50 dumme Fragen über Kaffee mit lustigen Antworten und Kaffee-Fakten TeeBohne

50 dumme Fragen über Kaffee – lustige Antworten & Fakten

Jens Thume · Aktualisiert: · 29 Min. Lesezeit

50 dumme, lustige und kuriose Fragen über Kaffee – mit Jensis Antworten, echten Kaffee-Fakten und jeder Menge Kaffee-Blabla zum Schmunzeln. ☕😂

Es gibt Fragen über Kaffee, die sind vollkommen berechtigt. Und dann gibt es Fragen, bei denen man sich fragt: „Wer kommt eigentlich auf so einen Blödsinn?“ 😂

Aber genau solche Fragen machen Spaß. Denn manchmal steckt hinter einer vermeintlich dummen Frage tatsächlich ein interessanter Kaffeefakt.

Deshalb habe ich einmal 50 Fragen gesammelt, die man sich über Kaffee eigentlich niemals stellen müsste – aber irgendwie trotzdem wissen möchte. Natürlich gibt es zu jeder Frage meine ganz persönliche Jensi-Antwort. ☕😄

🌱 Biologie & Herkunft – fängt Kaffee wirklich mit einer Bohne an?

1. Wachsen Kaffeebohnen auf Bäumen oder legt die Kaffeemaschine sie wie Eier?

Ganz klar: Die Kaffeemaschine legt sie. Deshalb muss man sie morgens auch ordentlich füttern. 😂

Nein, natürlich nicht.

Kaffeebohnen wachsen an Kaffeepflanzen. Genauer gesagt sind sie die Samen der Früchte der Kaffeepflanze. Diese Früchte werden meistens als Kaffeekirschen bezeichnet, weil sie im reifen Zustand häufig rot aussehen.

In einer Kaffeekirsche stecken normalerweise zwei Samen – und aus diesen Samen wird später das, was wir als Kaffeebohne kennen.

Das ist übrigens einer meiner Lieblings-Kaffeefakten: Die „Bohne“ ist botanisch gar keine Bohne.

Wir trinken also streng genommen Kaffee aus gerösteten Samen einer Frucht.

Klingt doch gleich viel gesünder. 😜

2. Sind Kaffeebohnen überhaupt echte Bohnen?

Nein.

Und damit wäre die Frage eigentlich schon beantwortet.

Botanisch handelt es sich nicht um Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen. Die Bezeichnung „Kaffeebohne“ hat sich einfach eingebürgert, weil die Samen optisch ein bisschen wie Bohnen aussehen.

Nach der Ernte werden die Früchte verarbeitet. Die Samen werden getrocknet, aufbereitet und anschließend geröstet.

Und genau beim Rösten passiert dann das, worauf wir Kaffeetrinker warten: Aus den eher unscheinbaren grünen Samen wird die braune Kaffeebohne mit ihrem typischen Duft und Geschmack.

Bohne? Ja.

Botanische Bohne? Nö.

Lecker? Definitiv. ☕

3. Wächst koffeinfreier Kaffee auf anderen Plantagen als normaler Kaffee?

Das wäre natürlich praktisch.

Auf der einen Plantage wächst normaler Kaffee und auf der anderen steht ein Schild: „Hier bitte nur koffeinfreie Pflanzen.“ 😂

So funktioniert es nicht.

Entkoffeinierter Kaffee stammt grundsätzlich von ganz normalen Kaffeebohnen. Das Koffein wird durch spezielle Verfahren weitgehend entfernt.

Es gibt zwar Kaffeepflanzen mit natürlicherweise sehr niedrigem Koffeingehalt, aber der klassische entkoffeinierte Kaffee entsteht nicht dadurch, dass eine besondere „Decaf-Bohne“ angebaut wird.

Deshalb muss man auch keine koffeinfreie Plantage suchen.

4. Gibt es Kaffeekühe, die direkt fertigen Milchkaffee geben?

Ich habe lange danach gesucht.

Leider ohne Erfolg. 😂🐄☕

Die Kühe waren nicht bereit, mit TeeBohne zusammenzuarbeiten.

Also bleibt es bei der klassischen Arbeitsteilung:

Die Kaffeepflanze liefert den Kaffee.
Die Kuh liefert die Milch.
Und wir sorgen dafür, dass beides irgendwann in unserer Tasse landet.

Wobei ich persönlich bei einem normalen Kaffee tatsächlich gerne frische Milch dazugebe. Mehr über diese Kombination und verschiedene Varianten findest du auch in meinem Beitrag Kaffee mit Milch – Geschmack, Kalorien und Kaffeevarianten.

☕ Zubereitung & Alltag – warum Kaffee manchmal komplizierter ist als nötig

5. Kann ich Kaffee mit Red Bull statt Wasser kochen?

Theoretisch kann man sich vieles überlegen.

Praktisch würde ich davon abraten. 😂

Wasser ist nicht zufällig die Grundlage für Kaffee. Beim Aufbrühen löst heißes Wasser die verschiedenen Aromastoffe und Bestandteile aus dem Kaffeemehl.

Wenn du stattdessen ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk verwendest, bekommst du keine magische „doppelte Kaffee-Wirkung“, sondern vor allem eine ziemlich merkwürdige Kombination aus Kaffee, Süße, Säure und zusätzlichen Inhaltsstoffen.

Und mal ganz ehrlich:

Wenn du so viel Koffein brauchst, dass du Kaffee mit einem Energy-Drink aufbrühen möchtest, solltest du vielleicht einfach mal schlafen gehen. 😄

6. Warum schmeckt der Kaffee zu Hause nie so gut wie der auf der Arbeit?

Das ist ein sehr ernstes wissenschaftliches Problem.

Die wahrscheinlichste Erklärung lautet:

Auf der Arbeit schmeckt der Kaffee besser, weil man ihn nicht selbst machen musste. 😂

Aber tatsächlich spielen mehrere Dinge eine Rolle.

Wasser, Kaffeemenge, Mahlgrad, Temperatur, Brühzeit und natürlich der Kaffee selbst beeinflussen den Geschmack.

Dazu kommt etwas, das man nicht unterschätzen sollte: die Situation.

Ein Kaffee im Büro nach einer stressigen Besprechung schmeckt anders als derselbe Kaffee am Sonntagmorgen, wenn man Zeit hat.

Wenn du dich übrigens gerade fragst, wie viel Kaffeepulver eigentlich sinnvoll ist, habe ich dazu einen eigenen Beitrag geschrieben: Wie viel Kaffeepulver pro Tasse?

7. Wenn ich kalten Kaffee trinke, werde ich dann von innen kalt?

Nein.

Sonst müsste man im Sommer nach jedem Eiskaffee mit einer Winterjacke herumlaufen. 😂

Kalter Kaffee kann dich natürlich kurzfristig etwas erfrischen. Aber dein Körper reguliert seine Temperatur trotzdem weiter.

