Tee in Deutschland: Teekultur, Sorten & beliebte Tees

Tee in Deutschland: Eine Übersicht

Jens Thume · Aktualisiert: · 8 Min. Lesezeit

Tee in Deutschland – Teekultur, beliebte Sorten und ein Blick in unsere Tassen

Tee gehört in Deutschland einfach dazu.

Nicht unbedingt morgens um sechs Uhr mit einer großen Zeremonie und einer 17-teiligen Teekanne. 😄

Manchmal ist es einfach eine Tasse Früchtetee am Nachmittag.

Ein kräftiger Schwarztee zum Frühstück.

Ein grüner Tee nach dem Essen.

Oder abends ein Rooibos, wenn Kaffee jetzt wirklich keine gute Idee mehr wäre.

Und dann gibt es natürlich noch Ostfriesland.

Dort wird Tee nicht einfach nur getrunken.

Dort wird Tee zelebriert.

Aber wie sieht die Teekultur eigentlich in Deutschland insgesamt aus?

Welche Tees trinken wir besonders gerne? Warum greifen viele Menschen zu Kräuter- und Früchtetees? Und warum ist Tee trotz seiner langen Geschichte längst kein langweiliges Getränk?

Schauen wir uns das einmal genauer an.

☕ Tee ist in Deutschland mehr als nur Schwarztee

Wenn wir in Deutschland von „Tee“ sprechen, meinen wir längst nicht ausschließlich Tee aus der Teepflanze.

Botanisch betrachtet stammen echter Tee und damit beispielsweise Schwarztee, Grüntee, Weißtee und Oolong von der Teepflanze Camellia sinensis.

Im Alltag landen aber auch Kräuter- und Früchtetees unter dem großen Begriff Tee.

Und genau das macht die deutsche Teewelt so abwechslungsreich.

Denn zwischen einem kräftigen Assam, einem feinen Darjeeling, einem aromatischen Früchtetee und einem milden Rooibos liegen geschmacklich Welten.

Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum Tee so viele unterschiedliche Menschen erreicht.

Für fast jeden Geschmack gibt es irgendwo eine passende Tasse.

🌿 Welche Tees trinken die Deutschen?

Eine einzige Lieblingssorte für ganz Deutschland gibt es natürlich nicht.

Die Vorlieben unterscheiden sich nach Region, Alter, Jahreszeit und ganz schlicht nach persönlichem Geschmack.

Klassiker sind unter anderem:

  • Schwarztee – kräftig, würzig und ideal für Frühstück oder Nachmittag

  • Grüntee – von mild und frisch bis herb und intensiv

  • Früchtetee – fruchtig, aromatisch und besonders beliebt heiß oder kalt

  • Kräutertee – beispielsweise mit Pfefferminze, Kamille oder verschiedenen Kräutermischungen

  • Rooibos – mild, aromatisch und von Natur aus koffeinfrei

  • Weißtee – meist besonders fein und zurückhaltend

  • Oolong – geschmacklich zwischen Grün- und Schwarztee angesiedelt

Dazu kommen unzählige aromatisierte Mischungen.

Und genau da wird es für uns bei TeeBohne besonders interessant.

Denn wenn jemand sagt:

„Ich mag Tee, aber bitte nicht so langweilig.“

… dann ist die Auswahl plötzlich riesig. 😂

Vanille.

Sanddorn.

Sahne.

Frucht.

Gewürze.

Karamell.

Blüten.

Die Welt der aromatisierten Tees ist mittlerweile unglaublich vielfältig.

🍓 Warum sind Früchtetee und Kräutertee so beliebt?

Ein Grund ist ganz einfach:

Geschmack.

Ein Früchtetee kann wunderbar intensiv nach Beeren, Apfel, Hibiskus oder anderen Zutaten schmecken.

Kräutermischungen können frisch, würzig oder mild wirken.

Und viele dieser Aufgüsse kommen ganz ohne Koffein aus.

Das macht sie für viele Menschen interessant, die abends noch eine Tasse trinken möchten.

Wichtig ist dabei eine kleine Unterscheidung:

Nicht alles, was im Teeregal liegt, ist botanisch gesehen Tee.

Rooibos stammt beispielsweise nicht von der Teepflanze.

Früchtetee ebenfalls nicht.

Trotzdem gehören beide für uns natürlich zur großen Welt des Teegenusses.

Und ganz ehrlich:

Wenn jemand gemütlich mit seiner Tasse Rooibos auf dem Sofa sitzt, muss man ihm jetzt auch nicht unbedingt erklären, dass er gerade streng genommen gar keinen „echten Tee“ trinkt. 😉

🇩🇪 Deutschland und seine besondere Teeregion

Wenn man über Tee in Deutschland spricht, kommt man an einer Region kaum vorbei:

Ostfriesland.

