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Flat White: Rezept, Zubereitung, Milch & Microfoam
Jens Thume · Aktualisiert: · 14 Min. LesezeitFlat White selber machen: Rezept, Espresso, Milch und Microfoam erklärt. Dazu die Unterschiede zu Cappuccino, Cortado und Café Latte.
Kurz gesagt: Ein Flat White verbindet kräftigen Espresso mit cremig-texturierter Milch. Sein besonderes Merkmal ist feiner Microfoam statt einer dicken Schaumhaube.
☕ Flat White klingt zunächst ziemlich unspektakulär: Espresso plus Milch. Und damit könnte man die Sache eigentlich schon wieder beenden.
Aber genau da wird es interessant. Denn beim Flat White entscheidet nicht nur, wie viel Milch im Glas landet. Entscheidend ist, wie die Milch texturiert wird.
Keine riesige Schaumhaube. Keine luftige Badeschaum-Nummer. Sondern warme, cremige Milch mit winzigen Luftbläschen – dieser sogenannte Microfoam macht den Flat White so samtig.
Und weil ich Kaffee zwar sehr gerne trinke, mich aber nicht zum Kaffeemaschinen-Guru ernennen möchte, schauen wir uns das Ganze einmal so an, wie man es zuhause tatsächlich gebrauchen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Flat White?
- Woher kommt der Flat White?
- Flat White Rezept – meine einfache Orientierung
- Microfoam: Was ist das eigentlich?
- Welche Milch eignet sich für einen Flat White?
- Flat White Schritt für Schritt zubereiten
- Welcher Espresso passt zum Flat White?
- Flat White vs. Cappuccino
- Flat White vs. Cortado
- Flat White vs. Café Latte
- Flat White mit Hafermilch
- Die häufigsten Fehler beim Flat White
- Flat White ohne Siebträger?
- Mein Jensi-Gedanke zum Flat White
- Häufige Fragen zum Flat White
Was ist ein Flat White?
Ein Flat White ist ein Espresso-Milchgetränk, bei dem Espresso mit warm aufgeschäumter Milch verbunden wird. Charakteristisch ist dabei eine sehr feinporige, cremige Milchtextur, die häufig als Microfoam bezeichnet wird.
Der Name „Flat White“ passt dabei ziemlich gut. Denn auf dem Getränk soll keine dicke, trockene Schaumschicht thronen. Die Milch wird vielmehr so fein aufgeschäumt, dass sie sich mit dem Espresso verbindet und eine glatte, samtige Oberfläche bildet.
Und genau deshalb schmeckt ein Flat White für viele Menschen intensiver nach Kaffee als ein großer Milchkaffee oder Latte. Nicht unbedingt, weil automatisch mehr Koffein darin steckt, sondern weil im Verhältnis zur Milch relativ viel Espresso beziehungsweise eine konzentrierte Espressobasis verwendet wird.
Eine weltweit verbindliche Rezeptur gibt es allerdings nicht. Je nach Café, Land und Barista können Espresso-Menge, Tassenvolumen und Milchmenge variieren. Auch die oft genannten festen Zahlen sollte man deshalb eher als Orientierung und nicht als Naturgesetz betrachten.
💭 Jensi sagt: Wenn mir jemand erzählt, ein Flat White müsse ganz genau X Milliliter haben und alles andere sei falsch, werde ich erstmal skeptisch. Bei Kaffee gibt es ziemlich viele Traditionen – und noch mehr Menschen, die ihre eigene Tradition für die einzig wahre halten. 😉

Woher kommt der Flat White?
Jetzt wird es ein bisschen kompliziert – und gerade deshalb interessant.
Australien und Neuseeland beanspruchen beide eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Flat White. Eine eindeutige, weltweit anerkannte Geburtsurkunde für dieses Getränk gibt es nicht. In der modernen Kaffeekultur hat sich der Flat White jedenfalls stark mit der australischen und neuseeländischen Café-Szene verbunden.
Die Bezeichnung wurde anschließend international immer bekannter und gehört heute auch in europäischen Specialty-Coffee-Cafés ganz selbstverständlich zur Getränkekarte.