Interessant ist vielmehr, dass Kaffee kalt ganz anders schmecken kann als heißer Kaffee.

Beim Abkühlen verändert sich die Wahrnehmung verschiedener Aromen. Deshalb können manche Kaffees kalt plötzlich fruchtiger, süßer oder auch unangenehm bitter wirken.

Kalter Kaffee ist also nicht einfach „heißer Kaffee, der vergessen wurde“.

Wobei ... wer schon einmal eine Tasse Kaffee morgens irgendwo stehen gelassen hat und sie mittags wiederfindet, weiß: Nicht jeder kalte Kaffee ist automatisch Cold Brew. 😂

8. Muss man für einen Coffee to go eigentlich im Gehen trinken?

Nein.

Man darf sich auch hinsetzen.

Das ist sogar manchmal eine gute Idee.

„To go“ bedeutet schließlich nicht, dass du beim Trinken zwingend laufen musst.

Ich persönlich finde sowieso, dass Kaffee nicht immer schnell konsumiert werden muss.

Eine Tasse Kaffee darf auch einmal einfach eine Pause sein.

Kein Termin. Keine Eile. Kein „schnell noch einen“.

Einfach sitzen und trinken.

Das ist wahrscheinlich die luxuriöseste Art, Kaffee zu trinken.

9. Wenn ich koffeinfreien Kaffee trinke, träume ich dann auch koffeinfrei?

Das wäre doch mal eine Marktlücke:

„Decaf Dreams – jetzt ohne Koffeinträume!“ 😂

Nein, so funktioniert unser Gehirn natürlich nicht.

Entkoffeinierter Kaffee enthält weiterhin sehr geringe Mengen Koffein. „Entkoffeiniert“ bedeutet also nicht automatisch absolut null Koffein.

Und ob du nach einem Kaffee etwas träumst, hängt nicht davon ab, ob dein Traum gerade einen Espresso bestellt hat.

Interessanter ist die Frage, wie empfindlich jemand auf Koffein reagiert.

Manche Menschen können abends Kaffee trinken und anschließend problemlos schlafen. Andere schauen um 23 Uhr an die Decke und überlegen, warum sie um 18 Uhr noch unbedingt einen Kaffee brauchten.

10. Kann ich Kaffeepulver einfach essen und mir das Kochen sparen?

Können?

Vermutlich ja.

Wollen?

Eher nicht.

Kaffeepulver ist schließlich kein Gewürz, das man einfach löffelweise essen sollte.

Beim Brühen werden bestimmte lösliche Bestandteile aus dem Kaffeemehl extrahiert. Gleichzeitig bleiben viele feste Bestandteile im Filter beziehungsweise Kaffeesatz zurück.

Wenn du das Pulver einfach isst, bekommst du deshalb nicht einfach „eine Tasse Kaffee ohne Wasser“.

Du bekommst Kaffeepulver.

Und vermutlich eine ziemlich interessante Mundtrockenheit.

Außerdem würdest du dir damit das Schönste am Kaffee nehmen: den Duft, das Brühen und den ersten Schluck.

11. Schrumpfe ich, wenn ich zu viel Kaffee trinke?

Nein.

Zum Glück.

Sonst würden Kaffeetrinker morgens langsam kleiner werden und abends wieder auf Normalgröße anwachsen. 😂

Kaffee macht dich nicht kleiner.

Koffein kann allerdings verschiedene körperliche Reaktionen auslösen. Es kann beispielsweise anregend wirken und bei empfindlichen Menschen Herzklopfen, Nervosität oder Schlafprobleme verursachen.

Deshalb gilt auch beim Kaffee:

Mehr ist nicht automatisch besser.

Eine gute Tasse Kaffee soll Spaß machen und nicht dafür sorgen, dass man danach die Zimmerpflanzen siezt.

12. Warum muss ich nach dem ersten Schluck Kaffee sofort auf die Toilette?

Diese Frage ist gar nicht so dumm.

Kaffee kann bei manchen Menschen die Darmtätigkeit anregen. Dabei spielt nicht nur das Koffein eine Rolle. Auch andere Bestandteile des Kaffees und die Tatsache, dass man morgens etwas Warmes trinkt, können beteiligt sein.

Außerdem bringt eine Tasse Kaffee bei vielen Menschen einfach die morgendliche Routine in Gang.

Kaffee rein.

Mensch funktioniert.

Kaffeemaschine zufrieden.

Darm ebenfalls.

Nennen wir es einfach das „Kaffee-Update am Morgen“. 😂

13. Warum sieht die Milch im Kaffee manchmal wie eine kleine Galaxie aus?

Weil Kaffee offensichtlich heimlich Astronomie studiert.

Wenn Milch in Kaffee läuft, entstehen durch Strömungen, Temperaturunterschiede und Dichteunterschiede interessante Muster.

Das kann tatsächlich wie kleine Wolken oder Galaxien aussehen.

Und jetzt kommt meine persönliche Theorie:

Je schöner das Muster aussieht, desto länger sollte man die Tasse anschauen.

Das nennt sich dann nicht Zeit vertrödeln.

Das nennt sich Kaffee-Wissenschaft. ☕😄

14. Kann man mit genug Espresso die Lichtgeschwindigkeit erreichen?

Wenn das funktionieren würde, wären italienische Espressobars vermutlich längst Raumfahrtunternehmen.

Aber nein.

Espresso macht dich nicht schneller als Licht.

Er kann dich allerdings wacher und subjektiv energiegeladener machen.

Und genau deshalb fühlt sich der dritte Espresso manchmal so an, als hätte dein Gehirn gerade auf Sportmodus geschaltet.

Die Physik bleibt trotzdem hartnäckig:

Licht gewinnt.

Espresso kommt auf Platz zwei.

15. Warum heißt Espresso Espresso, wenn er gar nicht per Express geliefert wird?

Weil der Name nichts damit zu tun hat, dass ein kleiner Postbote den Espresso besonders schnell ausliefert. 😂

Espresso bezeichnet eine spezielle Zubereitungsart, bei der heißes Wasser unter Druck durch fein gemahlenen Kaffee gepresst wird.

Dabei entsteht ein konzentriertes Getränk mit charakteristischer Crema.

Und übrigens: Espresso bedeutet nicht einfach „kleiner, besonders starker Kaffee“.

Die Zubereitungsweise macht den Unterschied.

16. Warum gibt es Kaffeelöffel, wenn man Kaffee gar nicht löffeln kann?

Weil wir sonst vermutlich mit einem Suppenlöffel in der Kaffeetasse herumrühren würden.

