Ratgeber-Titelbild zum Thema Kaffee und Magenprobleme: Eine Tasse heißer, frisch gebrühender Kaffee auf einem Holztisch mit Kaffeebohnen und einer Person im Hintergrund mit leichten Bauchbeschwerden

Warum verursacht Kaffee Magenprobleme? Ursachen & Tipps

Jens Thume · Aktualisiert: · 12 Min. Lesezeit

Warum verursacht Kaffee Magenprobleme? – Ursachen, Tipps & verträglicher Kaffeegenuss

Kaffee am Morgen.

Für viele gehört er einfach dazu.

Tasse hinstellen, Kaffee rein, einmal tief den Duft einatmen und langsam wach werden. ☕❤️

Und dann gibt es diese Tage, an denen der Magen nach der ersten Tasse plötzlich sagt:

„Nein. Heute machen wir das nicht mit.“ 😂

Es zwickt, brennt oder fühlt sich einfach unangenehm an.

Manche bekommen Magenschmerzen, andere Sodbrennen oder saures Aufstoßen. Wieder andere merken vor allem ein flaues Gefühl oder haben den Eindruck, dass Kaffee auf nüchternen Magen überhaupt keine gute Idee ist.

Aber warum ist das so?

Warum verträgt man Kaffee manchmal jahrelang problemlos – und plötzlich nicht mehr?

Und gibt es überhaupt Kaffee, der für einen empfindlichen Magen besser geeignet ist?

Die kurze Antwort lautet:

Es gibt nicht den einen Grund.

Kaffee kann bei empfindlichen Menschen unter anderem durch seine Inhaltsstoffe, das Koffein, die individuelle Verträglichkeit, die Röstung, die Zubereitung und auch durch die Menge Beschwerden begünstigen oder verstärken.

Und genau deshalb bringt es wenig, einfach pauschal zu sagen:

„Kaffee ist schlecht für den Magen.“

Das wäre viel zu einfach.

Viel interessanter ist die Frage:

Was passiert bei dir nach der Tasse Kaffee – und an welcher Stellschraube kannst du etwas verändern?


Infografik zum Thema Kaffee und Magenprobleme: Fünf einfache Faktoren (Koffein, Säureprofil, Menge, nüchterner Magen, individuelle Verträglichkeit), Tipps zum Ausprobieren und eine Tasse Kaffee im Zentrum

Das Wichtigste zuerst: Warum kann Kaffee auf den Magen schlagen?

Kaffee enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, darunter Koffein und verschiedene Säuren und andere Verbindungen, die den Geschmack und die Wirkung des Getränks beeinflussen.

Bei empfindlichen Menschen kann Kaffee unter anderem die Magensäuresekretion beeinflussen oder Beschwerden wie Sodbrennen verstärken.

Dabei reagieren Menschen sehr unterschiedlich.

Der eine trinkt drei Tassen und merkt überhaupt nichts.

Der andere trinkt eine halbe Tasse und denkt:

„Das war jetzt wohl nicht meine beste Idee.“ 😄

Mögliche Faktoren sind:

  • Koffeingehalt
  • Kaffeemenge
  • persönliche Empfindlichkeit
  • Zubereitungsart
  • Röstung
  • Säureprofil des Kaffees
  • Trinkzeitpunkt
  • leerer oder gefüllter Magen
  • bereits bestehende Beschwerden wie Reflux

Deshalb lohnt es sich, nicht nur die Kaffeebohne anzuschauen.

Auch die Art, wie du deinen Kaffee trinkst, kann einen Unterschied machen.


Warum bekomme ich von Kaffee Magenschmerzen?

Magenschmerzen nach Kaffee können unterschiedliche Ursachen haben.

Bei manchen Menschen scheint Kaffee den Magen beziehungsweise die Magensäure stärker zu stimulieren. Bei anderen spielt eher eine bereits bestehende Empfindlichkeit eine Rolle.