Und damit sind wir wieder bei dem Punkt, den ich bei Kaffee ziemlich wichtig finde: Der Name allein sagt noch nicht alles über das Getränk aus. Milchmenge, Espresso, Tasse und vor allem die Textur verändern das Ergebnis.
Flat White Rezept – meine einfache Orientierung
Wenn du zuhause einen Flat White ausprobieren möchtest, brauchst du keine komplizierte Zauberformel.
☕ Flat White – einfache Orientierung
- Espresso: 1 doppelter Espresso als praktische Ausgangsbasis
- Milch: etwa 100–150 ml, je nach Tasse und gewünschter Stärke
- Milchtextur: sehr feinporiger Microfoam
- Schaum: dünn und cremig statt dick und trocken
- Tasse: eher klein bis mittelgroß
Wichtig: Diese Mengen sind eine praktische Orientierung, keine weltweit verbindliche Flat-White-Norm.
Für meinen ersten Versuch würde ich lieber mit einer kleineren Milchmenge anfangen. Mehr Milch nachgießen kannst du immer. Einen Flat White, der bereits zur Milchschwemme geworden ist, bekommst du dagegen nur schwer wieder zurück in Richtung Espresso.
Microfoam: Was ist das eigentlich?
Microfoam ist feinporig aufgeschäumte Milch. Beim Aufschäumen wird Luft in die Milch eingearbeitet und anschließend möglichst gleichmäßig verteilt.
Das Ziel ist nicht, möglichst viel Schaum zu produzieren. Im Gegenteil.
Die Luftbläschen sollen so klein und fein verteilt sein, dass die Milch glatt, cremig und fast samtig wirkt. Ein guter Vergleich ist tatsächlich flüssige Farbe oder sehr feine Sahne – also nichts, was aus großen Blasen besteht.
Beim Aufschäumen mit einer Dampflanze wird zunächst etwas Luft eingearbeitet. Danach wird die Milch durch eine wirbelnde Bewegung weiter texturiert. Dadurch können größere Blasen verschwinden und die Milch bekommt ihre gleichmäßige Struktur.
🥛 Der Unterschied zwischen Schaum und Microfoam:
Grober Milchschaum steht wie eine Wolke auf dem Kaffee. Microfoam ist viel feiner und verbindet sich beim Eingießen stärker mit der Milch und dem Espresso.
Genau diese cremige Verbindung ist beim Flat White erwünscht.
Welche Milch eignet sich für einen Flat White?
Die kurze Antwort: mehr als eine.
Klassisch funktioniert normale Kuhmilch sehr gut. Ihr Eiweißgehalt unterstützt beim Aufschäumen eine stabile, cremige Milchstruktur.
Für einen Flat White kannst du aber genauso mit pflanzlichen Alternativen experimentieren. Besonders unkompliziert sind sogenannte Barista-Varianten, die speziell dafür entwickelt wurden, sich erhitzen und aufschäumen zu lassen.
Vollmilch
Vollmilch bringt viel Körper und eine cremige Textur mit. Wenn du einen klassischen, runden Flat White ausprobieren möchtest, ist sie ein unkomplizierter Ausgangspunkt.
Hafermilch
Hafermilch kann wunderbar funktionieren und bringt häufig eine leicht süßliche Getreidenote mit. Gerade mit schokoladigen oder nussigen Espressos kann das sehr schön harmonieren.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, habe ich bei TeeBohne bereits ausführlicher über Hafermilch im Kaffee geschrieben.
Sojamilch
Auch Sojamilch kann für Kaffeegetränke interessant sein. Entscheidend ist hier ebenfalls die konkrete Sorte und ihre Aufschäumeigenschaften.
Mehr dazu findest du in meinem Beitrag über Sojamilch im Kaffee.
💡 Mein Tipp: Nimm bei pflanzlicher Milch ruhig eine Barista-Version. Nicht weil auf der Packung „Barista“ steht und sie dadurch automatisch besser schmeckt, sondern weil sie für das Erhitzen und Aufschäumen meist praktischer gemacht ist.