Und das sieht beim Cappuccino einfach etwas ambitioniert aus. 😂

Der Kaffeelöffel ist hauptsächlich zum Umrühren von Zucker, Milch oder anderen Zutaten gedacht.

Und natürlich für den wichtigsten Test nach dem Umrühren:

„Ist der Kaffee jetzt noch heiß?“

Finger rein?

Bitte nicht.

Das ist keine professionelle Verkostungsmethode.

17. Warum ist schwarzer Kaffee eigentlich braun?

„Schwarzer Kaffee“ ist eher eine Bezeichnung für Kaffee ohne Milch oder andere helle Zusätze.

In der Tasse sieht Kaffee je nach Röstung, Konzentration und Licht häufig dunkelbraun bis fast schwarz aus.

Wenn du allerdings genau hinschaust, erkennst du oft braune oder rötliche Nuancen.

Das Auge sagt also:

Schwarz!

Die Physik sagt:

Moment mal.

Und Jensi sagt:

Hauptsache lecker. 😄

18. Schmeckt Cappuccino besser, wenn man dabei eine Kapuze trägt?

Natürlich.

Besonders bei 8 Grad Außentemperatur.

Nein, natürlich nicht. 😂

Der Name Cappuccino hat nichts mit einer Kapuze zu tun. Er steht in Zusammenhang mit den Kapuziner-Mönchen beziehungsweise der Farbe ihrer Kleidung, die mit dem Farbton des Getränks verglichen wurde.

Die Kapuze hilft beim Kaffeegeschmack also nicht weiter.

Milchschaum schon eher.

19. Wenn ich Kaffeepads benutze, fliegt der Kaffee dann schneller?

Nur, wenn du das Pad aus dem Fenster wirfst.

Und bitte nicht machen. 😂

Ein Kaffeepad ist einfach eine portionierte Menge gemahlenen Kaffees, die für eine bestimmte Zubereitung vorgesehen ist.

Das Wort „Pad“ hat also nichts mit Geschwindigkeit zu tun.

Und nein: Ein Kaffeepad ist auch kein kleiner Kaffee-Sportler.

🧠 Wirkung & Körper – wenn Kaffee plötzlich persönlich wird

20. Werden meine Gedanken schneller, wenn ich Kaffee trinke?

Das kann sich zumindest so anfühlen.

Koffein wirkt anregend und kann Müdigkeit und subjektive Erschöpfung verringern.

Deshalb kann man nach einer Tasse Kaffee den Eindruck bekommen:

„Jetzt läuft's!“

Das Problem beginnt manchmal beim fünften Gedanken gleichzeitig.

Dann läuft zwar alles – aber leider in verschiedene Richtungen. 😂

Kaffee kann also helfen, wacher zu sein.

Er ersetzt aber weder Schlaf noch vernünftige Pausen.

21. Zählt Kaffeetrinken während der Arbeitszeit als bezahlte Reha-Maßnahme?

Ich würde sagen: eindeutig.

Die Kaffeemaschine würde das sofort bestätigen.

Der Arbeitgeber vielleicht nicht. 😂

Kaffee ist im Arbeitsalltag für viele Menschen ein kleines Ritual. Man steht auf, geht zur Maschine, trifft Kollegen und redet zwei Minuten über irgendetwas anderes als die Arbeit.

Und genau diese Pause kann manchmal wertvoller sein als zehn Minuten auf den Bildschirm zu starren.

Aber ob das steuerlich als Reha-Maßnahme gilt?

Da würde ich lieber jemanden fragen, der sich mit Steuern auskennt.

Jensi macht Kaffee.

Jensi macht keine Steuerbescheide. 😄

22. Ist ein Meeting ohne Kaffee überhaupt ein richtiges Meeting?

Es ist zumindest verdächtig.

Ein Raum.

Sechs Menschen.

Ein Beamer.

Eine Präsentation mit 47 Folien.

Und keine Kanne Kaffee?

Das ist kein Meeting.

Das ist ein Überlebensexperiment. 😂

Kaffee kann natürlich kein schlechtes Meeting retten.

Aber er kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass jemand nach 20 Minuten noch zuhört.

23. Warum streikt die Kaffeemaschine immer genau dann, wenn ich sie brauche?

Murphys Kaffeegesetz.

Wenn du keinen Kaffee brauchst, funktioniert die Maschine perfekt.

Wenn du verschlafen bist, einen Termin hast und dringend Kaffee brauchst, blinkt plötzlich:

„Wasser nachfüllen.“

Dann:

„Kaffeesatzbehälter leeren.“

Dann:

„Brüheinheit prüfen.“

Und irgendwann:

„Bitte Kundendienst kontaktieren.“

In diesem Moment überlegst du kurz, ob du nicht einfach selbst in die Maschine steigen kannst.

Mein Rat:

Ruhe bewahren.

Wasser prüfen.

Kaffeesatz prüfen.

Reinigungshinweise beachten.

Und wenn die Maschine wirklich einen Fehler meldet: Bedienungsanleitung.

Nicht Hammer. 😂

24. Warum schmeckt der Kaffee aus der Tasse meines Kollegen besser?

Weil er nicht deiner ist.

Das ist ein psychologisches Naturgesetz.

Genau wie das Essen vom Teller des Partners besser schmeckt, obwohl auf deinem Teller exakt dasselbe liegt.

Beim Kaffee kommen allerdings echte Unterschiede hinzu:

Vielleicht hat dein Kollege eine andere Bohne.

Vielleicht mahlt er frischer.

Vielleicht verwendet er mehr Kaffee.

Vielleicht ist sein Wasser anders.

Oder vielleicht hat er einfach die bessere Tasse.

Und ja: Eine schöne Tasse kann den Genuss beeinflussen.

Nicht unbedingt chemisch.

Aber im Kopf.

Und Kaffee findet schließlich nicht nur im Mund statt.

25. Ist das Tragen einer Kaffeetasse eigentlich Sport?

Wenn die Tasse groß genug ist, eindeutig.

Besonders wenn sie bis zum Rand voll ist und du durch das Wohnzimmer laufen musst, ohne einen Tropfen zu verschütten.

Das ist Koordination auf höchstem Niveau. 😂

Aber nein, das ersetzt natürlich kein richtiges Training.

Es ersetzt höchstens das morgendliche „Wo habe ich eigentlich meine Brille hingelegt?“-Workout.

26. Warum leuchtet das „Mangel“-Lämpchen der Kaffeemaschine immer direkt in meine Seele?

Weil Kaffeemaschinen Gefühle haben.

Sie wissen genau, wann du Kaffee brauchst.

Und genau dann sagen sie:

„Bohnenbehälter leer.“

Das ist keine technische Fehlermeldung.

Das ist persönliche Sabotage. 😂

27. Verdunstet das Koffein, wenn ich meinen Kaffee nur lange genug anschaue?

Nein.

