Kaffeekultur weltweit – so trinken Menschen in verschiedenen Ländern ihren Kaffee TeeBohne

Kaffeekultur weltweit: So trinkt die Welt ihren Kaffee

Jens Thume · Aktualisiert: · 17 Min. Lesezeit

Wie trinkt die Welt ihren Kaffee? Von Espresso bis Egg Coffee

Kurz gesagt: Kaffee schmeckt überall anders – und noch spannender: In jedem Land gehört er ein bisschen anders zum Alltag. Von Espresso in Italien über Fika in Schweden bis Egg Coffee in Vietnam.

☕ Kaffee ist weltweit derselbe – und trotzdem trinken ihn alle ein bisschen anders.

Mal muss er schnell gehen. Mal ist er eine Einladung zum Sitzenbleiben. Mal gehört ein Stück Kuchen dazu, mal Kondensmilch, mal Kardamom und manchmal sogar Eigelb.

Genau das macht die Kaffeekultur weltweit so spannend.

Ich habe mich für diesen Artikel einmal auf eine kleine Weltreise gemacht und geschaut, wie Menschen ihren Kaffee in verschiedenen Ländern trinken – und vor allem, welche Rolle Kaffee dort im Alltag spielt.

Infografik zur Kaffeekultur weltweit mit Kaffeegetränken aus verschiedenen Ländern

🇪🇺 Kaffeekultur in Europa: Schon hier wird es erstaunlich unterschiedlich

Bevor wir einmal um die halbe Welt fliegen, bleiben wir kurz vor der eigenen Haustür.

Denn allein in Europa merkt man schon ziemlich schnell: „Einen Kaffee bitte“ bedeutet längst nicht überall dasselbe.

Eine aktuelle Studie von De’Longhi hat im Sommer 2026 die Kaffeewünsche in 35 europäischen Städten untersucht. Befragt wurden 3.001 Erwachsene in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Das Ergebnis: Selbst innerhalb Europas unterscheiden sich die bevorzugten Kaffeegetränke teilweise deutlich.

In Stuttgart lag beispielsweise der Cappuccino vorne, Glasgow hatte eine Vorliebe für Caffè Latte und in Dijon spielte Iced Coffee eine besondere Rolle.

Das Spannende daran ist für mich weniger die einzelne Rangfolge.

Viel interessanter ist die Erkenntnis dahinter:

☕ Kaffee ist nicht einfach nur ein Getränk. Er bekommt je nach Ort seine eigene Bedeutung.

Und genau deshalb lohnt sich ein Blick über den Tassenrand hinaus.

🇩🇪 Deutschland: Kaffee gehört einfach zum Tag

Wenn ich an Deutschland denke, denke ich zunächst einmal an Filterkaffee.

Große Kanne. Tasse daneben. Vielleicht ein Stück Kuchen. Und wenn Besuch kommt, wird eben noch einmal nachgeschenkt.

Natürlich hat sich die deutsche Kaffeekultur längst verändert. Cappuccino, Latte Macchiato, Flat White, Espresso, Caffè Crema und Cold Brew sind inzwischen ganz normal geworden.

Aber gleichzeitig ist der klassische Filterkaffee keineswegs verschwunden.

Und das passt eigentlich ziemlich gut zu unserem Verhältnis zum Kaffee:

Kaffee ist bei uns häufig weniger großes Ritual als zuverlässiger Bestandteil des Tages.

Morgens zum Frühstück. Im Büro. Nach dem Mittagessen. Beim Besuch. Nachmittags zum Kuchen. Und manchmal einfach, weil die Tasse gerade leer ist.

Ich kenne das ja selbst. 😄

Bei mir ist Kaffee nicht erst dann interessant, wenn irgendein Barista mit einer Pinzette drei Kaffeebohnen auf einen Teller legt.

Kaffee gehört einfach zum Tag.

Wer sich einmal anschauen möchte, woher unsere Kaffeebohnen eigentlich kommen und was hinter Arabica und Robusta steckt, kann hier weiterlesen:

👉 Kaffee-Grundlagen: Arabica, Robusta und die Kaffeepflanze

🇮🇹 🇫🇷 Italien und Frankreich: Espresso statt Riesentasse

Dann fahren wir ein Stück weiter nach Süden.

Italien.

Hier wird aus unserem deutschen „Ich nehme noch schnell einen Kaffee“ gerne ein kleiner Espresso.