Flat White Schritt für Schritt zubereiten
1. Espresso zubereiten
Zuerst kommt der Espresso.
Für einen Flat White eignet sich als praktische Ausgangsbasis ein doppelter Espresso. Bei einem Siebträger kannst du beispielsweise mit einer modernen Ausgangsgröße wie 18 g Kaffeemehl und etwa 36 g Getränk arbeiten.
Aber bitte nicht gleich den Taschenrechner neben die Espressomaschine stellen. 😄
Das sind Startwerte. Bohne, Röstung, Mahlgrad und Maschine verändern das Ergebnis.
Wenn du noch tiefer in das Thema Kaffee einsteigen möchtest, findest du in meinem Beitrag Kaffee-Grundlagen mehr über Arabica, Robusta und die Grundlagen unseres Lieblingsgetränks.
2. Milch kalt starten
Für gutes Microfoam verwendest du kalte Milch. Dadurch hast du beim Aufschäumen mehr Zeit, die gewünschte Struktur aufzubauen.
Gib die Milch in ein geeignetes Milchkännchen und fülle lieber etwas weniger ein, als du anschließend im Glas brauchst. Beim Aufschäumen vergrößert sich das Volumen.
3. Zuerst Luft einarbeiten
Die Dampflanze wird knapp unter die Milchoberfläche geführt, sodass zunächst kontrolliert Luft eingezogen wird.
Du solltest dabei kein lautes Kreischen hören. Ein leises, regelmäßiges Zischen ist eher das Geräusch, das du suchst.
4. Milch texturieren
Jetzt kommt der entscheidende Teil.
Die Dampflanze wird so positioniert, dass die Milch einen Wirbel bildet. Dieser sogenannte Vortex hilft dabei, die Luft gleichmäßig in der Milch zu verteilen und größere Blasen zu reduzieren.
Das Ergebnis soll glatt und glänzend aussehen.
5. Milch nicht kochen
Milch soll warm und cremig werden – nicht kochen.
Beim starken Überhitzen verändert sich der Geschmack und auch das Aufschäumen wird schwieriger. Als praktische Orientierung kannst du dich an etwa 55 bis 65 °C orientieren und die Milch nicht unnötig weiter erhitzen.
Gerade beim Flat White ist das wichtig, weil die Milch nicht nur warm sein soll. Sie soll auch ihre cremige Textur behalten.
6. Milch eingießen
Jetzt kommt der schöne Teil.
Schwenke das Milchkännchen kurz, damit sich die Milchtextur gleichmäßig verteilt. Anschließend gießt du die Milch langsam in den Espresso.
Wenn du Latte Art kannst: wunderbar.
Wenn du dabei eher aussiehst, als würdest du versuchen, einen kleinen Milchunfall zu verhindern: auch nicht schlimm. 😄
Der Flat White muss keine Blume auf der Oberfläche haben, damit er gut schmeckt.
Welcher Espresso passt zum Flat White?
Hier gibt es ebenfalls keine einzige richtige Antwort.
Grundsätzlich solltest du einen Espresso wählen, dessen Geschmack auch gemeinsam mit Milch noch erkennbar bleibt.
Schokoladige, nussige und karamellige Noten funktionieren häufig sehr angenehm mit Milch. Aber auch fruchtigere, hellere Röstungen können spannend sein, wenn du genau diese Säure und Fruchtigkeit magst.
Ich würde deshalb nicht automatisch sagen: „Flat White = dunkle Röstung.“ Das wäre mir zu einfach.
Viel wichtiger ist, dass dein Espresso ordentlich extrahiert ist und geschmacklich zur Milch passt.
Wenn du wissen möchtest, wie sich frisch gemahlener Kaffee geschmacklich bemerkbar machen kann, kannst du auch meinen Beitrag Frisch gemahlener Kaffee – schmeckt man den Unterschied? lesen.
Flat White vs. Cappuccino – wo liegt der Unterschied?
Das ist wahrscheinlich die Frage, die beim Flat White am häufigsten auftaucht.
Und tatsächlich sehen sich beide Getränke ziemlich ähnlich.
