Omas Hausmittel im Check: Kamillentee, Kaffee, Zitrone und alte Tee- und Kaffeeweisheiten auf dem Prüfstand.

Omas Hausmittel im Check: 10 Tee- und Kaffee-Mythen

Jens Thume · Aktualisiert: · 14 Min. Lesezeit

Omas Hausmittel im Check: 10 Tee- und Kaffee-Mythen auf dem Prüfstand ☕🍵

Hilft Kamillentee wirklich bei Bauchweh? Macht Kaffee mit Zitrone Kopfschmerzen weg? Und kann eine Prise Salz tatsächlich bitteren Kaffee retten? Wir nehmen 10 alte Tee- und Kaffeeweisheiten unter die Lupe – mit Nostalgie, Fakten und einer ordentlichen Portion Jensi-Blabla!

Na, wer kennt das noch? ❤️ Oma stand in der Küche, der Wasserkocher dampfte, irgendwo klapperte eine Tasse und für jedes Wehwehchen gab es angeblich das passende Hausmittel. Kamillentee hier, schwarzer Tee dort und Kaffee sowieso für alles, was sich nicht schnell genug aus dem Staub machte.

Aber mal ehrlich: Nur weil Oma etwas seit 40 Jahren so gemacht hat, muss es noch lange kein wissenschaftlich belegtes Wundermittel sein. Andersherum heißt das natürlich auch nicht, dass alle alten Weisheiten Quatsch sind!

Ich finde: Wir dürfen Traditionen lieben und trotzdem neugierig nachfragen. Also schnappen wir uns die Kaffeetasse, stellen den Tee bereit und schauen gemeinsam, was von den guten alten Tipps übrig bleibt. Und keine Sorge: Omas Kochbuch wird nicht verbrannt. Versprochen! 😁

1. Kamillentee gegen Bauchweh: Omas Klassiker 🍵

Du kennst das vielleicht: Der Bauch grummelt, irgendwo zwickt es und Oma sagt ganz selbstverständlich: „Kind, mach dir erst einmal einen Kamillentee!“ Und ehe du dich versiehst, steht eine dampfende Tasse auf dem Tisch.

Was ist dran?

Kamille wird traditionell bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, darunter auch Verdauungsprobleme. Der Tee ist für viele Menschen ein angenehm mildes Getränk, das sich gut in eine kleine Ruhepause einfügt. Wärme, Flüssigkeit und Entspannung können sich wohltuend anfühlen.

Allerdings muss man unterscheiden: Dass Kamille traditionell verwendet wird, bedeutet nicht automatisch, dass ihre Wirksamkeit bei jeder Art von Bauchschmerzen durch hochwertige klinische Studien belegt ist. Das US-amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health weist darauf hin, dass die wissenschaftlichen Belege für viele konkrete Anwendungen begrenzt sind.

Die Quelle zum Weiterlesen: National Center for Complementary and Integrative Health: Kamille – Nutzen und Sicherheit.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Kamillentee kann eine angenehme Begleitung sein, wenn du dich unwohl fühlst. Er ist aber kein Zaubertrank, der jede Ursache von Bauchweh beseitigt. Bei starken, anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen gehört die Ursache abgeklärt. Bei plötzlichen starken Schmerzen oder weiteren alarmierenden Beschwerden bitte nicht erst die Teekanne befragen, sondern medizinische Hilfe holen.

Omas Urteil: Nicht aus der Luft gegriffen – aber auch kein Heilversprechen.

2. Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerzen: Die saure Überraschung 🍋☕

Dieser Tipp klingt, als hätte jemand beim Frühstück aus Versehen zwei Rezepte zusammengekippt: Kaffee aufbrühen, Zitrone hineinpressen und trinken. Manche schwören darauf, dass Kopfschmerzen danach verschwinden.

Was ist dran?

Koffein kann bei bestimmten Kopfschmerzformen eine Rolle spielen. Es wird auch in einigen Schmerzmittel-Kombinationen eingesetzt. Die Wirkung ist jedoch kompliziert: Bei manchen Menschen kann Koffein helfen, bei anderen Beschwerden begünstigen. Auch regelmäßiger Konsum und ein plötzlicher Koffeinentzug können eine Rolle spielen.

