Tasse entkoffeinierter Kaffee auf einem Holztisch, daneben Kaffeebohnen . Sanfte Morgenstimmung mit warmem Licht

Entkoffeinierter Kaffee ohne Chemie – gesund und sicher

Jens Thume · Aktualisiert: · 17 Min. Lesezeit

Entkoffeinierter Kaffee ohne Chemie? Was wirklich dahintersteckt

Kaffee ohne Koffein?

Da fragt man sich doch erstmal:

Warum sollte man Kaffee trinken, wenn der Kaffee gar nicht mehr richtig wach machen soll? 😂

Ganz einfach:

Weil Kaffee eben nicht nur Koffein ist.

Kaffee ist Duft.
Kaffee ist Geschmack.
Kaffee ist die erste Tasse am Morgen.
Kaffee ist die kleine Pause am Nachmittag.

Und manchmal möchte man genau das alles haben – nur eben mit deutlich weniger Koffein.

Vielleicht möchtest du abends noch eine Tasse trinken. Vielleicht bekommst du von normalem Kaffee irgendwann Herzklopfen oder bist nach einer Tasse um 20 Uhr plötzlich bis Mitternacht hellwach.

Oder du sagst einfach:

„Ich liebe Kaffee. Aber den Wachmacher brauche ich heute nicht mehr.“

Dann kommt entkoffeinierter Kaffee ins Spiel.

Und weil ich das Wort „entkoffeiniert“ immer ein bisschen sperrig finde, nenne ich ihn einfach:

☕ Bleifrei.

Keine Angst – natürlich enthält Kaffee kein Blei. 😂

Das ist nur mein persönlicher Ausdruck für Kaffee, bei dem der große Koffein-Wachmacher weitgehend aus der Bohne entfernt wurde.

Aber was passiert dabei eigentlich?

Ist entkoffeinierter Kaffee wirklich komplett koffeinfrei?

Wie wird das Koffein entfernt?

Was bedeutet „ohne Chemie“ überhaupt?

Ist Decaf gesund?

Kann man ihn abends trinken?

Und schmeckt er überhaupt noch nach richtigem Kaffee?

Genau darum geht es hier.

Wissenschaftliche Infografik im Hochformat zum Thema ‚Entkoffeinierter Kaffee: ohne Chemie?‘. Die Grafik erklärt sachlich die verschiedenen Entkoffeinierungsverfahren (Wasserbasiert, Kohlendioxid/CO₂, Ethylacetat, Dichlormethan), beleuchtet den Mythos des Begriffs ‚ohne Chemie‘ und zeigt die Prozesse hinter den Verfahren von TeeBohne Einbeck

Das Wichtigste über entkoffeinierten Kaffee auf einen Blick

Frage Die kurze Antwort
Ist entkoffeinierter Kaffee komplett koffeinfrei? Nein. Ein kleiner Rest Koffein darf enthalten sein.
Wie viel Koffein bleibt übrig? Bei entkoffeiniertem Röstkaffee höchstens 0,1 % bezogen auf die Trockenmasse. (Gesetze im Internet)
Wie wird Kaffee entkoffeiniert? Je nach Verfahren unter anderem mit CO₂, Wasser oder bestimmten Lösungsmitteln.
Wie wird der Arabica-Kaffee unseres Rösters entkoffeiniert? Langen Kaffee beschreibt für seine BIO-Arabica-Kaffees ein Verfahren mit flüssigem CO₂ bzw. natürlicher Quellkohlensäure. (Langen Kaffee)
Ist „ohne Chemie“ eine gute Bezeichnung? Eigentlich nicht. Der Begriff ist zu ungenau.
Kann man Decaf abends trinken? Für viele Menschen ist er eine gute Möglichkeit, die Koffeinaufnahme am Abend deutlich zu reduzieren.
Schmeckt entkoffeinierter Kaffee anders? Das kann sein. Sorte, Röstung und Verfahren beeinflussen den Geschmack.
Ist Decaf automatisch gesünder? Nein. Der wesentliche Unterschied ist der deutlich geringere Koffeingehalt.

Was bedeutet eigentlich entkoffeinierter Kaffee?

Eine Kaffeebohne enthält von Natur aus Koffein.

Das gehört zur Kaffeepflanze genauso dazu wie viele andere natürliche Inhaltsstoffe.

Wenn Kaffee entkoffeiniert wird, wird das Koffein aus dem grünen Rohkaffee entfernt.