Auch sehr große Kaffeemengen können problematisch sein.

Und dann gibt es noch den Klassiker:

Kaffee direkt nach dem Aufstehen auf komplett leeren Magen.

Das funktioniert bei manchen wunderbar.

Bei anderen überhaupt nicht.

Wenn du merkst, dass dein Magen gerade morgens besonders empfindlich reagiert, kannst du einmal ausprobieren, den Kaffee nicht als allererstes Getränk auf völlig nüchternen Magen zu trinken.

Ein kleines Frühstück oder zumindest etwas zu essen kann für manche Menschen einen Unterschied machen.

Das ist allerdings kein allgemeines Heilmittel.

Wenn du regelmäßig starke Magenschmerzen bekommst, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.


Kaffee auf nüchternen Magen – ist das schlecht?

Das lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten.

Viele Menschen trinken Kaffee nüchtern und haben keinerlei Beschwerden.

Andere bekommen gerade dann:

  • Magendrücken
  • Übelkeit
  • Brennen
  • saures Aufstoßen
  • Unwohlsein

Wenn du zu dieser zweiten Gruppe gehörst, ist der einfachste Test:

Probier deinen Kaffee einmal nach dem Frühstück statt direkt nach dem Aufstehen.

Und beobachte, ob sich etwas verändert.

Du musst dafür nicht gleich deinen gesamten Kaffeekonsum umstellen.

Manchmal reicht schon eine kleine Veränderung im Tagesablauf.

Infografik im Entscheidungsbaum-Stil mit sechs praktischen Schritten, wenn Kaffee nicht gut bekommt (Menge anpassen, nicht nüchtern trinken, andere Bohnen oder Zubereitung testen, entkoffenieren und Schritt für Schritt vorgehen), im modernen Stil eines deutschen Kaffeeratgebers

Warum verursacht Kaffee Sodbrennen?

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und dort das typische Brennen verursacht.

Kaffee kann bei manchen Menschen solche Beschwerden auslösen oder verstärken.

Aber auch hier gilt:

Nicht jeder reagiert gleich.

Wenn du Kaffee liebst, aber regelmäßig Sodbrennen bekommst, kann es sich lohnen, verschiedene Faktoren einzeln auszuprobieren.

Zum Beispiel:

  • weniger Kaffee trinken
  • Kaffee nicht auf nüchternen Magen trinken
  • eine andere Röstung ausprobieren
  • eine andere Zubereitungsart testen
  • entkoffeinierten Kaffee ausprobieren
  • sehr große Tassen vermeiden

Wir haben dazu bereits einen eigenen ausführlichen Ratgeber:

Kaffee trotz Sodbrennen? Mit diesen Tipps klappt der beschwerdefreie Genuss!

Dort gehen wir noch genauer auf Kaffee, Sodbrennen und mögliche Stellschrauben ein.


Welche Rolle spielt das Koffein?

Koffein ist einer der bekanntesten Bestandteile von Kaffee.

Und manche Menschen reagieren empfindlicher darauf als andere.

Wenn du feststellst, dass normaler Kaffee bei dir Beschwerden verursacht, kann ein interessanter Test sein:

Wie reagiert mein Körper auf entkoffeinierten Kaffee?

Wenn es damit deutlich besser funktioniert, könnte das Koffein zumindest ein Faktor sein.

Damit ist allerdings nicht automatisch bewiesen, dass ausschließlich das Koffein für deine Beschwerden verantwortlich ist.

Denn Kaffee besteht aus deutlich mehr als nur Koffein.

Wenn du mehr über Koffein wissen möchtest:

Koffeingehalt: Wie viel Koffein steckt in Kaffee?

Und wenn du dich für entkoffeinierten Kaffee interessierst:

Entkoffeinierter Kaffee – Herstellung, Wirkung & Geschmack

Dort erklären wir ausführlich, wie Kaffee entkoffeiniert wird und wie viel Koffein tatsächlich noch enthalten sein kann.