Für die Kombination aus Kaffee und Zitrone gibt es dagegen keinen überzeugenden Nachweis, dass sie Kopfschmerzen zuverlässig beseitigt. Die Zitrone macht aus Kaffee jedenfalls kein wissenschaftlich bestätigtes Kopfschmerzmittel.

Eine aktuelle Übersicht zum Thema Koffein und Kopfschmerzen findest du hier: The role of caffeine in headache disorders – Fachübersicht.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Wenn du deinen Kaffee mit Zitrone magst, darfst du ihn natürlich trinken. Ich persönlich würde allerdings lieber meine Zitrone im Wasser und meinen Kaffee in der Kaffeetasse lassen. Zwei gute Dinge müssen schließlich nicht immer in derselben Tasse landen. 😁

Bei plötzlich auftretenden, ungewöhnlich heftigen Kopfschmerzen oder neurologischen Beschwerden ist sofortige medizinische Abklärung wichtig. Bei häufigen Kopfschmerzen solltest du die Ursache mit einer medizinischen Fachperson besprechen.

Omas Urteil: Koffein kann bei bestimmten Kopfschmerzen eine Rolle spielen. Kaffee mit Zitrone ist aber kein bewiesenes Allheilmittel.

3. Eine Prise Salz gegen bitteren Kaffee: Küchenzauber oder Geschmackssache? 🧂

Jetzt wird es spannend! Salz gehört für die meisten Menschen an die Kartoffeln, in die Suppe oder auf das Frühstücksei. Aber in den Kaffee? Da schaut mancher, als hätte jemand den Löffel mit dem Salzstreuer verwechselt.

Was ist dran?

Tatsächlich kann Salz die Wahrnehmung bestimmter bitterer Geschmacksnoten beeinflussen. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde gezeigt, dass Natrium bei manchen bitter schmeckenden Stoffen die wahrgenommene Bitterkeit verringern kann.

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine kräftige Ladung Salz jeden schlechten Kaffee rettet. Wie sich eine Prise Salz in einer konkreten Tasse Kaffee auswirkt, hängt unter anderem von der Menge und dem Geschmacksprofil ab. Zu viel Salz schmeckt eben salzig – und das ist bei Kaffee nicht unbedingt das Ziel.

Hier findest du eine wissenschaftliche Veröffentlichung zum Thema: Nature: Salt enhances flavour by suppressing bitterness.

Was würde ich zuerst ausprobieren?

  • Die Kaffeemenge passend zur Wassermenge dosieren.
  • Auf frisches Wasser und eine saubere Kaffeemaschine achten.
  • Die Zubereitung an die verwendete Kaffeesorte anpassen.
  • Wenn der Kaffee regelmäßig unangenehm bitter schmeckt, eine andere Sorte oder Zubereitungsart ausprobieren.

Wenn du beim Dosieren unsicher bist, hilft dir mein Beitrag „Der Kaffee ist fertig – so gelingt dir richtig guter Kaffee zu Hause“ weiter.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Eine winzige Prise Salz kann geschmacklich interessant sein. Ich würde aber erst einmal die Bohnen, Dosierung und Zubereitung überprüfen. Wenn der Kaffee schon beim Aufbrühen schlechte Laune bekommt, muss man nicht gleich den Salzstreuer zum Barista ernennen. 😉

Omas Urteil: Geschmacklich durchaus nachvollziehbar – aber kein Ersatz für guten Kaffee und eine passende Zubereitung.

4. Schwarztee bei Durchfall: Ein alter Hausmittel-Tipp 🫖

Schwarztee wurde in vielen Familien bei Magen-Darm-Beschwerden empfohlen. Eine Tasse Tee, ein bisschen Ruhe und bloß nichts Schweres essen – so sah der klassische Hausmittelplan oft aus.

Was ist dran?

Bei Durchfall ist es besonders wichtig, verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte zu ersetzen. Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten können orale Rehydratationslösungen sinnvoll sein. Sie enthalten Wasser, Salze und Glukose in einer abgestimmten Zusammensetzung.