Also aus den noch ungerösteten Bohnen.

Erst danach wird der Kaffee wieder getrocknet und anschließend geröstet.

Das ist wichtig, denn die Bohne wird nicht einfach fertig geröstet und anschließend irgendwie „koffeinfrei gemacht“.

Der entscheidende Schritt passiert vor der Röstung.

Und hier wird es interessant:

Es gibt nämlich mehrere Verfahren, mit denen das Koffein aus dem Rohkaffee herausgelöst werden kann.


Ist entkoffeinierter Kaffee wirklich koffeinfrei?

Nein.

Das ist wahrscheinlich die wichtigste Information überhaupt.

Entkoffeinierter Kaffee ist nicht dasselbe wie ein Produkt mit garantiert 0,0 % Koffein.

Nach der deutschen Kaffee-Verordnung darf entkoffeinierter Röstkaffee höchstens 1 Gramm Koffein pro Kilogramm Kaffeetrockenmasse enthalten – also 0,1 %. (Gesetze im Internet)

Das klingt erstmal vielleicht nach viel.

Ist es aber nicht.

Denn der überwiegende Teil des ursprünglich enthaltenen Koffeins wird entfernt.

Deshalb ist „entkoffeiniert“ eigentlich die bessere Vorstellung:

Nicht komplett ohne Koffein – sondern mit sehr viel weniger Koffein.

Und das ist auch der Grund, warum wir bei TeeBohne lieber sauber formulieren als einfach „100 % koffeinfrei“ zu schreiben.


Warum wird Kaffee überhaupt entkoffeiniert?

Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach:

Weil Menschen Kaffee lieben, aber nicht unbedingt Koffein brauchen.

Dafür gibt es viele Gründe.

Manche möchten ihren Koffeinkonsum reduzieren.

Andere reagieren empfindlich auf Koffein.

Manche möchten nachmittags noch Kaffee trinken.

Und wieder andere wollen nach dem Abendessen noch eine gemütliche Tasse genießen.

Denn seien wir ehrlich:

Wenn du um 20 Uhr einen normalen Kaffee trinkst und um 23:30 Uhr immer noch hellwach bist, kann man sich irgendwann schon fragen:

„War das jetzt wirklich nötig?“ 😂

Mit entkoffeiniertem Kaffee gibt es zumindest eine Alternative mit deutlich weniger Koffein.


Wie wird Kaffee entkoffeiniert?

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil.

Denn entkoffeiniert ist nicht gleich entkoffeiniert.

Je nach Kaffee und Hersteller können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • CO₂-Verfahren

  • wasserbasierte Verfahren

  • Verfahren mit Lösungsmitteln

Und deshalb ist die Frage:

„Wie wurde dieser Kaffee entkoffeiniert?“

viel sinnvoller als:

„Ist der Kaffee ohne Chemie?“

Denn „ohne Chemie“ ist kein besonders genauer Fachbegriff.

Wissenschaftliche Vergleichs-Infografik im Hochformat (1000x1500 px) mit dem Titel ‚4 Wege zum entkoffeinierten Kaffee‘. Die Grafik stellt die vier industriellen Entkoffeinierungsverfahren (Wasserverfahren, CO2-Verfahren, Ethylacetat-Verfahren und Dichlormethan-Verfahren) übersichtlich mit Prozessschritten, chemischen Formeln und einer Methoden-Übersicht für TeeBohne Einbeck gegenüber

Das CO₂-Verfahren: Wie funktioniert das?

Bei den entsprechenden BIO-Arabica-Kaffees von Langen Kaffee, unserem Röster, wird nach dessen Angaben natürliche Quellkohlensäure beziehungsweise flüssiges Kohlendioxid eingesetzt.

Und nein:

Da wird nicht einfach Mineralwasser über die Kaffeebohnen gekippt. 😂

Das Verfahren ist natürlich etwas komplizierter.

Der grüne Rohkaffee wird zunächst mit Wasser auf einen höheren Feuchtegehalt gebracht.

Anschließend kommen die Bohnen in einen Extraktionsbehälter.

Dort werden sie unter hohem Druck mit flüssigem Kohlendioxid behandelt.

Das CO₂ löst dabei das Koffein aus den Kaffeebohnen.

Dieser Vorgang wird wiederholt, bis die Bohnen weitgehend vom Koffein befreit sind.

Anschließend werden die Bohnen wieder auf ihre ursprüngliche Feuchtigkeit getrocknet.