Klein, konzentriert, aromatisch – und häufig ziemlich schnell getrunken.

Der Espresso ist dabei nicht einfach nur eine kleinere Version unseres Filterkaffees. Er gehört tief zur italienischen Kaffeekultur und zum Alltag.

Wer morgens an einer italienischen Bar steht, kann seinen Espresso trinken, sich kurz mit dem Barista unterhalten und anschließend weitergehen.

Das ist eine andere Vorstellung von Kaffeepause als unsere große Tasse am Schreibtisch.

Auch zu Hause spielt Kaffee eine wichtige Rolle. Die klassische Mokkakanne gehört in vielen italienischen Haushalten einfach dazu.

Und dann gibt es natürlich Cappuccino, Caffè Latte und viele weitere Varianten.

Frankreich wiederum ist ebenfalls stark vom Espresso geprägt. Dazu kommen Varianten wie der Café allongé – also ein Espresso, der mit mehr Wasser verlängert wird.

Und auch hier gilt:

Schon die Art, wie man Kaffee bestellt, gehört zur Kaffeekultur.

☕ Jensi-Blabla: Ich finde das eigentlich herrlich. Bei uns sagt man „Kaffee“. In anderen Ländern kann man mit zwei Wörtern schon ziemlich genau festlegen, was gleich in der Tasse landet. Da merkt man: Kaffee ist Sprache geworden. 😂

Kaffeekultur weltweit mit Kaffeegetränken aus verschiedenen Ländern

🇵🇹 🇪🇸 Portugal und Spanien: Kaffee hat viele Namen

In Portugal gehört Kaffee ganz selbstverständlich zum Alltag.

Ein Espresso wird häufig als Bica bezeichnet. Dazu kommen Varianten wie der Galão mit viel Milch oder andere Kombinationen aus Kaffee und Milch.

Das Schöne daran: Kaffee ist in Portugal nicht unbedingt die große Zeremonie.

Er ist einfach da.

Man trifft sich, setzt sich hin, bestellt einen kleinen Kaffee und redet ein bisschen.

In Spanien wird es sprachlich ebenfalls interessant.

Café solo bedeutet schwarzer Espresso. Beim Cortado kommt etwas Milch dazu. Und der Café con leche ist – der Name verrät es schon – Kaffee mit Milch.

Wer dann noch einen Café bombón bestellt, landet in einer deutlich süßeren Ecke.

Für uns Deutsche sieht das zunächst nach einem ziemlichen Wörterbuch aus.

Für die Einheimischen ist es dagegen einfach Kaffee-Alltag.

🌍 Kleine Weltreise-Lektion: Je stärker eine Kaffeekultur im Alltag verankert ist, desto genauer wird häufig auch die Sprache rund um den Kaffee.

🇬🇷 Griechenland: Kaffee trinken heißt Zeit haben

Und jetzt kommt ein Land, bei dem ich als Deutscher vermutlich erst einmal lernen müsste, den inneren Terminkalender auszuschalten.

Griechenland.

Dort sind Frappé, Freddo Espresso und Freddo Cappuccino weit verbreitet.

Und das Entscheidende ist nicht nur, was im Glas steckt.

Es geht darum, Zeit mit dem Kaffee zu verbringen.

Die griechische Tourismusorganisation beschreibt genau diesen Aspekt: Kaffee wird gerne langsam getrunken, während man zusammensitzt und sich unterhält.

Also nicht:

„Kaffee – rein damit – weiter.“

Sondern eher:

„Kaffee – hinsetzen – reden – noch reden – und irgendwann ist das Glas leer.“ 😄

Das gefällt mir.

Denn manchmal ist eine Kaffeepause erst dann eine Pause, wenn sie tatsächlich eine Pause ist.

🇸🇪 🇫🇮 Schweden und Finnland: Kaffee als soziale Pause

Weiter nach Norden.

In Schweden kennt man Fika.

Und Fika ist eben nicht einfach nur „Kaffee trinken“.

Es ist eine Pause, ein soziales Ritual und häufig die Kombination aus Kaffee und etwas Süßem.

Ein Zimtschnecken-Moment gehört da ziemlich gut dazu.

In Finnland findet man mit der Kahvitauko ebenfalls eine tief im Alltag verankerte Kaffeepause.