Schwarztee kann als Getränk Teil der Flüssigkeitsaufnahme sein, ist aber keine zuverlässige Behandlung für die Ursache des Durchfalls und ersetzt bei relevantem Flüssigkeitsverlust keine geeignete Rehydratationslösung. Koffein kann außerdem für manche Menschen bei Magen-Darm-Beschwerden ungünstig sein.

Informationen zur Flüssigkeitsversorgung bei Durchfall findest du beim britischen Gesundheitsdienst: NHS: Durchfall und Erbrechen.

Wichtig: Bei Blut im Stuhl, starken Schmerzen, hohem Fieber, anhaltendem Erbrechen oder Anzeichen von Austrocknung solltest du medizinischen Rat einholen. Für Babys, kleine Kinder, ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen kann Durchfall besonders riskant werden.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Tee darf gern ein wohltuender Begleiter sein. Bei Durchfall zählt aber vor allem, dass der Körper ausreichend Flüssigkeit und die nötigen Salze zurückbekommt. Da gewinnt nicht automatisch das Getränk mit dem ältesten Familienrezept.

Omas Urteil: Als Getränk unter Umständen okay – als alleinige Behandlung bei relevantem Flüssigkeitsverlust nicht ausreichend.

5. Entwässert Kaffee den Körper? Der Dauerbrenner! 💧

„Trink nicht so viel Kaffee, der entzieht deinem Körper das Wasser!“ Diesen Satz haben vermutlich schon viele Kaffeefans gehört. Und wenn man ihn oft genug hört, klingt er irgendwann wie ein Naturgesetz.

Was ist dran?

Koffein kann die Urinproduktion steigern. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass eine normale Tasse Kaffee den Körper unterm Strich austrocknet.

Nach Angaben der Mayo Clinic kann Kaffee zur täglichen Flüssigkeitsaufnahme beitragen. Bei üblichen Koffeinmengen gleicht die Flüssigkeit im Getränk den harntreibenden Effekt in vielen Fällen weitgehend aus. Bei hohen Koffeindosen auf einmal kann der Effekt deutlicher sein, besonders bei Menschen, die Koffein nicht gewohnt sind.

Hier findest du die ausführliche Einordnung: Mayo Clinic: Entwässert Koffein?.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Nein, du musst deine Kaffeetasse nicht heimlich unter dem Tisch verstecken, damit sie dir nicht die Flüssigkeit klaut. 😁 Wasser bleibt ein prima Durstlöscher, aber moderater Kaffeegenuss zählt bei vielen Menschen durchaus zur Flüssigkeitsaufnahme.

Wer viel schwitzt, krank ist oder bereits Flüssigkeit verloren hat, sollte besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Und wie immer gilt: Die persönliche Verträglichkeit zählt.

Omas Urteil: Ein bisschen Wahrheit steckt drin, aber „Kaffee trocknet dich grundsätzlich aus“ ist zu pauschal.

6. Tee muss immer fünf Minuten ziehen: Wer hat eigentlich die Uhr gestellt? ⏱️

Fünf Minuten. Nicht vier. Nicht sechs. Fünf! Manche Teetrinker behandeln die Ziehzeit, als würde sonst die Teepolizei vor der Tür stehen.

Was ist dran?

Die passende Ziehzeit hängt von der Teesorte, der Blattgröße, der Dosierung, der Wassertemperatur und deinem persönlichen Geschmack ab. Schwarzer Tee wird häufig einige Minuten gezogen; bei anderen Teesorten können andere Empfehlungen sinnvoll sein.

Beim Schwarztee beeinflusst die Ziehzeit unter anderem, wie viele Inhaltsstoffe in den Aufguss gelangen und wie kräftig er schmeckt. Längeres Ziehen kann den Geschmack herber machen. Es gibt aber keine universelle Fünf-Minuten-Regel, die für jeden Tee und jeden Geschmack passt.

Wenn du schwarzen Tee verwendest, ist die Empfehlung auf der Verpackung ein guter Ausgangspunkt. Für Ceylon-Tee findest du weitere Hinweise in meinem Beitrag „Ceylon-Tee: Geschmack, Zubereitung und Koffein“.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Eine Uhr ist beim Tee hilfreich, aber sie muss nicht gleich die Familienherrschaft übernehmen. Probier die empfohlene Ziehzeit aus und passe sie an deinen Geschmack an. Am Ende soll dir der Tee schmecken – nicht der Sekundenzeiger. 😄

Omas Urteil: Eine feste Ziehzeit kann sinnvoll sein, aber fünf Minuten sind kein Gesetz für sämtliche Teesorten.