Ist säurearmer Kaffee besser für empfindliche Mägen?

Hier wird es interessant.

Denn „säurearm“ und „magenfreundlich“ sind nicht automatisch dasselbe.

Ein Kaffee mit einem weniger säurebetonten Geschmacksprofil kann für manche Menschen angenehmer sein.

Aber daraus lässt sich nicht ableiten:

„Dieser Kaffee verhindert Magenschmerzen.“

So einfach ist es leider nicht.

Wenn du empfindlich reagierst, kannst du verschiedene Kaffees miteinander vergleichen.

Zum Beispiel einen eher milden Kaffee mit einem kräftigeren oder stärker fruchtbetonten Kaffee.

Dabei geht es nicht darum, eine magische Sorte zu finden.

Es geht darum herauszufinden:

Welche Bohne funktioniert für meinen Geschmack und meinen Magen besser?

Infografik im modernen Vergleichsstil zum Thema empfindlicher Magen und Kaffeegenuss: Gegenüberstellung von Koffein, Röstung, Zubereitung und Zeitpunkt mit praktischen Tipps und persönlichem Kaffeetest, im Stil eines deutschen Kaffeeratgebers

Welche Röstung ist für empfindliche Kaffeetrinker interessant?

Die Röstung verändert Geschmack, Säurewahrnehmung und viele chemische Eigenschaften des Kaffees.

Dunklere Röstungen schmecken häufig kräftiger, röstiger und weniger fruchtig.

Hellere Röstungen können stärker fruchtige und säurebetonte Geschmacksnoten zeigen.

Aber auch hier gilt:

Dunkel geröstet bedeutet nicht automatisch magenfreundlich.

Und hell geröstet bedeutet ebenfalls nicht automatisch unverträglich.

Die individuelle Reaktion zählt.

Wenn du bisher Probleme mit sehr fruchtigen oder säurebetonten Kaffees hattest, kann es trotzdem interessant sein, einmal eine ausgewogenere, kräftigere Röstung zu testen.

Danach weißt du mehr.


Kann die Zubereitung Magenprobleme beeinflussen?

Ja, zumindest kann sie den Charakter des Kaffees deutlich verändern.

Mahlgrad, Temperatur, Kontaktzeit und Kaffee-Wasser-Verhältnis beeinflussen die Extraktion.

Und damit verändert sich auch der Geschmack.

Ein überextrahierter Kaffee kann beispielsweise bitter und unangenehm schmecken.

Ein unterextrahierter Kaffee kann sehr sauer oder dünn wirken.

Wenn du deinen Kaffee zu Hause zubereitest, lohnt es sich deshalb, auch die Zubereitung unter die Lupe zu nehmen.

Für Filterkaffee haben wir einen eigenen ausführlichen Ratgeber:

Wie mache ich perfekten Filterkaffee?


Filterkaffee bei empfindlichem Magen?

Filterkaffee wird häufig mit einem leichteren, klareren Geschmack verbunden.

Ob er für deinen Magen besser funktioniert, lässt sich aber nicht pauschal sagen.

Interessant ist allerdings, dass die Zubereitung einen Unterschied machen kann.

Wenn du bisher ausschließlich Kaffee aus dem Vollautomaten trinkst, könntest du einmal einen gut zubereiteten Filterkaffee ausprobieren.

Nicht weil Filterkaffee grundsätzlich „magenfreundlich“ wäre.

Sondern weil du damit eine andere Kombination aus Bohne, Mahlgrad und Zubereitung bekommst.

Und manchmal ist genau das der entscheidende Unterschied.


Kaffee aus dem Vollautomaten – kann der Magen davon gereizt werden?

Auch Kaffee aus dem Vollautomaten kann bei empfindlichen Menschen Beschwerden auslösen.

Hier spielen ebenfalls Bohne, Röstung, Koffeingehalt und persönliche Verträglichkeit eine Rolle.