Leider.

Anschauen zählt nicht als Entkoffeinierung.

Auch wenn man sich das manchmal wünschen würde.

Wenn Kaffee lange steht, verändert sich sein Geschmack. Er kühlt ab und kann zunehmend bitter oder abgestanden wirken.

Das Koffein verschwindet aber nicht einfach magisch, nur weil du zehn Minuten auf die Tasse starrst.

Also lieber trinken.

Natürlich nicht kochend heiß.

28. Gibt es Kaffeebohnen mit eingebautem Wecker?

Noch nicht.

Aber manche Bohnen wirken morgens so überzeugend, dass man glaubt, sie hätten einen eingebaut.

Eine gute Tasse Kaffee kann Teil eines festen Morgenrituals werden.

Kaffee mahlen.

Wasser aufsetzen.

Kaffee brühen.

Erster Duft.

Erster Schluck.

Und plötzlich denkt man:

„Ach ja. Leben ist doch ganz schön.“

Das ist vielleicht besser als jeder Wecker.

29. Wenn ich heißen Kaffee einfriere, habe ich dann heißen Eiskaffee?

Das ist eine philosophische Frage.

Wenn du ihn einfrierst, ist er irgendwann kalt.

Wenn du ihn danach wieder erhitzt, ist er wieder heiß.

Aber „heißer Eiskaffee“ wäre dann vermutlich einfach ein Kaffee, der einen kleinen Identitätskonflikt hat. 😂

Für Eiskaffee gibt es bessere Wege.

30. Warum wird die Kaffeetasse leichter, wenn ich daraus trinke?

Weil du Kaffee herausnimmst.

Ich weiß.

Diese Erkenntnis verändert die Welt. 😂

Die Tasse selbst wird natürlich nicht leichter.

Der Inhalt wird weniger.

Und genau deshalb ist die Kaffeetasse irgendwann leer.

Das Tragische daran:

Man braucht anschließend eine neue.

🩺 Kaffee und Körper – zwischen Koffein und Kaffeemythos

31. Wächst mein Herzschlag proportional zur Anzahl der Kaffeetassen?

Nicht einfach proportional.

Die Wirkung von Koffein hängt unter anderem von Menge, persönlicher Empfindlichkeit und Gewöhnung ab.

Bei zu viel Koffein können beispielsweise Nervosität, Unruhe oder Herzklopfen auftreten.

Deshalb sollte man Kaffee nicht nach dem Motto trinken:

„Eine Tasse hilft. Also helfen zehn Tassen zehnmal so gut.“

So funktioniert der Körper leider nicht.

Eine gute Tasse Kaffee soll Genuss bleiben.

32. Kann man Kaffeesucht mit noch mehr Kaffee behandeln?

Das wäre die perfekte Kaffeemaschinen-Logik:

Problem: zu viel Kaffee.

Lösung: Kaffee.

Leider nicht.

Wenn man merkt, dass man sehr viel Koffein konsumiert und sich damit nicht gut fühlt, ist weniger meistens sinnvoller als noch mehr.

Und wenn man Koffein reduzieren möchte, kann ein schrittweises Vorgehen angenehmer sein als von einem Tag auf den anderen auf null zu gehen.

Ich würde jedenfalls nicht empfehlen, einen Kaffeeentzug mit einem Espresso zu bekämpfen.

Auch wenn die Idee irgendwie logisch klingt. 😂

33. Wenn Kaffee entwässert, warum verdurste ich nach fünf Tassen nicht?

Weil Kaffee nicht einfach dafür sorgt, dass dein Körper jede einzelne Tasse Wasser sofort wieder verliert.

Koffein kann zwar harntreibend wirken, aber bei üblichen Mengen kompensiert der Flüssigkeitsanteil des Getränks einen großen Teil davon.

Kaffee ist also nicht plötzlich „kein Wasser“.

Trotzdem bleibt Wasser natürlich wichtig.

☕ Jensis Kaffeeweisheit:

Wasser für den Durst.

Kaffee für den Genuss. 💧☕

34. Ab wie vielen Tassen Kaffee kann ich Ultraschall hören?

Gar nicht.

Zumindest nicht, weil du Kaffee trinkst.

Wenn du plötzlich Geräusche hörst, die sonst niemand hört, liegt das hoffentlich nicht daran, dass du gerade den Kaffeevorrat einer Großkantine getrunken hast.

Koffein kann die Wachheit erhöhen.

Es erweitert aber nicht plötzlich den menschlichen Hörbereich.

35. Ist Koffein im Blut eigentlich eine Blutgruppe?

Nein.

Stell dir das mal beim Arzt vor:

„Welche Blutgruppe haben Sie?“

„Arabica, bitte.“ 😂

Koffein ist ein Wirkstoff, der nach dem Konsum in den Körper aufgenommen und anschließend abgebaut wird.

Es wird nicht zu einer neuen Blutgruppe.

Auch wenn manche Menschen morgens offensichtlich zu 70 Prozent aus Kaffee bestehen.

36. Warum zuckt mein Auge nach zu viel Kaffee?

Koffein kann bei manchen Menschen Unruhe oder Nervosität fördern.

Wenn dann noch Schlafmangel, Stress oder viel Bildschirmzeit dazukommen, kann sich das Ganze besonders unangenehm anfühlen.

Die Lösung ist nicht automatisch:

„Noch einen Kaffee.“

Manchmal ist die wissenschaftlich völlig verrückte Alternative:

Schlafen.

Ja.

Ich weiß.

Unfassbar. 😂

37. Wenn der Arzt „weniger Kaffee“ sagt, meint er kleinere Tassen?

Das wäre die Jensi-Auslegung.

„Weniger Kaffee“ bedeutet:

Nicht fünf große Tassen.

Sondern zehn kleine. 😂

Im Ernst: Wenn ein Arzt empfiehlt, den Kaffeekonsum zu reduzieren, geht es normalerweise um die Gesamtmenge an Koffein beziehungsweise Kaffee.

Die Tassengröße allein sagt wenig aus.

Eine kleine Tasse kann sehr kräftig sein.

Eine große Tasse kann deutlich milder sein.

Deshalb sollte man nicht nur Tassen zählen.

38. Kann man Kaffeeduft inhalieren und dadurch Kuchen sparen?

Das wäre die perfekte Diät:

„Heute nur Kuchen gerochen.“

Leider funktioniert das nicht.

Kaffeeduft kann Appetit und Genussgefühle auslösen.

Aber riechen ersetzt keine Kalorienaufnahme und macht aus Kuchen leider keine Luft.

Wobei:

Manchmal reicht tatsächlich schon der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, um einen schlechten Morgen deutlich besser aussehen zu lassen.