7. Macht Milch den Tee weniger wertvoll? 🥛🍵

Die einen trinken ihren Schwarztee schwarz wie die Nacht, die anderen geben einen Schuss Milch dazu. Und dann gibt es die Diskussion: Darf man das überhaupt? Gehen dadurch nicht sämtliche wertvollen Inhaltsstoffe verloren?

Was ist dran?

Die Wirkung von Milch auf bestimmte Inhaltsstoffe des Tees wurde wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse hängen unter anderem davon ab, welche Inhaltsstoffe betrachtet und wie sie gemessen werden. Humanstudien fanden beispielsweise nicht, dass Milch die Aufnahme bestimmter Tee-Flavonole grundsätzlich verhindert.

Die pauschale Aussage, Milch mache Tee wertlos, ist daher nicht gerechtfertigt. Gleichzeitig sollte man aus einzelnen Studien keine übertriebenen Gesundheitsversprechen ableiten. Tee ist ein Getränk und kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Magst du deinen Schwarztee mit Milch? Dann genieße ihn so. Trinkst du ihn lieber pur? Ebenfalls prima! Bei Tee geht es nicht darum, beim Frühstück eine wissenschaftliche Prüfung abzulegen. Es soll schmecken und zu dir passen. ❤️

Omas Urteil: Milch verändert den Tee – aber sie macht ihn nicht automatisch wertlos.

8. Kaffee macht immer wach: Hallo, Koffein! ☕

Der Wecker klingelt, die Augen sind noch im Nachtmodus und der erste Gedanke lautet: Kaffee! Für viele gehört die Tasse am Morgen zum festen Ritual. Aber macht Kaffee wirklich jeden Menschen zuverlässig wach?

Was ist dran?

Koffein wirkt auf das zentrale Nervensystem und kann die Wachheit steigern. Wie stark man die Wirkung bemerkt, ist jedoch individuell verschieden. Unter anderem spielen die aufgenommene Menge, die Gewöhnung an Koffein, die Schlafqualität und der Zeitpunkt des Konsums eine Rolle.

Kaffee kann Müdigkeit vorübergehend weniger deutlich erscheinen lassen. Er ersetzt aber keinen ausreichenden Schlaf. Wer regelmäßig zu wenig schläft, kann die fehlende Erholung nicht einfach Tasse für Tasse nachfüllen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) weist außerdem darauf hin, dass bereits 100 Milligramm Koffein bei manchen Erwachsenen den Schlaf beeinflussen können, insbesondere wenn sie kurz vor dem Schlafengehen konsumiert werden. Mehr Informationen: EFSA: Koffein.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Ich mag Kaffee, und Kaffee darf für mich gern zum Start in den Tag gehören. Aber wenn die Nacht zu kurz war, ist die beste Bohne der Welt leider kein Ersatz für ein ordentliches Nickerchen. Kaffee kann helfen, die Augen aufzumachen – die Nachtruhe muss trotzdem ihre Arbeit erledigen.

Omas Urteil: Kaffee kann wach machen, aber nicht bei jedem gleich stark und nicht als Ersatz für Schlaf.

9. Wird Honig im heißen Tee giftig? 🍯

Jetzt wird es dramatisch: Du möchtest deinen Tee mit Honig süßen und plötzlich heißt es, der Honig dürfe auf keinen Fall in heißes Wasser. Sonst werde er giftig! Da steht die Tasse schon bereit und auf einmal soll sie eine chemische Gefahrenzone sein.

Was ist dran?

Beim Erhitzen und Lagern von Honig können sich bestimmte Stoffe verändern. Dazu gehört 5-Hydroxymethylfurfural (HMF), das beim Abbau von Zucker entstehen kann. HMF kommt auch in anderen Lebensmitteln vor, etwa in Kaffee und erhitzten zuckerhaltigen Produkten.

