähnliche warme Noten können Rooibos besonders in der kalten Jahreszeit interessant machen.
Und genau hier merkt man wieder:
Rooibos ist alles andere als langweilig.
Rooibos – warm, kalt, pur oder mit Milch
Wenn mich jemand fragt, was das Besondere an Rooibos ist, würde ich wahrscheinlich genau das sagen:
Er ist unkompliziert.
Du kannst ihn morgens trinken.
Du kannst ihn nachmittags trinken.
Du kannst ihn abends trinken.
Du kannst ihn pur trinken.
Du kannst ihn aromatisiert trinken.
Du kannst ihn mit Milch trinken.
Du kannst ihn als Eistee zubereiten.
Und du brauchst keine Doktorarbeit über Ziehzeiten zu schreiben, bevor du die erste Tasse bekommst.
Das ist doch schon einmal eine ziemlich gute Voraussetzung.
Mein persönlicher TeeBohne-Blick auf Rooibos
Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Tee.
Und gerade bei Rooibos gefällt mir, dass er nicht versucht, etwas anderes zu sein.
Er ist kein Schwarztee.
Er will kein Grüntee sein.
Er braucht keine große Inszenierung.
Er ist einfach Rooibos.
Mild, unkompliziert und unglaublich vielseitig.
Und vielleicht ist genau das sein Erfolgsrezept.
Manchmal braucht man eben keinen Tee, der einem seine komplette Persönlichkeit erklären möchte.
Man möchte einfach eine gute Tasse.
Rooibos-Tee: Die wichtigsten Fragen
Ist Rooibos echter Tee?
Botanisch gesehen nein. Rooibos stammt nicht von der Teepflanze Camellia sinensis, sondern von Aspalathus linearis. Im Alltag wird er trotzdem als Rooibos-Tee oder Rotbuschtee bezeichnet.
Enthält Rooibos Koffein?
Nein. Rooibos ist von Natur aus koffeinfrei.
Kann Rooibos bitter werden?
Rooibos ist relativ tolerant bei der Ziehzeit und wird normalerweise nicht so schnell bitter wie viele klassische Tees. Bei sehr langer Ziehzeit kann der Geschmack aber natürlich intensiver werden.
Wie lange sollte Rooibos ziehen?
Als gute Orientierung gelten etwa 5 bis 8 Minuten. Bei Rooibos darf es auch einmal etwas länger sein.
Mit welcher Temperatur bereite ich Rooibos zu?
Rooibos kann mit kochendem Wasser bei etwa 100 °C aufgegossen werden.
Kann man Rooibos mit Milch trinken?
Ja. Besonders aromatisierte Sorten mit Vanille, Sahne oder Karamell harmonieren gut mit Milch.
Kann man Rooibos kalt trinken?
Ja. Rooibos eignet sich sehr gut für Eistee. Dafür kann man ihn etwas kräftiger aufbrühen und anschließend abkühlen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen rotem und grünem Rooibos?
Roter Rooibos wird oxidiert und erhält dadurch seine typische Farbe und seinen runden Geschmack. Grüner Rooibos wird nicht beziehungsweise nur sehr wenig oxidiert und schmeckt meist frischer und pflanzlicher.
Kann man Rooibos am Abend trinken?
Ja. Da Rooibos kein Koffein enthält, eignet er sich grundsätzlich auch für den Abend.
Woher kommt Rooibos?
Rooibos stammt aus Südafrika und wird vor allem in der Cederberg-Region angebaut.
Fazit: Rooibos ist ziemlich entspannt
Rooibos ist einer dieser Tees, bei denen man schnell merkt:
Es muss nicht immer kompliziert sein.
Er stammt aus Südafrika, wird aus Aspalathus linearis gewonnen, ist von Natur aus koffeinfrei und kann je nach Verarbeitung ganz unterschiedlich schmecken.
Pur ist er angenehm mild.