Zusätzlich kommt die Einstellung des Geräts dazu.

Ein sehr fein gemahlener Kaffee, eine hohe Kaffeestärke oder eine große Menge können den Geschmack und die Konzentration verändern.

Wenn du deinen Vollautomaten optimal einstellen möchtest, findest du hier unseren ausführlichen Ratgeber:

Kaffeevollautomat richtig einstellen – Mahlgrad, Kaffeestärke, Wassermenge & Kaffeetemperatur


Infografik im warmen Editorial-Design mit dem Titel ,Warum vertrage ich Kaffee plötzlich nicht mehr?‘. Die Grafik zeigt Tipps zu Ursachen wie veränderter Kaffeemenge, Koffein, nüchternem Magen, Bohnen oder Zubereitung, listet typische Beschwerden auf, bietet einen Schritt-für-Schritt-Test vom Kaffeeratgeber TeeBohne

Warum vertrage ich Kaffee plötzlich nicht mehr?

Das ist eine Frage, die tatsächlich ziemlich häufig gestellt wird.

Und die Antwort lautet:

Das kann verschiedene Gründe haben.

Die persönliche Verträglichkeit kann sich verändern.

Außerdem können sich Trinkmenge, Lebensgewohnheiten, Ernährung oder andere Faktoren verändert haben.

Vielleicht waren es früher zwei kleine Tassen.

Heute sind es morgens ein großer Becher und nachmittags noch einer.

Vielleicht trinkst du den Kaffee inzwischen nüchtern.

Vielleicht hast du eine neue Sorte ausprobiert.

Oder dein Körper reagiert momentan einfach empfindlicher.

Deshalb würde ich nicht sofort sagen:

„Ich vertrage keinen Kaffee mehr.“

Sondern zunächst beobachten:

Wann treten die Beschwerden auf?

Nach welcher Sorte?

Nach welcher Menge?

Auf nüchternen Magen?

Nach Milch?

Nach starkem Kaffee?

Oder nur zu bestimmten Tageszeiten?

Ein kleines Kaffee-Tagebuch kann dabei erstaunlich hilfreich sein.


Wie finde ich heraus, welcher Kaffee mir besser bekommt?

Hier kommt mein Lieblingsansatz:

Nicht alles gleichzeitig verändern.

Wenn du heute eine neue Bohne kaufst, gleichzeitig eine andere Kaffeemaschine benutzt, plötzlich Milch weglässt und nur noch halb so viel Kaffee trinkst, weißt du am Ende gar nichts. 😂

Besser:

Test 1

Gleiche Zubereitung, andere Bohne.

Test 2

Gleiche Bohne, andere Zubereitung.

Test 3

Gleiche Bohne und Zubereitung, aber weniger Kaffee.

Test 4

Normaler Kaffee gegen entkoffeinierten Kaffee vergleichen.

So kannst du Stück für Stück herausfinden, was dir bekommt.


Kaffee mit Milch – hilft das dem Magen?

Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort.

Manche Menschen empfinden Kaffee mit Milch als angenehmer.

Andere vertragen gerade Milch beziehungsweise Milchprodukte nicht besonders gut.

Wenn du das Gefühl hast, dass Milch deinen Kaffee verträglicher macht, kannst du das natürlich beobachten.

Wenn du allerdings nach Milchkaffee ebenfalls Beschwerden bekommst, lohnt sich ein Vergleich mit schwarzem Kaffee oder einer anderen Variante.


Hilft weniger Kaffee?

Manchmal ist die einfachste Lösung tatsächlich:

weniger davon.

Nicht unbedingt gar keinen Kaffee.

Vielleicht statt vier Tassen nur zwei.

Oder statt eines riesigen Bechers eine kleinere Tasse.

Denn auch die Menge spielt eine Rolle.

Und ganz ehrlich:

Manchmal trinken wir Kaffee nicht einmal mehr, weil wir ihn wirklich wollen.