Hier besitzt das Teetrinken eine ganz eigene Tradition.

Die typische ostfriesische Teezeremonie gehört seit 2016 zum Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

Und wer einmal gesehen hat, wie eine ostfriesische Tasse Tee zubereitet wird, versteht auch schnell, warum.

Da wären zunächst die kräftige Ostfriesenmischung und die Teekanne.

Dann kommt der Kluntje – der große Kandiszucker.

Und anschließend die Sahne.

Nicht einfach wild umrühren.

Nein.

Die Sahne wird vorsichtig auf den Tee gegeben und bildet die berühmte Wulkje, also die kleine Sahnewolke.

Das Ergebnis ist nicht einfach irgendein Tee mit Zucker und Milch.

Es ist ein kleines Stück ostfriesische Kultur.

Mehr über diese Tradition haben wir auch in unserem Beitrag „Teetrinken in Ostfriesland: Eine tief verwurzelte Tradition“ beschrieben.

🫖 Warum trinken wir eigentlich Tee?

Das Schöne am Tee ist:

Es gibt nicht den einen Grund.

Manche trinken Tee wegen des Geschmacks.

Andere verbinden damit eine Pause.

Für viele gehört eine Tasse Tee zum Frühstück.

Andere trinken ihn am Nachmittag.

Und wieder andere haben ihren festen Abendtee.

Das kann ein Kräutertee sein, ein Rooibos oder eine Früchteteemischung.

Tee kann also ganz unterschiedliche Rollen übernehmen.

Getränk, Genuss, Ritual und kleine Auszeit.

Und wahrscheinlich ist genau das ein wichtiger Teil seiner Beliebtheit.

🌱 Tee muss nicht kompliziert sein

Manchmal wird rund um Tee ziemlich viel Fachwissen aufgebaut.

Wassertemperatur.

Ziehzeit.

Dosierung.

Wasserqualität.

Aufguss.

Erntezeit.

First Flush.

Second Flush.

Und natürlich noch ungefähr 37 weitere Begriffe, die man sich merken könnte. 😄

Das alles kann spannend sein.

Aber für den Alltag gilt zunächst einmal:

Guter Tee muss vor allem richtig zubereitet werden und dir schmecken.

Gerade beim Grüntee kann beispielsweise eine zu hohe Wassertemperatur schnell zu einem unangenehm herben Geschmack führen.

Bei Schwarztee darf es dagegen meist etwas heißer sein.

Und bei Kräuter- und Früchtetees spielen wiederum andere Aspekte eine Rolle.

Wenn du mehr über die richtige Zubereitung erfahren möchtest, findest du bei TeeBohne verschiedene Ratgeber rund um Ziehzeit, Temperatur und Dosierung.

🟢 Grüner Tee in Deutschland

Grüner Tee hat in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen.

Und das völlig zu Recht.

Denn geschmacklich hat Grüntee unglaublich viel zu bieten.

Von mild und frisch bis kräftig und herb.

Japanische Sorten wie Sencha, Gyokuro und Matcha unterscheiden sich deutlich voneinander.

Auch chinesische Grüntees bringen wieder andere Charaktere mit.

Und dann gibt es noch aromatisierte Grüntees.

Zum Beispiel mit Früchten oder cremigen Aromen.

Gerade für Menschen, denen klassischer Grüntee zunächst etwas zu herb erscheint, können solche Mischungen ein interessanter Einstieg sein.

Wichtig ist aber immer:

Grüner Tee ist nicht automatisch bitter.

Sehr häufig liegt es schlicht an der Zubereitung.

Zu heißes Wasser.

Zu lange Ziehzeit.

Zu viel Tee.

Schon kann aus einer eigentlich feinen Tasse schnell ein kleines Herbheits-Abenteuer werden. 😂

🍂 Schwarztee – der Klassiker

Schwarztee gehört zu den bekanntesten Teesorten überhaupt.

Assam.

Darjeeling.

Ceylon.

English Breakfast.

Earl Grey.

Jede Sorte und Mischung kann einen ganz eigenen Charakter entwickeln.

Ein kräftiger Assam passt beispielsweise wunderbar zum Frühstück.

Ein feiner Darjeeling kann deutlich leichter und eleganter wirken.

Und ein Earl Grey bringt durch das Bergamotte-Aroma wieder eine ganz andere Richtung ins Spiel.

Das ist auch der Grund, warum wir nicht einfach sagen würden:

„Schwarztee ist Schwarztee.“

Das wäre ungefähr so, als würde man sagen:

„Kaffee ist Kaffee.“

Kann man machen.

Hilft aber niemandem wirklich weiter. 😄

🌸 Aromatisierter Tee – von klassisch bis überraschend

Aromatisierte Tees gehören inzwischen fest zum Teesortiment.