Und die Finnen nehmen Kaffee tatsächlich sehr ernst.

Visit Finland nennt durchschnittlich etwa vier Tassen Kaffee pro Tag und beschreibt Filterkaffee als besonders verbreitet. Kaffee wird dort zu Hause, im Büro, im Café und bei Einladungen getrunken.

Das Interessante ist also nicht nur die Menge.

Es ist die Selbstverständlichkeit.

Kaffee ist Teil des Tagesablaufs.

☕ Jensi-Gedanke: Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen „Ich brauche Koffein“ und „Ich trinke Kaffee“. Das erste ist eine Funktion. Das zweite ist ein Moment.

🇹🇷 Türkei: Wenn Kaffee ein Stück Kultur ist

Beim türkischen Kaffee wird es noch einmal grundsätzlicher.

Hier geht es nicht einfach um eine bestimmte Bohnensorte.

Türkischer Kaffee bezeichnet vor allem eine traditionelle Zubereitungsart.

Sehr fein gemahlener Kaffee wird mit Wasser – und je nach Geschmack Zucker – in einer kleinen Kanne, der Cezve, langsam erhitzt.

Der Kaffee wird ungefiltert in kleinen Tassen serviert.

Und genau diese Kombination aus Zubereitung, Servieren und sozialer Bedeutung hat dazu geführt, dass die türkische Kaffeekultur 2013 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.

UNESCO beschreibt türkischen Kaffee ausdrücklich als Teil von Gastfreundschaft, Freundschaft und gesellschaftlichem Austausch.

Das gefällt mir an diesem Beispiel besonders:

Der Kaffee selbst ist nur die halbe Geschichte.

Die andere Hälfte sitzt mit am Tisch.

🌍 Afrika und Naher Osten: Kaffee wird zum Ritual

Jetzt verlassen wir Europa.

Und spätestens hier merkt man, dass unsere Vorstellung von Kaffee ziemlich europäisch geprägt ist.

In Teilen Afrikas und des Nahen Ostens ist Kaffee nicht nur ein Getränk für den persönlichen Genuss.

Er kann ein Ausdruck von Gastfreundschaft, Gemeinschaft und Tradition sein.

🇪🇹 Äthiopien: Kaffee als Zeremonie

Äthiopien nimmt in der Geschichte des Kaffees eine besondere Stellung ein.

Die Region gilt als Ursprungsgebiet von Coffea arabica.

Und in der traditionellen äthiopischen Kaffeekultur kann aus dem Kaffeekochen eine regelrechte Zeremonie werden.

Die Bohnen werden geröstet, anschließend gemahlen und in einer speziellen Kanne, der Jebena, aufgebrüht.

Der Kaffee wird nicht einfach schnell in eine Tasse gegossen und dann geht jeder seiner Wege.

Das gemeinsame Zubereiten und Trinken gehört zum sozialen Erlebnis.

Mehrere Runden können dazugehören.

Und genau da sind wir wieder bei einem Thema, das uns auf unserer ganzen Weltreise immer wieder begegnet:

Kaffee verbindet Menschen.

Wenn du tiefer in die Herkunft der Kaffeepflanze einsteigen möchtest, passt unser Grundlagenartikel hervorragend dazu:

👉 Arabica oder Robusta? Die Grundlagen der Kaffeepflanze

☕ Arabische Kaffeekultur: Gastfreundschaft in der Tasse

Auch in der arabischen Welt kann Kaffee weit mehr sein als ein Getränk.

Die UNESCO führt die Tradition des arabischen Kaffees seit 2024 als immaterielles Kulturerbe für Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Katar und Jordanien.

Dort steht arabischer Kaffee besonders für Großzügigkeit und Gastfreundschaft.

Das Servieren folgt teilweise eigenen Regeln.

Gäste und ältere Menschen werden beispielsweise zuerst bedient. Der Kaffee wird mit der rechten Hand ausgeschenkt. Wer keinen weiteren Kaffee mehr möchte, bewegt beziehungsweise schüttelt die kleine Tasse als Zeichen.

Und häufig wird der Kaffee bei gesellschaftlichen Zusammenkünften, Hochzeiten und anderen Anlässen gereicht.

Auch Gewürze können eine Rolle spielen – etwa Kardamom.