39. Werden meine Gedanken schneller, wenn ich den Kaffee ex trinke?

Wenn du ihn ex trinkst, wird höchstens deine Zunge schneller beleidigt sein, weil der Kaffee zu heiß war. 😂

Koffein wird nicht dadurch schneller wirksam, dass man Kaffee möglichst schnell hinunterkippt.

Sehr heißer Kaffee und hektisches Trinken sind keine besonders gute Kombination.

Kaffee darf man genießen.

Das ist schließlich kein Staffellauf.

40. Warum rettet Kaffee morgens Leben, obwohl er kein Sanitäter ist?

Weil manche Menschen vor dem ersten Kaffee nur körperlich anwesend sind.

Geistig befinden sie sich noch irgendwo zwischen Bett und Badezimmer. 😂

Kaffee kann die Wachheit erhöhen und Müdigkeit reduzieren.

Aber natürlich ist Kaffee kein medizinischer Lebensretter.

Und wenn jemand tatsächlich medizinische Hilfe braucht, sollte man lieber den Rettungsdienst rufen.

Die Kaffeemaschine hat dafür leider keine entsprechende Taste.

💼 Büro & Kaffeekultur – Kaffee als soziale Einrichtung

41. Wenn Katzen Kaffee trinken würden, würden sie noch schneller die Weltherrschaft übernehmen?

Ich möchte mir diese Welt ehrlich gesagt gar nicht vorstellen.

Katzen sind schon ohne Kaffee erstaunlich effizient darin, Menschen zu kontrollieren.

Mit Espresso?

Wir hätten keine Chance. 😂🐱

Katzen sollten übrigens keinen Kaffee bekommen. Koffein kann für Tiere problematisch beziehungsweise giftig sein.

Also:

Kaffee für Menschen.

Wasser für die Katze.

Und die Katze entscheidet trotzdem, wann du aufstehen darfst.

42. Kann man mit Kaffeesatz die Lottozahlen vorhersagen?

Wenn es funktionieren würde, wäre Kaffeesatz vermutlich teurer als Gold.

Leider liefert er keine zuverlässigen Lottozahlen.

Kaffeesatz kann trotzdem interessant sein.

Man kann daraus beispielsweise etwas über die Zubereitung erkennen oder ihn für verschiedene kreative und praktische Zwecke verwenden.

Aber die Gewinnzahlen von Samstag?

Da würde ich mich lieber nicht darauf verlassen.

Mein Kaffeesatz sagt übrigens:

„Du brauchst noch eine Tasse.“

Komischerweise stimmt das erstaunlich oft. 😂

43. Warum gibt es eigentlich keine Kaffeebäder in jedem Wellness-Hotel?

Vielleicht weil die Gäste danach genauso wach wären wie vor dem Frühstück.

Kaffee wird zwar in Kosmetikprodukten verwendet, aber ein Vollbad aus frisch gebrühtem Kaffee wäre vermutlich nicht gerade die wirtschaftlichste Idee.

Außerdem möchte ich nicht wissen, wie die Badewanne danach aussieht.

Und stell dir die Frage vor:

„Möchten Sie Vollmilch oder Hafermilch in Ihr Kaffeebad?“ 😂

44. Hat der Kaffeegott einen Namen?

Wenn es einen gibt, heißt er vermutlich:

„Bitte lass die Maschine funktionieren.“

Ob er Melitta heißt?

Keine Ahnung.

Ich würde mich da lieber nicht mit den Göttern anlegen. 😂

Aber tatsächlich hat Kaffee in verschiedenen Kulturen und Zeiten eine besondere gesellschaftliche Bedeutung bekommen.

Wer Lust auf genau dieses Thema hat, kann bei mir noch tiefer einsteigen: Kaffeekultur weltweit – so trinkt die Welt ihren Kaffee.

🥄 Namen, Begriffe & Kaffee-Kuriositäten

45. Wenn ich Kaffeebohnen einpflanze, wächst dann ein Starbucks?

Nein.

Sonst wäre Landwirtschaft deutlich einfacher.

Du würdest eine Bohne einpflanzen, morgens gießen und irgendwann steht ein Café im Garten.

Leider wächst aus einer Kaffeebohne nicht automatisch ein Café.

Unter geeigneten Bedingungen kann aus einem lebensfähigen Samen eine Kaffeepflanze entstehen. Bis daraus allerdings wieder neue Früchte wachsen, braucht es Zeit und die passenden klimatischen Bedingungen.

Und eine Kaffeemaschine brauchst du danach immer noch selbst.

46. Können Geister Kaffee trinken?

Das hängt vermutlich davon ab, ob sie noch einen funktionierenden Verdauungstrakt besitzen.

Und diese Frage möchte ich jetzt wirklich nicht wissenschaftlich untersuchen. 😂

Aber eines ist sicher:

Wenn Geister Kaffee trinken könnten, würde ich ihnen wahrscheinlich einen entkoffeinierten anbieten.

Nicht, dass sie nachts plötzlich durch die Wände rasen.

47. Warum fühlen sich Kaffeeflecken auf weißen Hemden so wohl?

Weil Kaffeeflecken offenbar einen ausgeprägten Sinn für Schadenfreude besitzen.

Du kannst eine alte schwarze Hose tragen:

Kein Tropfen.

Du ziehst einmal ein weißes Hemd an:

Kaffee.

Direkt auf die Brust.

Möglichst fünf Minuten vor einem wichtigen Termin. 😂

Kaffee enthält verschiedene farbgebende Verbindungen, die sich auf Textilien festsetzen können.

Deshalb gilt bei einem frischen Fleck:

Nicht erst drei Stunden warten und hoffen, dass er sich selbst entschuldigt.

48. Kann man eine Kaffeetasse als Hut benutzen?

Wenn du klein genug bist, vielleicht.

Bei einer normalen menschlichen Tasse würde ich davon abraten.

Besonders wenn noch Kaffee drin ist.

Dann wird aus der lustigen Idee ziemlich schnell eine Dusche.

Und bitte keine Kaffeetasse auf den Kopf stellen und behaupten, das sei jetzt „neuer Barista-Style“.

49. Wenn man Kaffee rückwärts trinkt, wird man dann wieder müde?

Das wäre praktisch.

Einmal vorwärts:

Wach.

Einmal rückwärts:

Müde.

Zweimal vorwärts:

Chef.

Leider funktioniert unser Körper nicht wie ein Videorekorder. 😂

Koffein wirkt unabhängig davon, ob du beim Trinken rückwärts gehst, vorwärts gehst oder dabei einen Purzelbaum machst.

Wobei ich beim Purzelbaum mit heißem Kaffee ausdrücklich abraten würde.

50. Schmeckt Kaffee auf dem Mond besser?

Das wäre tatsächlich spannend.