Erst danach werden sie geröstet. 

Das ist übrigens genau die Art von Information, die ich persönlich viel interessanter finde als einen großen Werbespruch.

Denn statt einfach zu sagen:

„Ohne Chemie!“

können wir erklären:

„So wird der Kaffee entkoffeiniert.“

Das ist nachvollziehbar.

Und ehrlich.


Aber ist CO₂ nicht auch Chemie?

Jetzt könnte natürlich jemand sagen:

„Moment mal, CO₂ ist doch eine chemische Verbindung!“

Und ja – natürlich.

Deshalb ist „ohne Chemie“ streng genommen keine sinnvolle wissenschaftliche Bezeichnung.

Wasser ist Chemie.

Koffein ist Chemie.

Kohlendioxid ist Chemie.

Die Kaffeebohne selbst besteht aus einer Vielzahl chemischer Verbindungen.

Wenn jemand allerdings sagt:

„Ich möchte keinen Kaffee, bei dessen Entkoffeinierung klassische Lösungsmittel verwendet werden.“

dann ist ziemlich klar, was gemeint ist.

Und genau deshalb finde ich die sachliche Erklärung besser.

CO₂-Verfahren.

Fertig.

Da weiß jeder, woran er ist.


Und was ist mit Lösungsmitteln?

Es gibt auch Entkoffeinierungsverfahren, bei denen Lösungsmittel eingesetzt werden.

Langen Kaffee beschreibt beispielsweise für Robusta-Kaffee Verfahren mit Ethylacetat oder Methylenchlorid. Der Röster weist gleichzeitig darauf hin, dass Anwendung, Reinheit und mögliche Rückstände in Europa streng reguliert werden. (Langen Kaffee)

Das ist ein wichtiger Punkt.

Denn im Internet liest man schnell:

„Chemisches Lösungsmittel = gefährlich!“

So einfach ist es nicht.

Für Lebensmittel gelten entsprechende gesetzliche Anforderungen und Grenzwerte.

Man muss also nicht mit Angst arbeiten.

Wenn jemand trotzdem sagt:

„Ich möchte lieber einen Kaffee, der mit CO₂ entkoffeiniert wurde.“

ist das vollkommen legitim.

Aber wir sollten daraus nicht automatisch machen:

„Alle anderen Verfahren sind gefährlich.“

Das wäre nicht seriös.

Wasserbasierte Verfahren

Daneben gibt es wasserbasierte Verfahren. Bekannt ist beispielsweise das Swiss-Water-Verfahren, bei dem Wasser und ein Kohlenstofffilter zur Entfernung des Koffeins eingesetzt werden.

Wichtig: Nicht jeder entkoffeinierte Kaffee mit einem wasserbasierten Verfahren wird automatisch nach dem Swiss-Water-Verfahren hergestellt. Deshalb sollte man immer auf die konkrete Angabe des Herstellers schauen.


Arabica und Robusta – warum das beim Entkoffeinieren eine Rolle spielt

Hier wird es besonders interessant.

Arabica und Robusta sind nicht identisch.

Robusta enthält im Allgemeinen mehr Koffein und besitzt außerdem eine andere Struktur und Dichte als Arabica. Genau deshalb beschreibt Langen Kaffee unterschiedliche Verfahren für seine Arabica- und Robusta-Kaffees. 

Bei den entsprechenden Arabica-Kaffees kommt das CO₂-Verfahren zum Einsatz.

Bei Robusta werden laut Röster Lösungsmittel wie Ethylacetat oder Methylenchlorid verwendet. (Langen Kaffee)

Das zeigt sehr schön:

Man kann nicht einfach sagen: „Entkoffeinierter Kaffee wird immer so hergestellt.“

Das Verfahren hängt vom jeweiligen Produkt ab.


Was bedeutet also „entkoffeinierter Kaffee ohne Chemie“?

Das ist genau genommen eine etwas unglückliche Suchphrase.

Aber wir verstehen natürlich, was die Menschen wissen möchten.

Sie fragen:

Wie bekomme ich einen entkoffeinierten Kaffee, bei dessen Herstellung ich mich mit möglichst wenig klassischen Lösungsmitteln beschäftigen muss?

Wenn du genau darauf Wert legst, solltest du beim Kauf auf das konkrete Entkoffeinierungsverfahren schauen.