☕ Kaffee als Begrüßung: Das ist vielleicht eine der schönsten Formen von Kaffeekultur überhaupt. Nicht „Möchtest du etwas trinken?“, sondern sinngemäß: „Du bist hier willkommen.“

🌏 Asien: Kaffee kann auch ganz anders schmecken

Jetzt wird es kulinarisch interessant.

Denn während wir in Europa gerne über Espresso, Cappuccino und Filterkaffee diskutieren, haben sich in Asien teilweise ganz eigene Kaffeetraditionen entwickelt.

Und manche davon dürften bei einem deutschen Frühstückstisch zunächst für hochgezogene Augenbrauen sorgen.

🇻🇳 Vietnam: Kondensmilch, Eis und Egg Coffee

Vietnam ist für mich eines der spannendsten Beispiele dafür, wie stark eine Kaffeekultur von den örtlichen Bedingungen und kulinarischen Gewohnheiten geprägt werden kann.

Ein typisches Werkzeug ist der kleine Metallfilter Phin.

Der Kaffee läuft langsam durch diesen Filter in das Glas oder die Tasse.

Sehr bekannt ist Cà phê sữa đá: kräftiger Kaffee, gesüßte Kondensmilch und Eis.

Und dann gibt es noch den berühmten Egg Coffee – Cà phê trứng.

Ja.

Ei.

Im Kaffee.

Genauer gesagt entsteht eine cremige Schicht aus Eigelb, Zucker und Kondensmilch, die auf den kräftigen Kaffee kommt.

Das vietnamesische Tourismusministerium beschreibt den Egg Coffee als eine in Hanoi entstandene Spezialität und als Beispiel für die kulinarische Kreativität der vietnamesischen Kaffeekultur.

Und ich finde: Man muss ihn nicht unbedingt mögen.

Aber man sollte anerkennen, dass hier jemand beim Kaffee einmal gesagt hat:

„Komm, wir machen es anders.“ 😂

☕ Jensi-Blabla: Ich stelle mir gerade vor, wie ich bei uns im Shop sage: „Heute im Angebot: Kaffee mit Eigelb.“ Sylva würde wahrscheinlich sehr genau überlegen, ob ich wirklich noch alle Tassen im Schrank habe. 😂

🇯🇵 Japan: Kaffee mit Ruhe und Präzision

Japan zeigt eine ganz andere Seite der Kaffeekultur.

In traditionellen Kissaten, also klassischen japanischen Kaffeehäusern, geht es häufig um Atmosphäre, Handwerk und Ruhe.

Die japanische Tourismusorganisation beschreibt Kissaten als alteingesessene Cafés, in denen unter anderem Pour-over- und Siphon-Kaffee eine wichtige Rolle spielen.

Teilweise werden die Bohnen sogar im Café selbst geröstet.

Das hat etwas wunderbar Entschleunigtes.

Der Kaffee wird nicht einfach aus einem Automaten gedrückt.

Man schaut zu.

Man wartet.

Man riecht.

Und irgendwann steht die Tasse vor einem.

Auch die Verbindung von Kaffee und Musik ist in einigen japanischen Kissaten besonders ausgeprägt.

Es gibt sogar sogenannte Jazz-Kissa, in denen Musik und Kaffee gemeinsam das Erlebnis ausmachen.

Das ist schon wieder ein ganz anderer Gedanke von Kaffeekultur:

Nicht Kaffee als Pause vom Alltag – sondern Kaffee als kleiner Gegenentwurf zum Alltag.

🌎 Amerika: Kaffee als Alltag, Gewürz und Lebensgefühl

Weiter über den Pazifik.

Und jetzt kommen wir in Regionen, die für die weltweite Kaffeeproduktion eine riesige Bedeutung haben.

Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Mittelamerika – hier wächst ein großer Teil des Kaffees, den wir später irgendwo auf der Welt trinken.

Und natürlich haben diese Länder ihre eigenen Kaffeetraditionen.

🇧🇷 Brasilien: Cafezinho für den Alltag

Brasilien ist der größte Kaffeeproduzent der Welt.

Aber Kaffee ist dort nicht nur ein Exportprodukt.

Eine typische Alltagstradition ist der Cafezinho – ein kleiner, kräftiger Kaffee, der häufig gesüßt serviert wird.

Und genau das Wort „klein“ ist interessant.

Denn Kaffee muss nicht immer eine riesige Tasse sein, um wichtig zu sein.