Aromatisiert wird er zur Spielwiese für Vanille, Früchte, Sahne, Karamell und viele andere Kombinationen.
Und genau deshalb gehört Rooibos für mich zu den Tees, die man einfach einmal ausprobiert haben sollte.
Vielleicht wird er dein neuer Abendtee.
Vielleicht landet er auf deinem Frühstückstisch.
Oder vielleicht sitzt du irgendwann mit einer Tasse Rooibos auf dem Sofa und stellst fest:
„Eigentlich ist dieser Tee ziemlich gut.“
Dann hat Rooibos alles richtig gemacht.
Und ich übrigens auch. 😉
Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße aus der TeeBohne in Einbeck
Euer Jens










1 Kommentar
Häufige Fragen aus der Community zu Rooibos-Tee
1. Für was ist Rooibos-Tee gut?
Rooibos ist vor allem ein milder, koffeinfreier Genusstee. Er enthält Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Flavonoide, die wissenschaftlich untersucht werden – daraus lässt sich aber kein “Rooibos heilt XY” ableiten. Er ist einfach eine schöne, unkomplizierte Tasse Tee.
2. Ist Rooibos-Tee ein Schwarztee?
Nein. Rooibos stammt von der Pflanze Aspalathus linearis und gehört nicht zur Teepflanze Camellia sinensis, aus der Schwarz- und Grüntee gewonnen werden.
3. Wann sollte man Rooibos-Tee trinken?
Zu jeder Tageszeit, da er kein Koffein enthält. Viele trinken ihn gerade abends gerne, weil er ohne Koffeinwirkung auskommt – das ist aber eine Frage der persönlichen Gewohnheit, kein belegter Schlafeffekt.
4. Hat Rooibos-Tee Nebenwirkungen?
Rooibos gilt allgemein als gut verträglich. Bei sehr hohem Konsum kann er bei manchen Menschen zu Magenbeschwerden führen – wie bei den meisten Lebensmitteln ist die Menge entscheidend. Wer unsicher ist, hält am besten Rücksprache mit einem Arzt.
5. Ist Rooibos-Tee gut für den Darm?
Rooibos wird oft als magenfreundlich beschrieben, weil er weniger Gerbstoffe enthält als klassischer Schwarztee. Eine direkte “Darmreinigungs”- oder Heilwirkung ist wissenschaftlich nicht belegt.
6. Ist Rooibos gesünder als schwarzer Tee?
Das lässt sich nicht pauschal sagen – beide haben unterschiedliche Eigenschaften. Rooibos punktet mit Koffeinfreiheit, Schwarztee hat andere Vorzüge. Es kommt auf die persönlichen Bedürfnisse an.
7. Wie trinkt man losen Rooibos-Tee?
1–2 Teelöffel Rooibos in einen Teefilter oder eine Teekugel geben, mit kochendem Wasser (100 °C) übergießen und etwa 5–8 Minuten ziehen lassen.
8. Welcher Rooibos-Tee ist der beste?
Das ist Geschmackssache. Wer den ursprünglichen Charakter kennenlernen will, probiert Rooibos natur; wer es cremiger oder fruchtiger mag, findet bei aromatisierten Sorten wie Vanille/Sahne oder Sanddorn/Sahne mehr Auswahl. Wichtig ist vor allem Qualität und dass keine künstlichen Aromen versteckt sind.
9. Kann man Rooibos-Tee kalt trinken?
Ja, er eignet sich gut als Eistee. Dafür etwas kräftiger aufbrühen, abkühlen lassen und über Eis servieren – z. B. mit Zitrone, Orange oder frischer Minze.
10. Ist Rooibos für Kinder geeignet?
Da er koffeinfrei ist, wird er oft als Alternative zu Schwarz- oder Grüntee gewählt. Bei kleinen Kindern sollte das Getränk nicht zu heiß serviert werden. Für konkrete Fragen lohnt sich eine Rücksprache mit Kinderarzt oder Hebamme.