Bei den entsprechenden Arabica-Kaffees unseres Rösters wird dafür das CO₂-Verfahren beschrieben. (Langen Kaffee)

Das ist viel aussagekräftiger als ein großes:

„100 % chemiefrei!“


Ist entkoffeinierter Kaffee gesund?

Hier müssen wir einen Gang zurückschalten.

Denn genau an dieser Stelle werden im Internet gerne die größten Versprechen gemacht.

„Entkoffeinierter Kaffee ist gesund.“

„Decaf schützt das Herz.“

„Decaf schützt die Leber.“

„Decaf verhindert Diabetes.“

Solche Aussagen sind für einen seriösen Ratgeber viel zu pauschal.

Entkoffeinierter Kaffee ist nicht automatisch gesund.

Und normaler Kaffee ist nicht automatisch ungesund.

Der wesentliche Unterschied besteht zunächst einmal darin, dass beim entkoffeinierten Kaffee der größte Teil des Koffeins entfernt wurde.

Kaffee enthält daneben zahlreiche andere natürliche Inhaltsstoffe.

Die DGE weist beispielsweise darauf hin, dass Kaffee und Tee ungesüßt zur Flüssigkeitszufuhr beitragen können und natürliche Inhaltsstoffe wie Koffein beziehungsweise Theobromin enthalten. (DGE)

Aber aus einer Tasse Kaffee müssen wir kein Gesundheitsprodukt machen.

Kaffee darf einfach Kaffee sein.


Enthält entkoffeinierter Kaffee noch Antioxidantien?

Ja, die Entkoffeinierung entfernt nicht einfach sämtliche Bestandteile der Kaffeebohne.

Kaffee enthält verschiedene natürliche Verbindungen, darunter Polyphenole und andere Inhaltsstoffe.

Welche Mengen letztlich im fertigen Getränk landen, hängt unter anderem von Sorte, Röstung und Zubereitung ab.

Deshalb würde ich nicht schreiben:

„Decaf ist eine Antioxidantien-Bombe.“

Das klingt zwar toll.

Ist aber nicht nötig.

Wir wollen lieber erklären, was wir wirklich wissen.


Wie wirkt sich entkoffeinierter Kaffee auf den Blutdruck aus?

Auch das ist eine häufige Frage.

Koffein kann kurzfristig den Blutdruck beeinflussen.

Wie stark das bei einer Person ausfällt, ist unterschiedlich.

Wenn der Kaffee deutlich weniger Koffein enthält, fällt entsprechend auch der Koffeinanteil weg, der für diesen kurzfristigen Effekt verantwortlich sein kann.

Aber:

Entkoffeinierter Kaffee ist kein Blutdrucksenker.

Das sollten wir klar voneinander trennen.

Wer Blutdruckprobleme hat oder Medikamente einnimmt, sollte seinen Kaffeekonsum individuell mit dem behandelnden Arzt besprechen.


Kann entkoffeinierter Kaffee beim Schlafen helfen?

Hier muss man ebenfalls genau formulieren.

Decaf ist kein Schlafmittel.

Aber:

Weniger Koffein kann bedeuten, dass Kaffee den Schlaf weniger stark beeinflusst.

Die EFSA weist darauf hin, dass Koffein bei manchen Erwachsenen bereits bei einer Aufnahme von 100 mg die Schlafdauer und das Schlafmuster beeinflussen kann, insbesondere wenn es kurz vor dem Schlafengehen konsumiert wird. (European Food Safety Authority)

Wenn du also abends gerne Kaffee trinkst, kann entkoffeinierter Kaffee eine interessante Alternative sein.

Aber auch hier gilt:

Entkoffeiniert bedeutet nicht 0,0 Koffein.

Wer sehr empfindlich ist, sollte das berücksichtigen.


Kann man abends noch entkoffeinierten Kaffee trinken?

Für viele Menschen:

Ja.

Und genau dafür finde ich Decaf ziemlich praktisch.

Nachmittags Kaffee?

Kein Problem.

Nach dem Abendessen noch eine Tasse?

Kann ebenfalls gut funktionieren.

Aber jeder Mensch reagiert anders.

Wenn du selbst nach einer kleinen Menge Koffein schlecht schläfst, solltest du auch bei entkoffeiniertem Kaffee darauf achten, wie dein Körper reagiert.

Denn:

„Bleifrei“ heißt nicht „Koffein = 0“. 😂


Was ist der Unterschied zwischen koffeinfrei und entkoffeiniert?