Der entscheidende Unterschied liegt vor allem in Milchmenge, Schaumstruktur und Getränketextur.
| Getränk | Espresso | Milch | Schaum/Textur | Charakter |
|---|---|---|---|---|
| Flat White | kräftige Espressobasis | moderat | sehr fein, cremiger Microfoam | espresso-betont und samtig |
| Cappuccino | Espresso | moderat | deutlich ausgeprägter | cremig und schaumiger |
| Cortado | Espresso | relativ wenig | wenig, fein | klein und kräftig |
| Café Latte | Espresso | deutlich mehr | relativ dünn | milder und milchiger |
Diese Tabelle ist bewusst als praktische Orientierung gedacht. In der Realität überschneiden sich die Getränke – und ein Flat White aus einem Café kann durchaus anders aussehen als einer aus einem anderen.
Flat White vs. Cortado
Beim Cortado wird es spannend, denn beide Getränke liegen ziemlich dicht beieinander.
Der Cortado ist normalerweise kleiner und stärker auf das Verhältnis von Espresso und Milch ausgerichtet. Häufig wird ungefähr gleich viel Espresso und Milch verwendet. Der Schaum bleibt eher knapp.
Beim Flat White kommt mehr Milch ins Spiel, dafür ist die Milch besonders fein texturiert. Der Microfoam soll sich mit dem Espresso verbinden und eine samtige Gesamtstruktur erzeugen.
Wenn du genau diesen kleinen, kräftigen Milchkaffee suchst, kannst du meinen eigenen Beitrag Cortado – Rezept, Zubereitung und Unterschied zum Cappuccino lesen.
☕ Noch unsicher? In meinem großen Beitrag Espresso mit Milch findest du die wichtigsten Varianten von Espresso Macchiato über Cortado und Flat White bis Latte Macchiato im Überblick.
Flat White vs. Café Latte
Beim Café Latte ist die Sache etwas einfacher.
Ein Latte enthält normalerweise deutlich mehr Milch und wird entsprechend größer und milder serviert. Der Espresso tritt geschmacklich stärker in den Hintergrund.
Beim Flat White bleibt der Kaffee dagegen präsenter.
Wenn du also sagst: „Ich möchte Milch im Kaffee, aber bitte nicht so viel Milch, dass der Kaffee nur noch im Hintergrund winkt“, dann bist du beim Flat White schon ziemlich nah an dem, was du suchst. 😉
Flat White mit Hafermilch – funktioniert das?
Ja.
Und tatsächlich ist Hafermilch für viele Menschen eine interessante Kombination mit Espresso.
Sie bringt häufig eine leicht süßliche, getreidige Note mit und kann einen Espresso weicher wirken lassen. Wichtig ist aber auch hier die konkrete Sorte. Nicht jede Hafermilch lässt sich gleich gut aufschäumen.
Wenn du mit Hafermilch arbeitest, würde ich zunächst eine Barista-Variante ausprobieren und schauen, wie sie sich in deiner Maschine verhält.
Auch Mandelmilch, Sojamilch oder andere pflanzliche Varianten können funktionieren.
💭 Jensi-Gedanke: Bei Pflanzenmilch würde ich mich nie hinstellen und sagen: „Das schmeckt genauso wie Kuhmilch.“ Tut es nicht. Muss es aber auch gar nicht. Manchmal entsteht gerade dadurch eine Kombination, die einem persönlich besser gefällt.
Die häufigsten Fehler beim Flat White
❌ Zu viel Schaum
Das ist wahrscheinlich der Klassiker.
Wenn du eine riesige trockene Schaumschicht produzierst, bist du eher beim Cappuccino als beim Flat White.
❌ Große Luftblasen
Wenn die Milch aussieht wie Badeschaum, war zu viel Luft im Spiel. Beim Microfoam geht es um möglichst kleine, gleichmäßig verteilte Bläschen.
❌ Milch zu heiß
Sehr heiße Milch kann unangenehm schmecken und verliert ihre schöne cremige Textur.
❌ Zu viel Milch
Das ist der einfachste Weg vom Flat White zum Latte.