Der Cafezinho passt wunderbar zu einem Land, in dem Kaffee tief im Alltag verankert ist.

Brasilien zeigt außerdem sehr schön, wie eng Kaffeekultur und Kaffeeproduktion miteinander verbunden sein können.

Wir reden bei Kaffee nämlich nicht nur darüber, wie wir ihn trinken.

Wir reden auch darüber, wo er wächst, wie das Klima ihn beeinflusst und was am Weltmarkt passiert.

Genau dazu habe ich bei TeeBohne bereits einen ausführlichen Blick in die Zukunft geworfen:

👉 Wo wächst unser Kaffee 2050? – Der Kaffee bleibt, aber seine Landkarte verändert sich

Und wer sich gerade fragt, warum Kaffee überhaupt so teuer geworden ist, kann hier direkt weiterlesen:

👉 Kaffeepreis 2026: Brasilien, Ernte, El Niño und die Frage nach dem Preis

🇲🇽 Mexiko: Café de Olla mit Zimt

Mexiko bringt wieder eine ganz andere Geschmacksrichtung ins Spiel.

Beim traditionellen Café de Olla wird Kaffee mit Zimt und Piloncillo, einem traditionellen unraffinierten Zucker, zubereitet.

Der Name bedeutet sinngemäß „Kaffee aus dem Topf“.

Traditionell wird er tatsächlich in einem Topf gekocht beziehungsweise aufgebrüht.

Das Ergebnis ist nicht der klassische schwarze Filterkaffee, den wir aus Deutschland kennen.

Zimt und die karamellig-malzige Süße des Piloncillo geben dem Kaffee einen ganz eigenen Charakter.

Und wieder sehen wir dasselbe Muster:

Die Bohne ist nur der Anfang.

Was daraus wird, entscheidet auch die Kultur, in der der Kaffee landet.

🇨🇺 Kuba: Kleiner Kaffee, großer Geschmack

Auch Kuba hat seine ganz eigene Kaffee-Tradition.

Der Cafecito beziehungsweise Café Cubano ist ein kleiner, kräftiger Espresso, der traditionell mit Zucker zubereitet beziehungsweise serviert wird.

Der Kaffee ist intensiv und wird in kleinen Portionen getrunken.

Das passt wunderbar in unsere bisherige Weltreise:

Italien hat seinen Espresso.

Portugal seine Bica.

Brasilien seinen Cafezinho.

Kuba seinen Cafecito.

Überall kleine Tassen – aber überall ein bisschen anders.

Und wenn du einmal einen Kaffee aus Kuba ausprobieren möchtest, haben wir bei TeeBohne sogar einen passenden Kaffee im Sortiment:

👉 Karibik Kaffee aus Kuba – würzig, schokoladig und kräftig

Oder als Espresso:

👉 Espresso Karibik – kubanischer Espresso

🇦🇺 Australien: Der Flat White hat es ernst gemeint

Und dann landen wir in Australien.

Hier wird Kaffee ziemlich ernst genommen.

Tourism Australia beschreibt die australische Kaffeekultur als anspruchsvoll und stark von italienischen Einwanderern geprägt.

Besonders bekannt ist der Flat White.

Er besteht aus Espresso und fein aufgeschäumter Milch und hat weniger Schaum als ein klassischer Cappuccino.

Aber auch Latte, Piccolo, Long Black, Cold Drip und verschiedene Filtermethoden gehören zur australischen Caféwelt.

Gerade Melbourne ist für seine ausgeprägte Kaffeekultur bekannt.

Und da merkt man wieder:

Ein Kaffee kann auch ein Stück Stadtkultur werden.

Man geht nicht nur irgendwo etwas trinken.

Man hat seinen Lieblingsladen, seine Lieblingsbohne, seine bevorzugte Milch und vielleicht sogar seinen Stamm-Barista.

☕ Vom Espresso zum Flat White: Kaffee wandert um die Welt und verändert sich dabei. Manche Länder übernehmen eine Idee, passen sie an den eigenen Geschmack an und machen daraus irgendwann etwas völlig Eigenes.

🌍 Was die Kaffeekulturen weltweit verbindet

Wenn man jetzt einmal aus der Vogelperspektive auf diese ganzen Länder schaut, wird es richtig interessant.

Italien trinkt Espresso.

Schweden hat Fika.

Finnland hat seine Kahvitauko.