Hier herrscht gerne etwas Verwirrung.

Im Alltag sagen viele Menschen:

koffeinfreier Kaffee

oder

entkoffeinierter Kaffee

und meinen dasselbe.

Entscheidend ist:

Entkoffeinierter Kaffee darf noch einen kleinen Rest Koffein enthalten.

Nach der deutschen Kaffee-Verordnung liegt die Grenze für entkoffeinierten Röstkaffee bei höchstens 0,1 % Koffein bezogen auf die Trockenmasse. 

Deshalb solltest du nicht erwarten, dass jede Tasse Decaf garantiert absolut 0,0 mg enthält.


Schmeckt entkoffeinierter Kaffee anders?

Jetzt kommen wir zu einer Frage, die wahrscheinlich jeden Kaffeetrinker mehr interessiert als zehn Tabellen zusammen:

Schmeckt der überhaupt? 😂

Ja.

Ein guter entkoffeinierter Kaffee kann richtig gut schmecken.

Allerdings kann die Entkoffeinierung Einfluss auf den Geschmack haben.

Welche Aromen am Ende in der Tasse landen, hängt unter anderem ab von:

  • der Kaffeebohne

  • der Herkunft

  • Arabica oder Robusta

  • der Röstung

  • dem Entkoffeinierungsverfahren

  • dem Mahlgrad

  • der Zubereitung

Langen Kaffee schreibt selbst, dass der Geschmack je nach Sorte und Entkoffeinierungsverfahren variieren kann, aber in der Regel dem normalen Kaffee sehr ähnlich sein kann. (Langen Kaffee)

Und genau darum geht es:

Weniger Koffein bedeutet nicht automatisch weniger Genuss.


Welcher entkoffeinierte Kaffee ist sehr gut?

Das ist natürlich eine Geschmacksfrage.

Der eine möchte einen milden Arabica.

Der nächste mag kräftigen Espresso.

Der dritte möchte seinen Kaffee am liebsten mit Vanille, Haselnuss oder Karamell.

Deshalb gibt es nicht den einen besten entkoffeinierten Kaffee für alle.

Besser ist die Frage:

Welcher Kaffee passt zu meinem Geschmack und meiner Zubereitung?

Und da wird es interessant.


Entkoffeinierter Kaffee für klassische Kaffeetrinker

Wer einfach eine ganz normale Tasse Kaffee möchte, ist mit einem klassischen entkoffeinierten Arabica gut aufgehoben.

Hier steht nicht irgendein zusätzliches Aroma im Vordergrund.

Es geht einfach um:

Kaffee.

Eine Tasse am Nachmittag.

Eine Tasse zum Kuchen.

Oder abends noch eine gemütliche Runde.

Und genau da darf mein „bleifrei“ wieder ran:

Kaffee bleibt Kaffee. Nur eben mit deutlich weniger Koffein. ☕😉


Entkoffeinierter Kaffee für Aroma-Fans

Und dann gibt es natürlich noch die andere Fraktion.

Diejenigen, die sagen:

„Kaffee ist schön. Aber ein bisschen Vanille, Karamell oder Haselnuss darf ruhig auch dabei sein.“

Auch dafür gibt es entkoffeinierte Varianten.

Bei TeeBohne findest du deshalb neben klassischem entkoffeiniertem Kaffee auch eine Auswahl an aromatisierten entkoffeinierten Kaffees.

Aromatisierten entkoffeinierten Kaffee bei TeeBohne entdecken


Und was ist mit entkoffeiniertem Espresso?

Natürlich gibt es auch dafür eine Lösung.

Denn Espresso-Fans wollen schließlich nicht plötzlich auf ihre kleine Tasse verzichten.

Bei TeeBohne gibt es beispielsweise einen entkoffeinierten Espresso Classico.

Espresso Classico entkoffeiniert ansehen

Und damit sind wir wieder bei einem wichtigen Punkt:

Nicht jeder entkoffeinierte Kaffee wird nach demselben Verfahren hergestellt.

Darum sollte man immer das konkrete Produkt betrachten.


Wie viel entkoffeinierten Kaffee darf man am Tag trinken?

Hier gibt es keine magische Zahl wie:

„Drei Tassen und danach ist Schluss.“

Denn Kaffee ist nicht immer gleich Kaffee.

Die Koffeinmenge hängt unter anderem von Sorte, Menge und Zubereitung ab.