Die Tasse steht da.

Also wird sie getrunken.

Dann steht die nächste da.

Und die wird natürlich ebenfalls getrunken.

Du kennst das. 😉


Was kann ich ausprobieren, wenn Kaffee auf den Magen schlägt?

Wenn du Kaffee grundsätzlich gut verträgst, aber momentan Probleme bekommst, kannst du einige Dinge einzeln ausprobieren:

☕ 1. Weniger trinken

Reduziere zunächst die Menge.

🍽️ 2. Nicht nüchtern trinken

Probier den Kaffee nach einer Kleinigkeit zu essen.

🌿 3. Andere Bohne testen

Ein anderes Säure- und Geschmacksprofil kann einen Unterschied machen.

🔥 4. Andere Röstung ausprobieren

Eine ausgewogenere oder dunklere Röstung kann geschmacklich angenehmer sein.

🧊 5. Andere Zubereitung testen

Zum Beispiel Filterkaffee statt Vollautomat.

🌙 6. Entkoffeinierten Kaffee testen

Damit lässt sich zumindest ausprobieren, ob Koffein bei deinen Beschwerden eine Rolle spielt.


Und was ist mit Cold Brew?

Cold Brew wird mit kaltem beziehungsweise zimmerwarmem Wasser über einen längeren Zeitraum extrahiert.

Das Ergebnis ist geschmacklich häufig besonders weich und weniger bitter.

Auch hier gilt aber:

Cold Brew ist kein medizinisches Mittel gegen Magenprobleme.

Wenn du ihn besser verträgst, ist das interessant.

Wenn nicht, ist das ebenfalls eine wichtige Information.

Am Ende zählt wieder deine persönliche Reaktion.


Magenfreundlicher Kaffee – gibt es den überhaupt?

Den Begriff „magenfreundlicher Kaffee“ findest du häufig.

Ich würde ihn aber nicht mit einem Gesundheitsversprechen verwechseln.

Ein Kaffee kann beispielsweise:

  • weniger säurebetont schmecken

  • mild geröstet oder kräftig geröstet sein

  • einen bestimmten Koffeingehalt besitzen

  • anders zubereitet werden

Das kann für manche Menschen angenehmer sein.

Aber kein Kaffee kann pauschal garantieren, dass jeder Mensch ihn problemlos verträgt.

Wir haben bei TeeBohne deshalb auch einen eigenen Artikel zu diesem Thema:

Magenfreundlicher Kaffee – Genuss für empfindliche Mägen


Ein Wort aus dem TeeBohne-Alltag ☕❤️

Ich glaube, beim Thema Kaffee und Magen wird oft viel zu schnell in Schwarz und Weiß gedacht.

„Kaffee ist schlecht.“

Oder:

„Diese Sorte ist magenfreundlich.“

So einfach ist es im echten Leben meistens nicht.

Bei uns im Alltag merke ich immer wieder:

Die Kunden kommen selten mit der Frage:

„Welche Bohne besitzt das optimale chemische Profil für meinen Magen?“

😂

Meistens lautet die Frage viel einfacher:

„Ich liebe Kaffee – aber mein Magen macht da nicht mehr so richtig mit. Was kann ich ausprobieren?“

Und genau das ist die spannendere Frage.

Denn manchmal reicht tatsächlich eine andere Bohne.

Manchmal eine andere Zubereitung.

Manchmal weniger Kaffee.

Und manchmal ist es eben der Zeitpunkt, an dem man ihn trinkt.

Deshalb würde ich nicht sofort den Kaffee aus dem Leben verbannen.

Erst einmal herausfinden, was genau nicht funktioniert.


Wann sollte man Beschwerden ärztlich abklären lassen?

Kaffee kann Beschwerden auslösen oder verstärken.

Aber nicht jede Magenbeschwerde kommt vom Kaffee.