Aus dieser Tatsache folgt jedoch nicht, dass ein Löffel Honig in einer normalen Tasse heißen Tee den Tee automatisch giftig macht. Die bloße Bildung eines Stoffes und ein tatsächliches Gesundheitsrisiko sind zwei unterschiedliche Dinge. Entscheidend sind unter anderem die Menge und die tatsächliche Belastung.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Wenn du deinen Tee mit Honig süßen möchtest, kannst du ihn kurz abkühlen lassen, bevor du den Honig einrührst. Das ist eine vernünftige Möglichkeit, empfindliche Aromastoffe zu schonen. Aber bitte keine Panik, wenn der Honig schon im warmen Tee gelandet ist. Aus einer Tasse Tee wird nicht plötzlich ein Giftlabor.

Wichtig: Honig darf Säuglingen unter zwölf Monaten nicht gegeben werden, auch nicht im Tee. Das ist eine eigenständige Sicherheitsregel und hat nichts mit der Temperatur des Getränks zu tun.

Omas Urteil: Honig und heißer Tee sind nicht automatisch gefährlich. Die pauschale Gift-Behauptung ist irreführend.

10. Kalter Kaffee macht schön: Das wohl charmanteste Kaffeeversprechen 😁

„Kalter Kaffee macht schön!“ Diesen Spruch kennt man. Er wird gern benutzt, wenn die Tasse schon eine Weile herumsteht oder jemand eine zweite Portion anbietet. Aber steckt hinter dem Spruch mehr als eine hübsche Redensart?

Was ist dran?

Für die Behauptung, dass kalter Kaffee Menschen schöner macht, gibt es keinen überzeugenden wissenschaftlichen Beleg. Kaffee enthält verschiedene Inhaltsstoffe, darunter Koffein und Polyphenole. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass kalter Kaffee Falten verschwinden lässt oder die Schönheit steigert.

Auch die Temperatur macht aus Kaffee kein Schönheitsmittel. Ob du ihn heiß, abgekühlt oder als Cold Brew genießt, ist vor allem eine Frage des Geschmacks und der Zubereitung.

☕ Jensis Praxis-Fazit: Wenn kalter Kaffee glücklich macht, ist das doch schon mal was! 😁 Ob er dich schöner macht, kann ich dir wissenschaftlich nicht versprechen. Aber ein freundliches Lächeln zum Kaffee steht dir bestimmt gut.

Omas Urteil: Ein schöner Spruch – aber kein wissenschaftlich bewiesenes Schönheitsrezept.

Jensis großes Gesamtfazit: Oma hatte oft gute Ideen – aber nicht immer recht ❤️

So, liebe Teefreunde und Kaffeeverrückte, jetzt haben wir zehn alte Weisheiten einmal durchgeschüttelt wie eine Keksdose an Weihnachten. Was bleibt übrig?

Manche Hausmittel haben einen nachvollziehbaren Kern. Salz kann bestimmte bittere Geschmackseindrücke abschwächen. Koffein kann die Wachheit beeinflussen und spielt bei bestimmten Kopfschmerzformen eine Rolle. Kamillentee kann eine angenehme Tasse sein, wenn man sich nicht wohlfühlt. Und Tee mit Milch ist nicht automatisch wertlos.

Andere Aussagen sind schlicht zu pauschal. Kaffee trocknet nicht grundsätzlich jeden Menschen aus. Tee muss nicht immer exakt fünf Minuten ziehen. Honig im heißen Tee macht das Getränk nicht automatisch giftig. Und kalter Kaffee hat bislang keinen wissenschaftlich bestätigten Schönheitstrick auf Lager.

Mein persönlicher Jensi-Merksatz

Tradition darf bleiben. Wissen darf dazukommen. Und der Genuss muss nicht auf der Strecke bleiben.

Ich finde, wir müssen Omas Tipps nicht schlechtreden, nur weil wir heute mehr messen, untersuchen und nachlesen können. Wir dürfen ihre Erfahrungen wertschätzen und gleichzeitig unterscheiden, was gut belegt ist, was plausibel klingt und was eher in die Kategorie „hat der Nachbar von der Cousine gehört“ gehört.