Bei entkoffeiniertem Kaffee ist sie natürlich wesentlich niedriger als bei normalem Kaffee.

Trotzdem sollte man bedenken:

Auch andere Lebensmittel und Getränke liefern Koffein.

Zum Beispiel:

  • normaler Kaffee

  • schwarzer Tee

  • grüner Tee

  • Cola

  • Energydrinks

  • Kakao

  • Schokolade

Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen als unbedenklich. Einzelne Aufnahmen bis 200 mg gelten ebenfalls als unbedenklich. (European Food Safety Authority)

Das bedeutet allerdings nicht:

„400 mg sind eine Empfehlung, die jeder täglich ausschöpfen sollte.“

Es ist eine Sicherheitsbewertung.


Und wie sieht es in der Schwangerschaft aus?

Hier sollte man besonders vorsichtig formulieren.

Die DGE empfiehlt Schwangeren, koffeinhaltige Getränke nur in moderaten Mengen zu trinken. Als Richtwert gelten bis zu 200 mg Koffein pro Tag. (DGE)

Entkoffeinierter Kaffee kann aufgrund seines sehr niedrigen Koffeingehalts eine Möglichkeit sein, die Koffeinaufnahme zu reduzieren.

Aber:

Auch Decaf ist nicht automatisch koffeinfrei.

Deshalb sollte man bei einer Schwangerschaft den gesamten Koffeinkonsum aus allen Quellen berücksichtigen.

Und wenn Unsicherheit besteht, ist der persönliche Rat von Arzt oder Hebamme immer die bessere Adresse.


Was sind die Nachteile von entkoffeiniertem Kaffee?

Natürlich hat auch Decaf keine eingebaute Glücksgarantie. 😄

1. Er ist nicht komplett koffeinfrei

Ein kleiner Rest kann enthalten sein.

2. Der Geschmack kann sich verändern

Das hängt vom Kaffee und vom Verfahren ab.

3. Nicht jedes Verfahren ist gleich

Wer Wert auf ein bestimmtes Verfahren legt, sollte sich darüber informieren.

4. Decaf ist nicht automatisch gesünder

Weniger Koffein bedeutet nicht automatisch, dass alle anderen Eigenschaften von Kaffee plötzlich gesundheitlich besser werden.

5. Man muss seinen Lieblingskaffee erst finden

Und das ist eigentlich kein richtiger Nachteil.

Denn das gilt auch für normalen Kaffee. 😂


Welcher Kaffee ist der gesündeste?

Die kurze Antwort:

Den einen „gesündesten Kaffee“ gibt es nicht.

Und ich würde auch keinem Kaffee diese Krone aufsetzen.

Entscheidend sind unter anderem:

  • wie viel du trinkst

  • wie du ihn verträgst

  • wie viel Zucker du hineinmachst

  • welche weiteren Zutaten enthalten sind

  • wie viel Koffein du insgesamt aufnimmst

Ein schwarzer Kaffee ohne Zucker ist beispielsweise etwas anderes als ein riesiger Kaffee mit Sirup, Sahne und ordentlich Zucker.

Und manchmal darf natürlich auch das völlig okay sein.

Es muss nicht jede Tasse Kaffee eine Gesundheitsprüfung bestehen.


Wie trinkt man Kaffee am gesündesten?

Ich würde es ganz einfach halten.

Weniger Zucker

Je weniger Zucker du verwendest, desto weniger zusätzlichen Zucker nimmst du auf.

Auf die Menge achten

Auch bei Kaffee gilt: Nicht alles muss literweise getrunken werden.

Auf die Uhr schauen

Wenn Koffein deinen Schlaf stört, kann Decaf am Nachmittag oder Abend interessant sein.

Kaffee nicht zur Medizin machen

Kaffee ist ein Genussmittel.

Und das darf er auch bleiben.


Kann man koffeinfreien Kaffee bedenkenlos trinken?

Für viele Menschen ist entkoffeinierter Kaffee eine unkomplizierte Möglichkeit, den Koffeinkonsum zu reduzieren.

Aber „bedenkenlos“ bedeutet nicht „für jeden Menschen in jeder Situation“.

Wer beispielsweise vollständig auf Koffein verzichten muss oder möchte, sollte bedenken, dass auch Decaf noch geringe Restmengen enthalten kann.

Und wer gesundheitliche Beschwerden hat oder Medikamente einnimmt, sollte individuelle Fragen mit medizinischem Fachpersonal klären.