Wenn du regelmäßig starke oder zunehmende Beschwerden hast, häufig unter Sodbrennen leidest oder Schmerzen unabhängig vom Kaffeetrinken auftreten, solltest du das medizinisch abklären lassen.

Auch bei ungewöhnlichen, starken oder anhaltenden Beschwerden sollte nicht einfach dauerhaft die Kaffeebohne als Ursache angenommen werden.

Denn Kaffee kann ein Auslöser sein.

Er muss aber nicht die eigentliche Ursache sein.


FAQ: Häufige Fragen zu Kaffee und Magenproblemen

Warum bekomme ich von Kaffee Magenschmerzen?

Kaffee kann bei empfindlichen Menschen verschiedene Magenbeschwerden auslösen oder verstärken. Dabei können unter anderem Koffein, Säureprofil, Menge, Zubereitung und der persönliche Zustand des Magens eine Rolle spielen.

Warum bekomme ich von Kaffee Sodbrennen?

Kaffee kann bei manchen Menschen Sodbrennen beziehungsweise Refluxbeschwerden auslösen oder verstärken. Wenn du das bemerkst, kannst du unter anderem die Menge reduzieren, Kaffee nicht nüchtern trinken oder eine andere Sorte beziehungsweise Zubereitung ausprobieren.

Ist Kaffee auf nüchternen Magen schlecht?

Nicht für jeden. Viele Menschen vertragen Kaffee auf nüchternen Magen problemlos. Wer danach Magenschmerzen, Übelkeit oder Sodbrennen bekommt, kann ausprobieren, den Kaffee erst nach dem Frühstück zu trinken.

Welcher Kaffee ist magenschonend?

Einen Kaffee, der für jeden Menschen garantiert magenfreundlich ist, gibt es nicht. Manche Menschen vertragen bestimmte mildere oder weniger säurebetonte Kaffees besser. Auch Röstung, Koffeingehalt und Zubereitung können eine Rolle spielen.

Ist dunkler Kaffee besser für den Magen?

Nicht automatisch. Dunklere Röstungen schmecken häufig weniger fruchtig und anders säurebetont als hellere Röstungen. Ob ein bestimmter Kaffee besser vertragen wird, hängt jedoch von der individuellen Person und der konkreten Bohne ab.

Ist Filterkaffee besser für den Magen?

Nicht grundsätzlich. Filterkaffee kann sich geschmacklich und in der Zubereitung von Kaffee aus dem Vollautomaten oder Espresso unterscheiden. Ob er besser vertragen wird, muss individuell ausprobiert werden.

Hilft Milch gegen Magenschmerzen durch Kaffee?

Milch kann für manche Menschen den Kaffeegenuss angenehmer machen, ist aber keine allgemeine Lösung gegen Magenbeschwerden. Außerdem können Milchprodukte bei manchen Menschen selbst Beschwerden verursachen.

Ist entkoffeinierter Kaffee besser für den Magen?

Das kann bei Menschen interessant sein, die empfindlich auf Koffein reagieren. Entkoffeinierter Kaffee enthält allerdings weiterhin geringe Restmengen Koffein und ist nicht automatisch magenfreundlicher. Ein Vergleich mit normalem Kaffee kann zeigen, ob Koffein bei den eigenen Beschwerden eine Rolle spielt.

Kann weniger Kaffee helfen?

Ja, eine Reduzierung der Kaffeemenge kann einen sinnvollen Versuch darstellen. Gerade wenn täglich mehrere große Tassen getrunken werden, kann es interessant sein, die Menge schrittweise zu reduzieren und die Reaktion zu beobachten.

Warum vertrage ich Kaffee plötzlich nicht mehr?

Die Verträglichkeit kann sich verändern. Außerdem können sich Kaffeestärke, Sorte, Trinkmenge, Zubereitung oder der Zeitpunkt des Kaffeetrinkens verändert haben. Auch andere Ursachen können Beschwerden auslösen. Bei anhaltenden Problemen sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Kann Kaffee eine Magenschleimhautentzündung verursachen?