Griechenland nimmt sich Zeit für den Freddo.

Türkei verbindet Kaffee mit Gastfreundschaft und Tradition.

Die arabische Kaffeekultur macht Gastfreundschaft zum zentralen Bestandteil des Servierens.

Vietnam macht aus Kaffee mit Kondensmilch und Eis eine ganz eigene Spezialität.

Japan verbindet Kaffee mit Handwerk, Ruhe und Atmosphäre.

Mexiko gibt dem Kaffee Zimt und Piloncillo.

Australien macht den Flat White zum festen Bestandteil der Café-Kultur.

Deutschland kocht seine Kanne.

Und ich?

Ich mache morgens erst einmal Kaffee. 😂

Aber hinter all diesen unterschiedlichen Varianten steckt erstaunlich oft dasselbe Bedürfnis.

Menschen wollen zusammenkommen.

Menschen wollen einen Moment Pause.

Menschen wollen genießen.

Menschen wollen reden.

Oder manchmal wollen sie einfach nur verdammt dringend wach werden.

Auch das ist Kultur. 😄

☕❤️ Mein Jensi-Gedanke: Kaffee ist mehr als Koffein

Je länger ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe, desto weniger glaube ich, dass man Kaffeekultur allein über die Frage erklären kann: „Welchen Kaffee trinkt dieses Land?“

Die viel spannendere Frage ist:

„Warum trinken die Menschen dort Kaffee genau so?“

Und plötzlich wird aus einer Tasse Kaffee ein kleines Stück Gesellschaft.

In Italien kann der Espresso für den kurzen Moment zwischendurch stehen.

In Schweden wird Kaffee Teil einer bewussten Pause.

In der Türkei gehört die Zubereitung zur Tradition.

In der arabischen Welt kann Kaffee Gastfreundschaft ausdrücken.

In Japan wird daraus fast ein Handwerk.

Und in Vietnam wird aus Kaffee sogar ein kleines Dessert-Erlebnis.

Das finde ich persönlich viel spannender als die Frage, welches Land nun den „besten“ Kaffee trinkt.

Denn den gibt es sowieso nicht.

Es gibt nur den Kaffee, den du gerne in deiner Tasse hast.

Und genau da wird es dann wieder ganz persönlich. ☕❤️

☕ Und welchen Kaffee trinken wir bei TeeBohne?

Wenn du jetzt nach dieser Weltreise Lust auf Kaffee bekommen hast, musst du übrigens nicht gleich einen Flug nach Vietnam buchen. 😂

Wir haben bei TeeBohne natürlich ebenfalls ganz unterschiedliche Kaffees.

Und genau wie bei den Kaffeekulturen weltweit gilt auch hier:

Es gibt nicht den einen Kaffee für alle.

Wer einen milden, ausgewogenen Kaffee sucht, könnte beispielsweise mit unserer Gourmet Mischung glücklich werden. Sie besteht aus 100 % Arabica und verbindet Kaffees aus Honduras, Guatemala und Brasilien zu einer harmonischen Mischung.

👉 Gourmet Mischung – milder 100 % Arabica Kaffee

Wer es etwas kräftiger und schokoladiger mag, kann sich unseren Kaffee aus Kuba anschauen:

👉 Karibik Kaffee – Kaffee aus der Sierra Maestra

Und wer Kaffee gerne einmal mit einer zusätzlichen Aromawelt verbindet, findet bei uns natürlich auch Aromakaffees.

Zum Beispiel Haselnuss.

Der verbindet 70 % Arabica und 30 % Robusta mit einer nussigen Haselnussnote.

👉 Aromakaffee Haselnuss – mild, nussig und cremig

Und für den Kaffee am Nachmittag oder Abend gibt es die Variante auch entkoffeiniert:

👉 Entkoffeinierter Haselnusskaffee mit Haselnussnote

Natürlich findest du noch viele weitere Sorten in unserer Kaffeeauswahl:

👉 Alle Kaffees bei TeeBohne entdecken

❓ Häufige Fragen zur Kaffeekultur weltweit

Wie trinken andere Länder Kaffee?

Sehr unterschiedlich. In Italien ist Espresso besonders prägend, in Finnland und Deutschland spielt Filterkaffee eine wichtige Rolle, in Schweden gehört Kaffee zur Fika, in Vietnam wird Kaffee häufig mit Kondensmilch und Eis getrunken und in Japan gibt es eine ausgeprägte Kissaten- und Pour-over-Kultur.