Mein Tipp: Probier Decaf nicht als „Verzicht“

Das finde ich eigentlich den schönsten Gedanken an der ganzen Sache.

Viele Menschen denken:

„Entkoffeinierter Kaffee? Das ist doch Verzicht.“

Warum eigentlich?

Du verzichtest doch nicht auf Kaffee.

Du trinkst weiterhin Kaffee.

Du mahlst deine Bohnen.

Du riechst das Aroma.

Du hörst die Kaffeemaschine.

Du setzt dich hin.

Du nimmst den ersten Schluck.

Nur der Koffeinanteil ist deutlich kleiner.

Das ist doch kein Verzicht.

Das ist einfach eine andere Art, Kaffee zu genießen.


Entkoffeinierter Kaffee – für wen ist er interessant?

☕ Für den Abend

Wenn du später noch Kaffee trinken möchtest.

☕ Für den Nachmittag

Wenn du deinen Koffeinkonsum reduzieren möchtest.

☕ Für Kaffeeliebhaber

Wenn dir Geschmack wichtiger ist als der Wachmacher.

☕ Für Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren

Wenn normaler Kaffee dir zu anregend ist.

☕ Für Genießer

Wenn Kaffee für dich einfach zum gemütlichen Moment dazugehört.


Und wer braucht keinen entkoffeinierten Kaffee?

Auch das muss man sagen.

Wenn du deinen normalen Kaffee gut verträgst, gut schläfst und mit Koffein keine Probleme hast:

Dann musst du nichts ändern.

Normaler Kaffee ist nicht automatisch schlecht.

Und Decaf ist nicht automatisch besser.

Es geht darum, was zu dir passt.


Entkoffeinierter Kaffee ist kein Kaffee zweiter Klasse

Ich glaube, dieses alte Vorurteil können wir langsam verabschieden.

Ein guter Decaf muss nicht dünn schmecken.

Er muss nicht langweilig sein.

Und er muss auch nicht nach:

„Ich wollte eigentlich Kaffee, aber dann kam das Leben dazwischen“

schmecken. 😂

Die Qualität der Bohnen, die Röstung, das Verfahren und die Zubereitung spielen eine wichtige Rolle.

Und wenn diese Dinge zusammenpassen, kann eine Tasse entkoffeinierter Kaffee richtig viel Spaß machen.


Fazit: Weniger Koffein, aber weiterhin Kaffee

Entkoffeinierter Kaffee ist keine Zauberei.

Er ist auch kein Gesundheitswunder.

Und er muss sich nicht hinter großen Werbeversprechen verstecken.

Das Entscheidende ist ganz einfach:

Der größte Teil des Koffeins wird aus dem Rohkaffee entfernt.

Ein kleiner Rest bleibt möglich.

Je nach Produkt kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Bei den entsprechenden Arabica-Kaffees unseres Rösters Langen Kaffee wird das Koffein mit einem CO₂-Verfahren aus dem grünen Rohkaffee gelöst. 

Und genau deshalb würde ich bei der Frage „ohne Chemie?“ lieber ganz konkret bleiben:

Schau auf das Verfahren.

Nicht auf den Werbespruch.

Denn „ohne Chemie“ klingt zwar schön.

„Mit CO₂ entkoffeiniert“ sagt aber viel mehr aus.


❤️ Mein Jensi-Gedanke zum Schluss

Ich glaube, Kaffee ist einfach mehr als Koffein.

Es ist der Duft, wenn morgens die erste Tasse durchläuft.

Es ist das Geräusch der Kaffeemaschine.

Es ist die Tasse neben dem Frühstück.

Die kleine Pause am Nachmittag.

Oder der Moment nach dem Abendessen, wenn man eigentlich schon satt ist – aber trotzdem denkt:

„Einen Kaffee könnte ich noch.“ 😄

Und genau deshalb finde ich entkoffeinierten Kaffee ziemlich genial.

Nicht weil normaler Kaffee schlecht wäre.

Nicht weil Decaf plötzlich ein Wundermittel wäre.

Sondern weil wir die Wahl haben.

Du möchtest Koffein? Trink Kaffee.

Du möchtest weniger Koffein? Trink entkoffeinierten Kaffee.

Du möchtest abends noch eine Tasse? Dann darf es gerne bleifrei sein. 😂☕

Denn am Ende muss Kaffee keine Doktorarbeit sein.

Er muss nicht unser Leben retten.