Kaffee sollte nicht pauschal als Ursache einer Gastritis bezeichnet werden. Bei einer bereits gereizten Magenschleimhaut kann Kaffee allerdings Beschwerden verstärken. Bei entsprechenden Symptomen sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.

Kann ich trotz empfindlichem Magen Kaffee trinken?

Das hängt von der individuellen Verträglichkeit ab. Manche Menschen können Kaffee weiterhin genießen, wenn sie Sorte, Menge oder Zubereitung anpassen. Andere müssen ihren Kaffeekonsum stärker reduzieren oder zeitweise darauf verzichten.


Fazit: Kaffee und Magen – ausprobieren statt pauschal verzichten

Wenn Kaffee auf den Magen schlägt, ist das natürlich ziemlich ärgerlich.

Gerade wenn man Kaffee eigentlich liebt.

Aber bevor du deine Kaffeetasse für immer verabschiedest, lohnt sich ein genauer Blick.

Wie viel trinkst du?

Wann trinkst du ihn?

Auf nüchternen Magen?

Welche Bohne verwendest du?

Wie ist sie geröstet?

Wie bereitest du sie zu?

Und was passiert, wenn du entkoffeinierten Kaffee ausprobierst?

Du siehst:

Es gibt ziemlich viele Stellschrauben.

Und genau deshalb würde ich nicht einfach behaupten:

„Kaffee verursacht Magenprobleme.“

Richtiger ist:

Kaffee kann bei manchen Menschen Magen- oder Refluxbeschwerden auslösen oder verstärken – und welche Faktoren dabei entscheidend sind, ist individuell.

Das ist vielleicht weniger spektakulär.

Aber dafür ehrlicher.

Und wenn wir schon Kaffee trinken, darf es ruhig ein bisschen ehrlicher sein. 😉

Denn am Ende soll die Tasse Kaffee nicht zum täglichen Streit mit dem eigenen Magen werden.

Sie soll einfach schmecken. ☕❤️

Wenn du herausfinden möchtest, welcher Kaffee zu deinem Geschmack passt, kannst du dich auch einmal durch unsere Kaffeesorten und Kaffeebohnen stöbern.

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2 Kommentare

Hallo Jule,
vielen Dank für deinen Hinweis und dein Interesse! 😊

Ja, es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die die Zusammenhänge zwischen Kaffee, Röstverfahren und Magenreizungen belegen:

Chlorogensäure & Magenreizungen:

Farah, A. & Donangelo, C. M. (2006). Chlorogenic acids from coffee and their potential health effects. Food Chemistry, 94(4), 1–9.

Diese Studien zeigen, dass besonders bei schnell geröstetem Kaffee hohe Mengen an Chlorogensäure erhalten bleiben, die die Magenschleimhaut reizen können.

Röstverfahren und Säuregehalt:

Gloess, A. N. et al. (2013). Comparison of coffee quality attributes and chemical composition for different roasting conditions. Food Research International, 53(2), 609–622.

Hier wird beschrieben, dass längere, schonendere Röstungen die Säure abbauen und die Verträglichkeit erhöhen.

Bitterstoffe & Reizstoffe durch industrielle Röstung:

Murthy, P. S., & Madhava Naidu, M. (2012). Sustainable management of coffee industry by-products and value addition – A review. Resources, Conservation and Recycling, 66, 45–58.

Untersucht wird u.a., wie schnelle Hochtemperatur-Röstungen zu bitteren Verbindungen führen, die Magenbeschwerden begünstigen.

Diese Studien stützen die im Artikel genannten Thesen: Die Röstung hat einen entscheidenden Einfluss auf Säure, Bitterstoffe und die Verträglichkeit.

Jens Thume

Gibt es Studien, die diese Thesen belegen? Können Sie diese bitte mit angeben? Vielen Dank und beste Grüße

Jule

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