Welches Land trinkt am meisten Kaffee?

Beim Pro-Kopf-Verbrauch wird häufig Finnland als Spitzenreiter genannt. Visit Finland spricht von durchschnittlich etwa vier Tassen pro Person und Tag. Dabei ist allerdings wichtig, zwischen Pro-Kopf-Verbrauch und dem gesamten Kaffeekonsum eines Landes zu unterscheiden.

Was ist Fika?

Fika ist eine schwedische Kaffeepause, bei der Kaffee häufig gemeinsam mit etwas Süßem und in Gesellschaft genossen wird. Der Begriff steht dabei für mehr als nur das Getränk: Es geht um eine bewusste Pause und gemeinsames Zusammensein.

Was ist türkischer Kaffee?

Türkischer Kaffee bezeichnet vor allem eine traditionelle Zubereitungsart. Sehr fein gemahlener Kaffee wird mit Wasser und gegebenenfalls Zucker in einer Cezve langsam erhitzt und anschließend ungefiltert in kleinen Tassen serviert. Die damit verbundene Kaffeekultur wurde 2013 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Was ist Egg Coffee?

Egg Coffee beziehungsweise Cà phê trứng ist eine vietnamesische Kaffeespezialität aus Hanoi. Dabei wird kräftiger Kaffee mit einer cremigen Mischung aus Eigelb, Zucker und Kondensmilch kombiniert.

Was ist ein Flat White?

Ein Flat White besteht aus Espresso und fein aufgeschäumter Milch. Er ist besonders eng mit der australischen und neuseeländischen Café-Kultur verbunden und wird heute weltweit angeboten.

Warum schmeckt Kaffee in verschiedenen Ländern so unterschiedlich?

Neben der Bohne spielen Zubereitung, Röstung, Mahlgrad, Wasser, Milch, Zucker, Gewürze und lokale Essgewohnheiten eine Rolle. Kaffeekultur entsteht deshalb nicht allein durch den Kaffee selbst, sondern durch die Art, wie Menschen ihn in ihren Alltag integrieren.

Welche Kaffeetraditionen sind UNESCO-Kulturerbe?

Unter anderem wurden die türkische Kaffeekultur sowie die Tradition des arabischen Kaffees in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um das Getränk, sondern auch um überlieferte Zubereitungsformen, soziale Regeln und die Bedeutung für Gemeinschaft und Gastfreundschaft.

☕❤️ Mein Fazit

Wenn ich nach dieser kleinen Weltreise eines mitnehme, dann das:

Kaffee ist überall Kaffee – aber fast nirgendwo einfach nur Kaffee.

Mal ist er schneller Wachmacher.

Mal Kaffeepause.

Mal Einladung.

Mal Tradition.

Mal Handwerk.

Mal Dessert.

Und manchmal eben einfach die Tasse, die morgens dafür sorgt, dass man nicht zuerst mit dem Kopf gegen die Küchentür läuft. 😂☕

Vielleicht ist genau das das Schöne an Kaffee.

Die Bohne verbindet die Welt.

Die Tasse erzählt dann, wo wir gerade sind.

Und ich finde, das ist eine ziemlich schöne Geschichte für ein Getränk.

Dein Jensi von TeeBohne Einbeck ❤️☕

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Jens Thume von TeeBohne – Autor und Shop-Betreiber

✍️ Über den Autor: Jens Thume

Ich beschäftige mich bei TeeBohne seit vielen Jahren mit Kaffee, seinen Ursprüngen, seiner Zubereitung und natürlich mit der Frage, warum die eine Tasse Kaffee ganz anders schmeckt als die andere.

Für diesen Artikel habe ich mich einmal auf eine kleine Kaffeereise um die Welt gemacht. Denn Kaffee ist zwar überall Kaffee – aber Espresso in Italien, Fika in Schweden, türkischer Kaffee oder Egg Coffee aus Vietnam erzählen jeweils ihre ganz eigene Geschichte.

Mir ist dabei wichtig, nicht einfach irgendwelche Kaffeeklischees aufzuzählen, sondern zu schauen, was hinter den unterschiedlichen Kaffeetraditionen steckt und welche Rolle Kaffee im Alltag der Menschen spielt.

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