Er muss nicht alles können.

Er muss einfach gut schmecken.

Und wenn man danach nachts nicht um halb zwölf mit offenen Augen die Zimmerdecke betrachtet, weil der Espresso um 20 Uhr vielleicht doch eine schlechte Idee war …

dann war der bleifreie Kaffee vielleicht genau die richtige Entscheidung. ❤️

Euer Jens von TeeBohne

Häufige Fragen zu entkoffeiniertem Kaffee

Ist entkoffeinierter Kaffee komplett koffeinfrei?

Nein. Entkoffeinierter Kaffee darf noch einen sehr kleinen Rest Koffein enthalten. In Deutschland darf entkoffeinierter Röstkaffee höchstens 0,1 % Koffein bezogen auf die Trockenmasse enthalten.

Warum sollte man entkoffeinierten Kaffee trinken?

Wer den Geschmack von Kaffee liebt, aber weniger Koffein aufnehmen möchte, kann zu entkoffeiniertem Kaffee greifen. Besonders am Nachmittag oder Abend kann er eine interessante Alternative sein.

Wie wird entkoffeinierter Kaffee hergestellt?

Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Es gibt unter anderem CO₂-, wasserbasierte und Lösungsmittelverfahren. Bei den entsprechenden Arabica-Kaffees unseres Rösters wird das Koffein nach dessen Angaben mit CO₂ aus dem grünen Rohkaffee gelöst.

Welcher entkoffeinierte Kaffee ist ohne Chemie?

„Ohne Chemie“ ist eigentlich keine genaue wissenschaftliche Bezeichnung. Wer ein Verfahren ohne klassische organische Lösungsmittel bevorzugt, sollte auf die konkrete Herstellungsweise achten. Für die entsprechenden Arabica-Kaffees unseres Rösters wird das CO₂-Verfahren angegeben.

Ist entkoffeinierter Kaffee gesund?

Entkoffeinierter Kaffee ist nicht automatisch gesünder als normaler Kaffee. Sein wesentlicher Unterschied ist der deutlich geringere Koffeingehalt. Wie bei jedem Lebensmittel kommt es auch auf Menge, Zubereitung und die persönliche Verträglichkeit an.

Kann man entkoffeinierten Kaffee abends trinken?

Für viele Menschen ist entkoffeinierter Kaffee am Abend eine gute Möglichkeit, den Koffeinkonsum zu reduzieren. Allerdings enthält auch Decaf noch geringe Restmengen Koffein.

Wie wirkt sich entkoffeinierter Kaffee auf den Blutdruck aus?

Da entkoffeinierter Kaffee deutlich weniger Koffein enthält, fällt auch der koffeinbedingte kurzfristige Einfluss entsprechend geringer aus. Entkoffeinierter Kaffee ist jedoch kein Blutdrucksenker.

Was sind die Nachteile von entkoffeiniertem Kaffee?

Ein kleiner Rest Koffein kann enthalten sein. Außerdem kann sich der Geschmack durch das Entkoffeinierungsverfahren verändern. Welches Ergebnis in der Tasse landet, hängt unter anderem von Bohne, Röstung und Zubereitung ab.

Was ist der Unterschied zwischen koffeinfrei und entkoffeiniert?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe häufig gleich verwendet. Entkoffeinierter Kaffee ist allerdings nicht vollständig koffeinfrei, sondern darf einen kleinen Rest Koffein enthalten.

Wie viel entkoffeinierten Kaffee darf man am Tag trinken?

Eine feste Anzahl von Tassen lässt sich nicht pauschal nennen, weil Koffeingehalt, Tassengröße und Zubereitung unterschiedlich sind. Bei entkoffeiniertem Kaffee ist die Koffeinaufnahme deutlich geringer als bei normalem Kaffee.

Welcher entkoffeinierte Kaffee ist sehr gut?

Das hängt vom persönlichen Geschmack ab. Arabica, Robusta, Röstung, Mahlgrad und Zubereitung beeinflussen den Geschmack. Deshalb gibt es nicht den einen besten entkoffeinierten Kaffee für jeden.

Kann man entkoffeinierten Kaffee bedenkenlos trinken?

Für viele Menschen ist er eine gute Möglichkeit, weniger Koffein aufzunehmen. Wer vollständig auf Koffein verzichten muss oder möchte, sollte allerdings beachten, dass entkoffeinierter Kaffee nicht zwingend 0,0 Koffein enthält.

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