Wenn du nach dem Eingießen kaum noch Espresso schmeckst, war die Milchmenge wahrscheinlich zu großzügig.
❌ Schlechter Espresso wird mit Milch „gerettet“
Auch Milch kann einen schlechten Espresso nicht zaubern.
Wenn der Espresso bitter, dünn oder deutlich über- beziehungsweise unterextrahiert ist, wird das Ergebnis mit Milch nicht automatisch gut.
Deshalb lohnt es sich, zuerst die Grundlagen zu beherrschen.
Auch mein Beitrag Kaffeevollautomat richtig einstellen kann dabei helfen, wenn du keinen Siebträger verwendest.
Flat White ohne Siebträger – geht das?
Natürlich.
Ein Siebträger macht die Zubereitung kontrollierbarer, aber ein guter Flat White ist kein exklusives Getränk für Menschen mit drei Manometern auf der Küchenzeile.
Auch mit einem Kaffeevollautomaten kannst du dich annähern:
- kräftigen Espresso beziehungsweise eine doppelte Espressobasis wählen,
- Milch möglichst fein aufschäumen,
- nicht zu viel Schaum produzieren,
- Milchmenge eher moderat halten.
Bei automatischen Milchsystemen ist die Textur natürlich abhängig von der jeweiligen Maschine.
Und wenn du einen klassischen Espressokocher verwendest, kannst du ebenfalls mit warmer Milch arbeiten. Das Ergebnis ist dann allerdings streng genommen nicht dasselbe wie ein klassischer Flat White aus einer Espressomaschine, weil die Kaffeezubereitung eine andere ist.
Auch das Wasser spielt eine Rolle
Darüber spricht bei Milchkaffee erstaunlich wenig.
Dabei besteht der Espresso zum größten Teil aus Wasser. Und wenn das Wasser nicht gut zu deinem Kaffee passt, kann das den Geschmack deutlich beeinflussen.
Gerade bei einem Flat White ist das interessant: Milch macht den Kaffee weicher, aber sie löscht nicht einfach alle Unterschiede in der Espressozubereitung aus.
Wenn du dem Thema einmal genauer auf den Grund gehen möchtest, findest du bei TeeBohne meinen Beitrag Kaffee und Wasser – Wasserhärte, Mineralien und Geschmack.
Mein Jensi-Gedanke zum Flat White
☕ Ich finde den Flat White vor allem deshalb spannend, weil er zeigt, dass Kaffee nicht nur eine Frage von „mehr Kaffee“ oder „mehr Milch“ ist.
Die Textur macht unglaublich viel aus.
Du kannst denselben Espresso nehmen und ihn einmal mit grobem Schaum, einmal mit fast keiner Textur und einmal mit schönem feinem Microfoam kombinieren. Und plötzlich hast du drei ziemlich unterschiedliche Getränke.
Genau deshalb würde ich beim Flat White nicht zuerst anfangen, irgendwelche Milliliterzahlen auswendig zu lernen.
Lerne lieber deine Milch kennen.
Wie verhält sie sich? Wie schnell wird sie heiß? Wie viel Luft brauchst du? Wann ist sie cremig? Und wann hast du aus Versehen einen Cappuccino für einen Fußballverein produziert?
Das bekommt man nur durchs Ausprobieren heraus.
Häufige Fragen zum Flat White
Was ist ein Flat White?
Ein Flat White ist ein Espresso-Milchgetränk mit warm texturierter Milch und sehr feinporigem Microfoam. Er wird meist kleiner und espresso-betonter serviert als ein klassischer Café Latte.
Wie macht man einen Flat White?
Für einen Flat White einen kräftigen Espresso zubereiten und mit fein texturierter, warmer Milch verbinden. Die Milch sollte cremig und glänzend sein und keine dicke, trockene Schaumschicht bilden.
Wie viel Milch kommt in einen Flat White?
Eine praktische Orientierung sind etwa 100 bis 150 ml Milch für einen kleinen Flat White. Die tatsächliche Menge variiert je nach Café, Tasse und gewünschter Stärke.
Was ist Microfoam?