Dabei werden verschiedene Teebasen mit Aromen und Zutaten kombiniert.

So entstehen Mischungen, die beispielsweise fruchtig, cremig, würzig oder süßlich wirken können.

Gerade hier merkt man, wie breit die Geschmackswelt von Tee geworden ist.

Wer klassischen Schwarz- oder Grüntee liebt, findet seine Lieblingsmischung.

Wer lieber etwas Fruchtiges trinkt, ebenfalls.

Und wer sagt:

„Ich möchte einen Tee, der ein bisschen nach Dessert schmeckt.“

… wird wahrscheinlich ebenfalls fündig.

🧊 Tee wird auch kalt getrunken

Tee ist übrigens längst nicht mehr nur ein Heißgetränk.

Gerade im Sommer wird Eistee immer interessanter.

Und selbstgemachter Eistee hat einen großen Vorteil:

Du entscheidest selbst, was hineinkommt.

Früchtetee.

Grüntee.

Schwarztee.

Zitrone.

Beeren.

Minze.

Eiswürfel.

Schon wird aus einer klassischen Tasse Tee ein völlig anderes Getränk.

Wenn du Eistee selbst ausprobieren möchtest, findest du bei TeeBohne auch einen ausführlichen Ratgeber mit Rezepten und Tipps.

🌍 Deutschland baut Tee kaum selbst an – und trotzdem ist Tee hier zu Hause

Die klassische Teepflanze benötigt bestimmte klimatische Bedingungen.

Deshalb kommt der überwiegende Teil unseres Tees aus traditionellen Anbaugebieten.

China.

Indien.

Sri Lanka.

Japan.

Kenia.

Und viele weitere Regionen.

Deutschland ist kein bedeutendes Land für den kommerziellen Teeanbau.

Trotzdem hat Tee hier längst seine eigene Geschichte geschrieben.

Das sieht man besonders deutlich an Ostfriesland.

Und genau das macht Tee eigentlich so faszinierend:

Er kommt aus vielen Teilen der Welt – und entwickelt in jedem Land seine eigene Trinkkultur.

❤️ Was TeeBohne an Tee besonders spannend findet

Für uns ist Tee nicht einfach eine Produktkategorie im Onlineshop.

Wir beschäftigen uns schon seit vielen Jahren mit Tee.

Und dabei merkt man schnell:

Menschen suchen selten nach „dem besten Tee“.

Sie suchen nach ihrem Tee.

Jemand möchte einen kräftigen Schwarztee.

Jemand anderes sucht einen milden Rooibos für den Abend.

Der nächste möchte einen fruchtigen Tee für den Sommer.

Und wieder jemand fragt:

„Habt ihr einen Grüntee, der nicht so bitter ist?“

Genau solche Fragen sind spannend.

Denn Teeberatung bedeutet nicht, jemandem vorzuschreiben, was er trinken soll.

Es geht darum, herauszufinden:

Was magst du eigentlich?

Fruchtig?

Würzig?

Mild?

Kräftig?

Cremig?

Herb?

Oder am besten alles ein bisschen? 😄

☕ Tee in Deutschland – eine ziemlich bunte Angelegenheit

Wenn man sich die deutsche Teekultur genauer anschaut, merkt man schnell:

Es gibt nicht die eine deutsche Art, Tee zu trinken.

Es gibt die ostfriesische Teekultur.

Den klassischen Frühstücks-Schwarztee.

Den grünen Tee am Nachmittag.

Den Früchtetee im Sommer.

Den Kräutertee am Abend.

Den Rooibos auf dem Sofa.

Den Eistee im Garten.

Und natürlich unzählige persönliche Rituale.

Vielleicht ist genau das die Stärke von Tee.

Er muss sich nicht auf eine einzige Rolle festlegen.

Er kann kräftig sein.

Er kann mild sein.

Er kann fruchtig sein.

Er kann schlicht sein.

Und manchmal ist eine Tasse Tee einfach genau das, was man gerade braucht.

🍵 Fazit

Tee in Deutschland ist eine Mischung aus Tradition, Vielfalt und ganz persönlichen Vorlieben.

Von Schwarztee und Grüntee über Kräuter- und Früchtetees bis hin zu Rooibos und aromatisierten Mischungen reicht die Auswahl inzwischen weit über den klassischen Teebeutel hinaus.

Besonders Ostfriesland zeigt, wie tief Tee in einer regionalen Kultur verwurzelt sein kann.

Aber letztlich braucht es gar keine große Zeremonie.

Manchmal reicht eine Tasse, ein bisschen Ruhe und fünf Minuten Zeit.

Und wenn der Tee dann auch noch richtig gut schmeckt?

Dann hat man eigentlich schon alles richtig gemacht. ❤️🍵

Jens von TeeBohne

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