Auf dem Mond gibt es keine normale Atmosphäre und keine Bedingungen wie auf der Erde. Kaffee würde sich dort also ganz anders verhalten.

Aber bevor wir das ausprobieren, würde ich gerne erst die Rechnung für den Kaffeeversand sehen.

„Einmal Gourmet Mischung zum Mond.“

Versandkosten:

Vermutlich etwas über 5,95 Euro. 😂🌕☕

Und jetzt kommt mein eigentliches Fazit:

Ob Kaffee auf dem Mond besser schmeckt, weiß ich nicht.

Aber ich weiß, dass guter Kaffee auf der Erde manchmal schon ziemlich perfekt sein kann.

❤️ Mein Jensi-Fazit

Ich mag solche Fragen.

Nicht weil sie besonders schlau sind.

Sondern weil Kaffee für mich schon immer mehr war als nur ein Getränk.

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Kaffee, probiere Sorten aus, rede darüber und schreibe darüber. Und trotzdem gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Man muss nicht alles bierernst nehmen.

Man darf auch mal eine völlig bekloppte Frage stellen.

Vielleicht kommt am Ende sogar eine interessante Antwort dabei heraus.

Und wenn nicht?

Dann trinken wir eben einen Kaffee.

Das ist schließlich auch eine ziemlich gute Lösung. ☕❤️

Dein Jensi von TeeBohne Einbeck

☕ Jensis Kaffee-Spruch

„Manche Fragen über Kaffee sind dumm.

Die wichtigste Frage bleibt trotzdem:

Wer hat meinen Kaffee ausgetrunken? 😂☕❤️

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☕ Noch mehr dumme Fragen über Kaffee – die Zugabe

Du dachtest, nach 50 dummen Fragen über Kaffee wäre Schluss? Pustekuchen. 😂 Natürlich gibt es noch mehr Fragen, die man sich beim zweiten Kaffee des Tages stellen kann.

Und das Schöne daran: Hinter manchen dieser völlig bekloppten Fragen steckt tatsächlich eine interessante Antwort. Deshalb gibt es hier die große Zugabe – mit ein bisschen Kaffee-Blabla, aber trotzdem mit echten Fakten.

51. Wird Kaffee schneller kalt, wenn ich ihn böse anschaue?

Nein. Kaffee lässt sich von deinem Gesichtsausdruck nicht einschüchtern. 😄

Wie schnell Kaffee abkühlt, hängt vor allem von der Temperatur des Kaffees, der Umgebung, der Tasse und der Oberfläche des Getränks ab. Eine große, breite Tasse verliert beispielsweise schneller Wärme als ein kleines, schmales Gefäß.

Wenn du deinen Kaffee also möglichst lange heiß halten möchtest, hilft eine vorgewärmte Tasse deutlich besser als ein strenger Blick.

52. Kann Kaffee beleidigt sein, wenn ich ihn mit Zucker trinke?

Ich glaube nicht. Die Kaffeebohne hat glücklicherweise keine Gefühle. 😂

Ob Zucker, Milch oder Kaffee schwarz getrunken wird, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Zucker verändert allerdings das Geschmacksbild deutlich, weil Süße Bitterkeit und Säure anders wahrnehmen lässt.

Ich sage deshalb immer: Kaffee muss niemandem gefallen – außer demjenigen, der ihn gerade trinkt.

53. Wird Kaffee stärker, wenn ich ihn länger auf dem Tisch stehen lasse?

Nein. Er wird höchstens älter. Und meistens leider nicht besser.

Beim Stehen verändert sich der Geschmack. Der Kaffee verliert Temperatur und kann durch Kontakt mit Sauerstoff aromatisch abbauen. Dadurch kann er bitterer, flacher oder einfach „alt“ schmecken.

Mehr Koffein zaubert das Warten aber nicht in die Tasse. Wenn du einen kräftigeren Kaffee möchtest, musst du die Zubereitung verändern – nicht die Wartezeit.

54. Kann man Kaffee zweimal aufbrühen und bekommt dann doppelt Kaffee?

Das klingt mathematisch hervorragend. Funktioniert aber leider nicht so. 😂

Beim Brühen werden die löslichen Bestandteile aus dem Kaffeemehl herausgelöst. Beim zweiten Durchlauf ist ein großer Teil davon bereits entnommen.

Du bekommst also zwar wieder Flüssigkeit, aber normalerweise keinen zweiten gleichwertigen Kaffee. Das Ergebnis kann dünn, leer oder unangenehm schmecken.

55. Wenn ich mehr Kaffeepulver nehme, bekomme ich dann automatisch mehr Koffein?

Im Prinzip kann mehr Kaffeepulver auch mehr Koffein in der fertigen Tasse bedeuten – aber „doppelt Pulver = exakt doppelt Koffein“ ist zu einfach.

Eine Rolle spielen unter anderem Kaffeesorte, Röstung, Mahlgrad, Wassermenge und Zubereitungsart. Auch Arabica und Robusta unterscheiden sich beim natürlichen Koffeingehalt deutlich.

Deshalb sollte man Kaffee nicht nur nach der Anzahl der Löffel beurteilen.

56. Kann Kaffee eigentlich lesen?

Nein. Aber er hilft manchmal dabei, dass ich morgens überhaupt lesen kann. 😂

Koffein kann die Wachheit und Aufmerksamkeit steigern und Müdigkeit vorübergehend weniger stark erscheinen lassen. Kaffee macht aus einem müden Menschen allerdings keinen Supercomputer.

Wenn dein Kopf dringend Schlaf verlangt, ist Schlaf meistens die bessere Lösung.

57. Warum schmeckt Kaffee am nächsten Morgen plötzlich nach gestern?

Weil er tatsächlich von gestern ist. Eine erstaunlich ehrliche Antwort. 😄

Frisch gebrühter Kaffee verändert sich beim Abkühlen und Stehenlassen. Sauerstoff, Temperatur und Zeit beeinflussen das Aroma.

Deshalb schmeckt frisch zubereiteter Kaffee normalerweise deutlich angenehmer als eine Kanne, die schon seit Stunden auf ihre zweite Chance wartet.

58. Kann man Kaffeebohnen eigentlich hören, wenn sie geröstet werden?

Beim Rösten können Kaffeebohnen tatsächlich Geräusche machen.

Während der Röstung entstehen Gase im Inneren der Bohne. Gegen Ende des Röstvorgangs können diese Gase Druck aufbauen und es kommt zum sogenannten „Crack“ – einem hörbaren Knacken.

Das klingt ein bisschen so, als würde der Kaffee beim Rösten sagen: „So, ich bin dann mal fertig.“ ☕😂

59. Wird eine Kaffeebohne größer, wenn sie Kaffee getrunken hat?

Nein. Das wäre zwar fair, aber leider biologisch ziemlich schwierig.