Microfoam ist sehr feinporig aufgeschäumte Milch. Die winzigen Luftbläschen werden gleichmäßig in der Milch verteilt, sodass eine glatte und cremige Textur entsteht.
Was ist der Unterschied zwischen Flat White und Cappuccino?
Ein Flat White wird typischerweise mit sehr fein texturierter Milch und einer dünneren Schaumschicht zubereitet. Ein Cappuccino besitzt meist eine deutlich ausgeprägtere Schaumschicht. Die genauen Mengen unterscheiden sich je nach Zubereitung.
Was ist der Unterschied zwischen Flat White und Cortado?
Ein Cortado ist typischerweise kleiner und enthält relativ wenig Milch, oft ungefähr zu gleichen Teilen Espresso und Milch. Ein Flat White enthält meist mehr Milch und zeichnet sich besonders durch seinen feinen Microfoam aus.
Kann man einen Flat White mit Hafermilch machen?
Ja. Eine pflanzliche Barista-Hafermilch kann sich gut für einen Flat White eignen. Sie bringt häufig eine leicht süßliche Note mit und lässt sich je nach Produkt cremig aufschäumen.
Welche Milch eignet sich am besten für einen Flat White?
Kuhmilch eignet sich aufgrund ihrer guten Aufschäumeigenschaften sehr gut. Auch pflanzliche Barista-Varianten können verwendet werden. Welche Variante am besten schmeckt, hängt vom persönlichen Geschmack und vom verwendeten Espresso ab.
Wie heiß sollte die Milch für einen Flat White sein?
Als praktische Orientierung eignen sich etwa 55 bis 65 °C. Die Milch sollte gut erwärmt, aber nicht gekocht werden.
Flat White, Cappuccino, Cortado oder Latte?
Wenn du jetzt ein bisschen durcheinander bist: Willkommen im Club. 😄
Die Namen der Espresso-Milchgetränke klingen manchmal komplizierter, als die Getränke tatsächlich sind.
Im Grunde geht es immer wieder um dieselben Fragen:
- Wie viel Espresso ist drin?
- Wie viel Milch kommt dazu?
- Wie wird die Milch aufgeschäumt?
- Wie fein ist der Schaum?
- Wie groß ist das Getränk?
Und genau daraus entstehen die Unterschiede.
Wenn du dir die gesamte Familie einmal anschauen möchtest, geht es hier zurück zu meinem großen Überblick über Espresso mit Milch.
Mein Fazit
Ein Flat White ist kein kompliziertes Zaubergetränk.
Sein Reiz liegt vielmehr in der Balance: kräftiger Espresso, warme Milch und sehr feiner Microfoam.
Wenn du zu viel Milch nimmst, wird er schnell zum Latte. Wenn du zu viel trockenen Schaum produzierst, bewegst du dich Richtung Cappuccino. Und wenn du deutlich weniger Milch verwendest, landest du eher beim Cortado.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf Rezepte zu schauen, sondern auf die Textur der Milch.
Und genau da wird aus „Espresso mit Milch“ plötzlich ein richtig schönes Kaffeehandwerk.
Ich würde einfach anfangen, ausprobieren und deinen persönlichen Flat White finden.
☕ Mein Kaffee-Spruch für heute:
„Ein Flat White ist dann richtig gut, wenn die Milch nicht den Espresso erschlägt – sondern ihn gemütlich auf dem Sofa sitzen lässt.“ 😉
Mehr Kaffee von TeeBohne:

Über den Autor
Ich bin Jens Thume von TeeBohne Einbeck. Kaffee begleitet mich schon seit meinem 18. Lebensjahr – und heute gehören für mich ganz selbstverständlich Filterkaffee, Siebträger, Cappuccino und Milchkaffee zum Alltag.
Bei TeeBohne kümmere ich mich um Produkte, Inhalte, Online-Marketing und unseren Online-Shop. Beim Schreiben versuche ich dabei nicht, den großen Kaffee-Guru zu spielen. Ich probiere lieber aus, recherchiere, vergleiche und erzähle dir, was dahintersteckt.
Dein Jensi von TeeBohne Einbeck ☕❤️