Und wenn du jetzt Lust auf eine richtig gute Tasse bekommen hast: Dann hat dieser Artikel doch schon etwas geschafft. 😉

Bleib neugierig, bleib genussvoll und lass es dir schmecken!
Dein Jensi von TeeBohne Einbeck ❤️

Weiterlesen bei TeeBohne Einbeck ☕🍵

Häufige Fragen zu Tee- und Kaffee-Mythen

Hilft Kamillentee wirklich bei Bauchschmerzen?

Kamillentee wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden verwendet und kann als warmes Getränk angenehm sein. Für viele konkrete medizinische Anwendungen ist die Studienlage jedoch begrenzt. Starke, anhaltende oder wiederkehrende Bauchschmerzen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Hilft Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerzen?

Für die Kombination aus Kaffee und Zitrone gibt es keinen überzeugenden Nachweis als zuverlässiges Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Koffein kann bei bestimmten Kopfschmerzformen helfen, bei anderen Menschen aber auch Beschwerden begünstigen.

Kann Salz bitteren Kaffee milder schmecken lassen?

Salz kann die Wahrnehmung bestimmter Bitterstoffe beeinflussen. Ob eine kleine Prise den Geschmack verbessert, hängt von der Kaffeesorte und der Menge ab. Zu viel Salz macht den Kaffee unangenehm salzig.

Ist Schwarztee bei Durchfall sinnvoll?

Schwarztee kann Flüssigkeit liefern, ist aber keine Behandlung für die Ursache des Durchfalls. Bei größeren Flüssigkeitsverlusten können orale Rehydratationslösungen nötig sein. Bei Warnzeichen oder anhaltenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Entwässert Kaffee den Körper?

Koffein kann die Urinproduktion steigern. Bei üblichen Mengen trägt Kaffee dennoch zur Flüssigkeitsaufnahme bei und führt nicht automatisch zur Austrocknung. Wasser bleibt ein guter Durstlöscher.

Muss jeder Tee fünf Minuten ziehen?

Nein. Die geeignete Ziehzeit hängt von der Teesorte, der Blattgröße, der Dosierung, der Wassertemperatur und dem persönlichen Geschmack ab. Die Zubereitungsempfehlung der jeweiligen Sorte ist ein guter Ausgangspunkt.

Verliert Tee durch Milch seine wertvollen Inhaltsstoffe?

Die pauschale Behauptung ist nicht richtig. Studien fanden für bestimmte Tee-Flavonole keine grundsätzliche Verhinderung der Aufnahme durch Milch. Die Ergebnisse hängen allerdings davon ab, welche Inhaltsstoffe und Effekte untersucht werden.

Macht Kaffee immer wach?

Koffein kann die Wachheit steigern. Die Wirkung ist jedoch individuell und hängt unter anderem von der Menge, der Gewöhnung und dem Schlaf ab. Kaffee ersetzt keinen ausreichenden Schlaf.

Wird Honig im heißen Tee giftig?

Beim Erhitzen können sich Inhaltsstoffe des Honigs verändern und unter anderem HMF entstehen. Daraus folgt nicht, dass Honig im normalen heißen Tee automatisch giftig wird. Säuglinge unter zwölf Monaten dürfen allerdings keinen Honig bekommen.

Macht kalter Kaffee schön?

Das ist ein bekannter Spruch, aber kein wissenschaftlich belegtes Schönheitsversprechen. Kalter Kaffee kann gut schmecken – eine besondere Wirkung auf die Schönheit ist dadurch nicht nachgewiesen.

Jens Thume – Autor bei TeeBohne Einbeck

Über den Autor: Jens Thume

Moin, ich bin Jens – bei TeeBohne meistens einfach der Jensi. ☕😁 Seit 2002 dreht sich bei mir vieles um Tee, Kaffee und die Geschichten dahinter.

Mich interessieren nicht nur gute Tees und Kaffees, sondern auch die Geschichten, Gewohnheiten und kleinen Alltagsweisheiten, die sich rund um unsere Lieblingsgetränke ranken.

In diesem Beitrag schauen wir gemeinsam auf alte Hausmittel und moderne Erkenntnisse. Mein Ziel: verständliches Wissen ohne unnötiges Fachchinesisch, mit einer Prise Humor und einer ordentlichen Portion Genuss.

Bleib neugierig und genieße deine nächste Tasse!
Dein Jensi von TeeBohne Einbeck ❤️

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