Beim Rösten verliert die Kaffeebohne Wasser und verändert ihre Struktur. Gleichzeitig nimmt ihr Volumen deutlich zu. Mit „Kaffee trinken“ hat das allerdings nichts zu tun.

Die Bohne ist also derjenige, der Kaffee liefert – nicht derjenige, der ihn bestellt.

60. Kann man Kaffee auch mit Kaffee kochen?

Ja – und jetzt wird es interessant.

Du kannst beispielsweise bereits gebrühten Kaffee anstelle von Wasser verwenden. Das Ergebnis wird allerdings schnell sehr intensiv und kann bitter schmecken.

Für normalen Filterkaffee ist Wasser deshalb nicht zufällig die bessere Idee. Kaffee soll schließlich nach Kaffee schmecken und nicht nach „Kaffee auf Kaffee auf Kaffee“. 😂

61. Warum schmeckt Kaffee aus einer kleinen Tasse manchmal stärker?

Weil unsere Wahrnehmung gerne kleine Tricks veranstaltet.

Eine kleinere Tasse kann dazu führen, dass ein Getränk konzentrierter wirkt. Außerdem beeinflussen Farbe, Geruch, Temperatur und die Form der Tasse unsere Wahrnehmung.

Die Tasse selbst macht den Kaffee aber nicht automatisch stärker. Sie kann lediglich beeinflussen, wie wir ihn erleben.

62. Kann Kaffee eigentlich alt werden?

Ja. Und Kaffee wird im Alter leider nicht automatisch besser wie ein guter Wein.

Geröstete Kaffeebohnen verlieren mit der Zeit Aroma. Gemahlener Kaffee reagiert wegen seiner viel größeren Oberfläche noch schneller mit Sauerstoff.

Deshalb ist es sinnvoll, Kaffee möglichst frisch und gut verschlossen aufzubewahren.

63. Warum riecht Kaffee besser, als er manchmal schmeckt?

Weil unser Geruchssinn beim Geschmack ordentlich mitmischt.

Beim Trinken gelangen Aromastoffe nicht nur über die Zunge ins Spiel, sondern auch über den Weg vom Mundraum zur Nase. Deshalb kann der Duft eines Kaffees einen großen Teil des Geschmackserlebnisses ausmachen.

Und genau deshalb kann frisch gemahlener Kaffee schon beim Öffnen der Mühle dafür sorgen, dass plötzlich alle in der Küche auftauchen. 😄

64. Kann ich Kaffee mit einem Strohhalm trinken und dadurch schneller wach werden?

Nein. Der Strohhalm ist kein Koffein-Turbo.

Wie schnell Koffein wirkt, hängt nicht davon ab, ob du den Kaffee aus einer Tasse, einem Glas oder durch einen Strohhalm trinkst.

Allerdings gibt es einen guten Grund, heißen Kaffee nicht hektisch herunterzukippen: Verbrennen möchtest du dir den Mund schließlich nicht für fünf Minuten zusätzliche Ungeduld.

65. Wird entkoffeinierter Kaffee komplett koffeinfrei?

Nein. „Entkoffeiniert“ bedeutet nicht automatisch „null Koffein“.

Bei der Entkoffeinierung wird der Koffeingehalt des Rohkaffees stark reduziert. Kleine Restmengen können jedoch vorhanden bleiben.

Wer wirklich möglichst wenig Koffein aufnehmen möchte, sollte deshalb auch bei entkoffeiniertem Kaffee die Mengen im Blick behalten.

66. Kann Kaffee ohne Kaffeebohnen gemacht werden?

Wenn wir von echtem Kaffee sprechen: normalerweise nein.

Kaffee entsteht aus den Samen der Früchte der Kaffeepflanze. Diese werden umgangssprachlich Kaffeebohnen genannt.

Es gibt allerdings viele Getränke, die wie Kaffee verwendet werden, aber keine Kaffeebohnen enthalten – beispielsweise Getreidekaffee oder andere Kaffeealternativen.

Das ist dann aber eben kein Kaffee im botanischen Sinne, sondern ein Kaffeeersatz oder eine Alternative.

67. Warum heißt es Kaffeebohne, wenn die Bohne gar keine Bohne ist?

Weil Sprache manchmal gemütlicher ist als Botanik. 😂

Die „Kaffeebohne“ ist botanisch gesehen der Samen innerhalb der Kaffeefrucht. Die Bezeichnung Bohne hat sich einfach eingebürgert, weil Form und Aussehen an eine Bohne erinnern.

Wenn du beim nächsten Kaffee also ganz schlau sagen möchtest: „Eigentlich trinke ich geröstete Samen einer Kaffeefrucht“, darfst du das natürlich tun.

Ich würde trotzdem einfach Kaffee bestellen. ☕

68. Kann Kaffee schlecht werden, obwohl er trocken ist?

Ja – zumindest kann Kaffee deutlich an Qualität verlieren.

Feuchtigkeit ist ein Problem, aber auch Sauerstoff, Licht, Wärme und Zeit beeinflussen die Qualität. Kaffee muss also nicht schimmeln, damit er nicht mehr besonders aromatisch schmeckt.

Ein alter Kaffee kann völlig unauffällig aussehen und trotzdem deutlich weniger frisch und aromatisch sein.

69. Kann man Kaffeepulver im Kühlschrank lagern?

Das klingt erst einmal logisch: kalt ist doch gut, oder?

Ganz so einfach ist es nicht. Im Kühlschrank herrschen Feuchtigkeit und viele unterschiedliche Gerüche. Kaffee kann Gerüche aufnehmen und beim Herausnehmen kann sich Kondenswasser bilden.

Für den normalen Haushalt ist eine luftdichte, lichtgeschützte und trockene Aufbewahrung bei Raumtemperatur meist die unkompliziertere Lösung.

70. Wenn Kaffee wach macht, warum kann ich nach Kaffee manchmal trotzdem schlafen?

Weil Kaffee kein magischer Schlafverhinderer ist.

Menschen reagieren unterschiedlich empfindlich auf Koffein. Außerdem spielt eine Rolle, wie viel Kaffee man gewohnt ist, wie viel man getrunken hat und wann man ihn getrunken hat.

Und manchmal ist man einfach so müde, dass selbst der Kaffee denkt: „Okay, ich gebe auf.“ 😂

71. Kann man Kaffee trinken, ohne ihn zu trinken?

Natürlich. Man kann ihn riechen, anschauen, darüber reden und anderen beim Trinken zusehen.

Ob das allerdings denselben Effekt hat, wage ich zu bezweifeln. Der Duft kann Erinnerungen und Appetit auslösen – das Koffein kommt dadurch aber nicht in nennenswerter Menge in den Körper.

Mit anderen Worten: Nur am Kaffee riechen spart zwar Kalorien, ersetzt aber keine Tasse.

72. Warum schmeckt Kaffee manchmal nach Schokolade, obwohl gar keine Schokolade drin ist?

Weil „schokoladig“ bei Kaffee meistens eine Beschreibung des Aromaeindrucks ist.

Beim Rösten entstehen sehr viele unterschiedliche Aromastoffe. Dadurch können bei Kaffee beispielsweise Eindrücke von Schokolade, Nuss, Karamell, Früchten oder Gewürzen entstehen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass Schokolade zugesetzt wurde.

73. Kann eine Kaffeebohne nach Erdbeere schmecken?

Ja – zumindest kann Kaffee deutliche fruchtige Erdbeer- oder Beerenaromen zeigen.

Das bedeutet nicht, dass eine Erdbeere mit in der Rösttrommel saß. 😂

Herkunft, Varietät, Anbauhöhe, Aufbereitung und Röstung beeinflussen das Aromaprofil eines Kaffees. Manche Kaffees wirken deshalb erstaunlich fruchtig.

74. Warum schmeckt derselbe Kaffee bei mir heute anders als gestern?

Weil Kaffee leider kein Drucker ist, der jeden Tag exakt dieselbe Seite ausspuckt.

Schon kleine Veränderungen bei Mahlgrad, Kaffeemenge, Wassertemperatur, Brühzeit oder Wasser können den Geschmack beeinflussen.

Auch deine eigene Wahrnehmung spielt mit hinein. Wenn du ausgeschlafen bist, schmeckt etwas manchmal anders als nach einer Nacht mit drei Stunden Schlaf und einem Kind, das um 5:17 Uhr beschlossen hat, dass der Tag beginnt. 😄

75. Kann man Kaffee zu heiß trinken?

Ja. Und unabhängig vom Geschmack ist sehr heißes Trinken keine gute Idee.

Kaffee sollte eine angenehme Trinktemperatur haben. Direkt nach dem Brühen ist er häufig deutlich heißer, als es die Zunge angenehm findet.

Also lieber kurz warten. Kaffee läuft nicht weg – zumindest meistens nicht.

76. Wird Kaffee bitter, wenn ich ihn zu lange koche?

Bei vielen Zubereitungsarten kann eine zu lange oder ungünstige Extraktion zu einem bitteren und unausgewogenen Geschmack führen.

Filterkaffee wird beispielsweise nicht einfach besser, nur weil das Wasser besonders lange mit dem Kaffeemehl Kontakt hat. Mahlgrad, Temperatur und Kontaktzeit müssen zusammenpassen.

Mehr Zeit bedeutet beim Kaffee deshalb nicht automatisch mehr Genuss.

77. Kann man Espresso in einer normalen Kaffeetasse machen?

Du kannst Espresso natürlich in eine normale Tasse laufen lassen. Die Tasse wird dadurch aber noch lange nicht zur Espressotasse. 😂

Entscheidend für Espresso sind vor allem die Zubereitung unter Druck, feines Kaffeemehl, die passende Dosierung und die kurze Extraktionszeit.

Die Tasse ist nur das Gefäß. Sie entscheidet nicht darüber, ob aus der Maschine Espresso kommt.

78. Warum heißt es „Kaffee schwarz“, obwohl Kaffee gar nicht schwarz sein muss?

„Schwarzer Kaffee“ bedeutet im Alltag vor allem: Kaffee ohne Milch.

Je nach Röstgrad, Konzentration und Licht kann er dunkelbraun bis nahezu schwarz aussehen.

Die Bezeichnung beschreibt also eher das Fehlen von Milch als eine exakt definierte Farbe.

79. Kann man Kaffee einfrieren, damit er länger frisch bleibt?

Ja, das wird tatsächlich gemacht – allerdings sollte man dabei sehr sorgfältig mit Feuchtigkeit und Luft umgehen.

Für den normalen Alltag ist eine gute, luftdichte Aufbewahrung oft einfacher. Wer Kaffee einfriert, sollte vermeiden, dass beim Herausnehmen Feuchtigkeit an den Kaffee gelangt.

Also nicht ständig die große Kaffeepackung aus dem Gefrierschrank holen, aufmachen, wieder rein und am nächsten Tag dasselbe Spiel. Das wäre eher ein kleines Feuchtigkeits-Abenteuer.

80. Gibt es irgendwann zu viel Kaffee-Blabla?

Ja.

Aber ganz ehrlich: Nach 80 Fragen über Kaffee sind wir ziemlich sicher noch nicht an diesem Punkt. 😂☕

Und vielleicht ist genau das das Schöne an Kaffee: Man kann über Herkunft, Röstung, Mahlgrad, Zubereitung und Geschmack reden – oder einfach eine Tasse trinken und die Klappe halten.

Beides funktioniert.

☕ Jensis Kaffee-Weisheit:

Es gibt keine dumme Frage.

Es gibt nur Fragen, bei denen man sich vorher vielleicht einen Kaffee hätte machen sollen. 😂❤️

Und wenn du jetzt tatsächlich noch nicht genug Kaffee-Blabla hast, kannst du bei TeeBohne noch tiefer einsteigen:

☕❤️ Und jetzt mal ehrlich: Welche Frage fehlt noch?

Jens Thume von TeeBohne Einbeck – Autor für Kaffee und Tee

☕ Über den Autor: Jens Thume

Seit 2002 dreht sich bei mir vieles um Tee, Kaffee und die Geschichten dahinter. Bei TeeBohne kümmere ich mich heute vor allem um Produkte, Inhalte und natürlich um all die kleinen und großen Fragen, die rund um Kaffee auftauchen.

Und ja – manche Fragen sind wirklich ziemlich dumm. 😂 Aber genau das macht sie interessant. Denn hinter einem „Kann ich Kaffeepulver einfach essen?“ oder „Wird man von kaltem Kaffee von innen kalt?“ steckt manchmal tatsächlich ein kleines Stück Kaffeewissen.

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Kaffee und trinke ihn selbst am liebsten ganz klassisch: Filterkaffee, gerne mit frischer Milch. Dabei bin ich kein Kaffeemaschinen-Guru und muss auch nicht jedes Kaffeethema mit drei Fachbegriffen erklären.

Mir ist wichtiger, dass man versteht, warum Kaffee so schmeckt, wie er schmeckt – und dass man dabei ruhig auch mal lachen darf.

Mein Motto bei solchen Artikeln:
Eine dumme Frage ist oft nur eine gute Frage, die sich noch nicht getraut hat, ernst genommen zu werden. 😉☕

👉 Mehr über Jens Thume und TeeBohne erfahren

❤️ „Kaffee ist manchmal eine ernste Sache. Die Fragen dazu müssen es aber nicht immer sein.“

Dein Jensi von TeeBohne Einbeck ☕

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